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USA: DMCA erspart YouTube jährlich bis zu 1 Mrd. Kosten

Nach einer aktuellen Studie des Phoenix Centers aus Washington ermöglicht die amerikanische DMCA-Regelung YouTube unautorisierte Kopien von Musik ohne Bezahlung von Lizenzgebühren anzubieten.
Müsste YouTube diese zu Marktpreisen einkaufen, würden jährlich alleine in den USA Lizenzgebühren zwischen $ 650 Million und 1 Milliarde US-Dollar an die Musikwirtschaft fällig.

“SAFE HARBORS AND THE EVOLUTION OF MUSIC RETAILING”
http://www.phoenix-center.org/PolicyBulletin/PCPB41Final.pdf

Unterschiede im Streaming:

https://medium.com/@RIAA/2016-a-year-of-progress-for-music-4e9b77022635

USA: Cloudflare verliert vor Bundesgericht

Die RIAA hatte Cloudflare aufgefordert, den Zugriff zu der gerichtlich verbotenen Piraterieseite MP3Skull zu blocken, die über das Content Delivery Network Cloudflare ausgeliefert wurde. Cloudflare lehnte dies mit Verweis auf die DMCA-Regeln ab und erlitt nun vor dem Bundesgericht in Florida eine Schlappe. Die Richter gehen davon aus, dass Cloudflare in dem konkreten Fall Kenntnis von den Urheberrechtsverletzungen hatte und sich somit nicht mehr auf die DMCA-Regeln berufen kann.

https://torrentfreak.com/dmca-doesnt-shield-cloudflare-from-anti-piracy-injunctions-court-rules-170328/

USA: Trecker-Hack

Traktorenhersteller John Deere hat seine Traktoren mit einer Software ausgerüstet, die John Deere erhebliche Eingriffe in die verkauften Traktoren ermöglicht. Dies nutzt das Unternehmen u.a.  um das alleinige Recht auf Reparatur durchzusetzen.

Wenn ein US-Landwirt seinen neuen John-Deere-Traktor reparieren will, muss die Reparatur kostenpflichtig von einem Mitarbeiter des Herstellers erlaubt werden, ansonsten sorgt die Software dafür, dass der Trecker sich nicht mehr bewegt.

Farmer setzen deshalb immer öfter eine in der Ukraine gecrackte Fahrzeugsoftware ein, damit sie wieder alleine über ihren Trecker bestimmen können.

https://futurezone.at/digital-life/us-farmer-hacken-vermehrt-ihre-eigenen-traktoren/253.677.084

Nun auch Google-Boykott in den USA

Der Streit um Werbung auf extremistischen YouTube-Videos hat nun auch dazu geführt, dass in den USA erste Unternehmen Google boykottieren. Nach Angaben von USA Today gilt dies u.a. für AT&T, Verizon sowie Johnson & Johnson.

Googles halbherzige Maßnahmen und Versprechen scheinen zumindest bis jetzt noch nicht zu greifen.

http://www.usatoday.com/story/tech/news/2017/03/22/att-pulls-google-youtube-ads-over-offensive-content/99497194/

https://www.golem.de/news/neue-richtlinien-google-will-werber-besser-vor-hass-webseiten-schuetzen-1703-126856.html

USA: Reiche eBook-Piraten

Eine Online-Umfrage der Marktforscher von Nielsen in den USA zeigt:

42 Prozent der Befragten haben sich in den vergangenen 12 Monaten mindestens ein eBook gekauft.

22 Prozent haben sich in den letzten 12 Monaten mindestens ein eBook illegal besorgt.

Von diesen sind:

  • 66 Prozent sind männlich.
  • 88 Prozent sind zwischen 18 und 34 Jahre alt.
  • 72 Prozent haben mindestens einen College-Abschluss.
  • 36 Prozent verdienen zwischen 60.000 und 99.000 US-Dollar im Jahr. Weitere 29 Prozent sogar über 100.000 US-Dollar/Jahr.

Der Schaden durch die illegalen Downloads wird auf 315 Millionen US-Dollar geschätzt.

https://www.digimarc.com/resources/ebook-piracy-study

USA: DMCA zu Recht in der Diskussion

Im Rahmen der aktuellen Diskussion um die amerikanischen Haftungsregeln für fremde Inhalte (DMCA) hat die Musikwirtschaft das Copyright Office darum gebeten, die Regeln zu verbessern:
https://www.riaa.com/major-music-organizations-decry-broken-dmca-outline-possible-solutions-new-government-filing/

In Anbetracht der Tatsache, dass ein Richter des Federal Court in California anscheinend auch das Hosting einer Piraterieseite für legal hält, erscheint eine Änderung wahrlich angebracht.
https://torrentfreak.com/court-hosting-a-pirate-site-doesnt-equal-copyright-infringement-170221/

USA: Jugendschutz Deckmantel für Urheberrechtsverletzungen?

Verschiedene Filmfirmen haben in den USA eine Einstweilige Verfügung gegen VidAngel erreicht. VidAngel ist ein Internetangebot welches Filme „filtert“ oder zensiert, damit diese dann für Kinder und Jugendliche etc. nicht mehr gefährdend sind.

Allerdings haben die selbsternannten Moralapostel vergessen, dass auch für die Verbreitung der verbliebenen Filmteile immer noch Urheberrechte gelten, die zu beachten sind.

Zur Einstweiligen Verfügung:
http://copyrightalliance.org/ca_post/preliminary-injunction-halts-vidangel-pearly-gates/

Zu VidAngel:
http://www.srf.ch/kultur/film-serien/ende-blut-alles-gut-wie-harte-filme-weich-werden

USA: Warnhinweise werden beendet

Nach einer kurzen Meldung des „Center for Copyright Information“ wird das US-amerikanische Warnhinweismodell (Copyright Alert System) beendet:

“After four years of extensive consumer education and engagement, the Copyright Alert System will conclude its work. The program demonstrated that real progress is possible when content creators, Internet innovators and consumer advocates come together in a collaborative and consensus-driven process. CAS succeeded in educating many people about the availability of legal content, as well as about issues associated with online infringement. We want to thank everyone who put in the hard work to develop this program and make it a success, including past and present members of our Advisory Board. While this particular program is ending, the parties remain committed to voluntary and cooperative efforts to address these issues.”

http://www.copyrightinformation.org/statement/statement-on-the-copyright-alert-system/