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Googles führende Rolle als Pirateriehoster

In einem Bericht von TorrentFreak wird verdeutlich, wie sich Google, neben direkt auf YouTube abspielbaren Raubkopien,  immer stärker in die Verbreitung von Raubkopien einbinden lässt.
Dazu laden die „Nutzer“ die Raubkopie als privates Video auf YouTube und nutzen dann den entsprechenden Link auf einer Streamingseite auf welcher der Film dann als eingebettetes Video abspielbar ist.
Im Ergebnis sind die Filme nicht auf YouTube zu finden, werden aber von dort abgespielt. Möglich ist dies, weil Google die eigene Schutzmaßnahme, die Content-ID, nicht bei „privaten“ Videos nutzt.
Der Mechanismus wird inzwischen auch von Pornografieanbietern genutzt, obwohl YouTube ansonsten sehr rigide gegen Pornografie vorgeht.
TorrentFreak hat Google bereits vor mehreren Wochen darauf angesprochen, getan hat sich nichts, es gab nicht einmal ein offizielles Statement.
Nach Meinung von TorrentFreak is Google “ also becoming a primary source for pirate streaming sites, generating millions of views per day”.

https://torrentfreak.com/porn-pirate-sites-use-backdoor-to-host-videos-on-youtube-170114/

In Deutschland hatte u.a. FDS bereits mehrfach auf die Rolle von Google als Pirateriehoster hingewiesen:
http://www.webschauder.de/google-beliefert-raubkopieportale/

Youtube: 1 Milliarde US-Dollar ausgeschüttet, dennoch nur Peanuts

Angeblich will Youtube weltweit Werbegelder in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar an die Musikindustrie ausgeschüttet haben.
Bei 800 Millionen Nutzer ist dies aber weniger als 1 Dollar je Nutzer und Jahr. Zum Vergleich zahlt Spotify 18 US-Dollar je Nutzer und Jahr.
Deshalb äußert der Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), Florian Drücke, gegenüber Golem.de: „Der heute von Youtube verkündete ‚Meilenstein‘ ändert daher nichts an der Tatsache, dass Youtube als größter On-Demand-Musikdienst der Welt Kreative und ihre Partner nicht angemessen an den Erlösen beteiligt, die er mit deren Inhalten generiert.“

http://www.golem.de/news/streaming-youtube-hat-1-milliarde-us-dollar-an-musikindustrie-gezahlt-1612-124914.html

Frankreich: YouTube soll besteuert werden – Filmförderung bekommt etwas ab

Das Unterhaus des französischen Parlaments, hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der eine Besteuerung der Werbeerlöse von Online-Videoplattformen wie YouTube vorsieht. Von der Steuer in Höhe von 2% der Werbeerlöse soll die Filmförderungsbehörde Centre national du cinéma (CNC) die ersten 70 Millionen Euro erhalten. Der Rest geht dann an die Staatskasse.

Bevor es soweit ist, müssen aber noch der französische Senat und die Europäische Kommission zustimmen.

http://www.kontakter.de/internationale_news/frankreich_will_werbeerloese_von_youtube_besteuern

Niederlande: Warnschuss gegen „YouTuber“

Die niederländische Anti-Piraterieorgansiation BREIN kümmert sich inzwischen auch um die illegale Filmverbreitung bei YouTube. Einen anonymen „jungen Mann“, der wöchentlich Neuheiten anbot, hat man nun erwischt und zur Aufgabe gezwungen. Insoweit ist er gut davongekommen. Weitere erwischte Personen müssen in Zukunft mit Strafen bzw. Schadensersatzforderungen rechnen.

http://stichtingbrein.nl/nieuws.php?id=419

https://torrentfreak.com/brein-tracks-down-youtube-pirate-warns-others-161011/

Verherrlichung von Amokläufen im Netz

Wie in Spielechats bei Steam und in YouTube-Videos Amokläufe verherrlicht werden und welche Auswirkungen dies hat zeigen zwei Artikel anhand von Beispielen:

The Huffington Post: „Die kranke Welt der Amokfans: So gefährlich sind Killerspiele-Chats“
http://www.huffingtonpost.de/2016/07/29/ok-killerspiele-gefahr-psychologen-chats-_n_11261074.html

FAZ: „Wie Schüler andere Schüler abknallen“
http://www.faz.net/aktuell/politik/wie-amoklaeufe-im-internet-glorifiziert-werden-14364903.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Grenzen der Content-ID

Voxindie beschreibt ausführlich die mangelnde Effektivität von YouTubes Content-ID. Leicht veränderte Filme werden von ihr schon nicht gefunden, obwohl entsprechende Technologien existieren (Zusatz des Verfassers: Alleine der Einsatz von Wortfiltern würde solche Raubkopien deutlich einschränken).

Während die Filmwirtschaft den Schaden hat, verdienen Uploader und YouTube an den Raubkopien. Bei der Überprüfung wurde mehrfach festgestellt, dass vor den Raubkopien auch noch bezahlte Filmwerbung angezeigt wurde, so zu „Trolls“ von DreamWork und „Jason Bourne“ von Warner. So wird der Gewinn des Täters noch vom Opfer gezahlt.

“YouTube’s Content ID Easily Fooled” unter
http://voxindie.org/youtubes-content-id-easily-fooled/

Youtubes Erfolg basiert auf gestohlenem Content

Trent Reznor, Musiker und Apple Music Chief Creative Officer, wettert gegen YouTube. Youtube beeinträchtige die Rechte der Künstler und minimiere die Chancen von Mitbewerbern. Letztendlich basiere der Erfolg auf gestohlenem Content. YouTube nehme sich die Arbeit der Künstler und verdiene Geld damit. Ein Service, der Usern urheberrechtlich geschützte Inhalte kostenlos zur Verfügung stellt, sei nicht fair.

http://www.gulli.com/news/27564-musiker-meint-dass-der-erfolg-von-youtube-auf-gestohlenem-content-basiert-2016-06-16

YouTube und illegale TV-Mitschnitte

Unter dem Titel „Illegale Mitschnitte auf Youtube verfälschen die Quote der Sender“ zeigt die Süddeutsche Zeitung am Beispiel der „Heute Show“ vom 15.4.2016, wie stark illegale Mitschnitte die Qouten ändern können:

  • Klassisches Fernsehen: 4,36 Millionen Zuschauer
  • Mediathek: 236 000 Zuschauer (ohne Smartphones / Smart TV)
  • YouTube illegaler Mitschnitt von „Sonnenmond8“: 618 580 Sichtungen

YouTube und Uploader verdienen an der Werbung, Sender und Autoren gehen leer aus. Als Gegenmaßnahme zeigt der Artikel freundlichen Ermahnungen der Rechtsabteilung und den Einsatz der YouTube-Content-ID auf.

Aber: „Bei der Heute-Show scheint das Verfahren indes noch nicht so recht zu greifen. Die Folgen der jüngsten Staffel sind fast lückenlos bei Youtube zu finden. Auch die Episode vom vorvergangenen Freitag hat „Sonnenmond8“ wieder hochgeladen. Am Sonntagnachmittag lag die letzte Folge vor der Sommerpause schon bei 236 917 Sichtungen, Tendenz steigend. Da hat das ZDF noch reichlich zu tun. Effektiver Schutz von Inhalten sieht nämlich irgendwie anders aus.“

Leider thematisiert der Artikel nicht, wieso YouTube keine Wortfilter einsetzt und es einem anonymen Nutzer erlaubt einen illegalen Inhalt noch ein zweites Mal hochzuladen.

http://www.sueddeutsche.de/medien/piraterie-verdienstausfall-1.3029754

Drogenverkäufe über YouTube – Google versuchte Untersuchungen zu verhindern

Musictechpolicy belegt, dass über Google weiterhin illegal Drogen verkauft werden. In dem aktuellen Fall Fentanyl, das Schmerzmittel an dem Prince gestorben ist.
Zudem wird ausführlich über die juristischen Streitigkeiten in den USA berichtet, in den Google sogar erfolglos versucht hatte, einen Staatsanwalt auf dem Klageweg an seiner Arbeit zu hindern.

https://musictechpolicy.com/2016/06/05/google-facilitates-the-sale-of-the-drug-that-killed-prince/

Lasche Selbstverpflichtung statt Rechtsdurchsetzung?

Die EU-Kommission hat zusammen mit Facebook, Twitter, YouTube und Microsoft einen Verhaltenskodex vorgestellt, der eine Reihe von Verpflichtungen zur Bekämpfung der Verbreitung von illegaler Online-Hetze in Europa enthält.
Dass die Verpflichtung aber sehr offen formuliert und kaum nachprüfbar ist zeigt schon der Kernsatz:
„Mit der Unterzeichnung dieses Verhaltenskodex verpflichten sich die IT-Unternehmen, weiterhin gegen illegale Hassrede im Internet vorzugehen. Dazu gehört die fortlaufende Entwicklung interner Verfahren und die Schulung von Mitarbeitern, damit die Mehrheit der stichhaltigen Anträge auf Entfernung illegaler Hasskommentare in weniger als 24 Stunden geprüft und diese erforderlichenfalls entfernt bzw. der Zugang dazu gesperrt werden kann.“

Die Kritik bleibt nicht aus. Staatssekretär Gerd Billen aus dem Bundesjustizministerium stellt fest: „Die Maßnahmen, über die wir uns in Deutschland mit den in unserer Task Force vertretenen Unternehmen verständigt haben, gehen aber weiter.“

Estelle Masse, von der digitalen Bürgerrechtsgruppe Access Now verdeutlich, dass eine solche Vereinbarung auch rechtsstaatlich problematisch sein kann: „Der Verhaltenskodex stellt Geschäftsbedingungen der Dienste über das nationale Recht.“

http://europa.eu/rapid/press-release_IP-16-1937_de.htm

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/facebook-berlin-hadert-mit-bruessels-hatespeech-kodex-a-1095197.html#ref=nl-dertag

Alibiaktion von YouTube?

YouTube hat vor kurzem die Betreiber des populären Download-Service TubeNinja aufgefordert ihre Video-Download-Funktion einzustellen, da der Download von Videos gegen die Nutzungsbedingungen von YouTube und dessen Programmierschnittstelle (API) verstoße.
Offen bleibt, wieso man nicht direkt abgemahnt hat, wieso Google beim Chrome Browser ähnlich arbeitende Plug-ins zulässt und eine ähnliche Aufforderung gegen Youtube-mp3.org ins Leere lief.

https://torrentfreak.com/youtube-threatens-legal-action-video-downloader-160530/

Frankreich: Klage gegen Facebook, Google und Twitter

In Frankreich wurden Facebook, YouTube (Google) und Twitter wegen Verbreitung von Rassismus verklagt.

Die Kläger, zwei gemeinnützige Organisationen, werfen den Unternehmen vor, rassistische, antisemitische, den Holocaust leugnende und homophobe Inhalte trotz Hinweises nicht gelöscht zu haben.
Von den in etwa 4 Wochen gemeldeten 586 Postings löschte Facebook 34 Prozent, Youtube 7 Prozent und Twitter  4 Prozent.

http://www.zdnet.de/88269362/facebook-google-und-twitter-in-frankreich-wegen-verbreitung-von-rassismus-verklagt/