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USA: Bestsellerautorin beschreibt ihren Kampf gegen Piraterie

Die Bestsellerautorin Maggie Stiefvater hat getestet, ob Piraterie dem Verkauf ihrer Bücher schadet. Dazu verbreitete sie unzählige falsche Raubkopien ihres neuesten Buches. Aus ihrer Sicht ein voller Erfolg – zumindest für einige Tage.
Ihre Erfahrungen beschrieb sie auf tumblr:
http://maggie-stiefvater.tumblr.com/post/166952028861/ive-decided-to-tell-you-guys-a-story-about

USA: Musikindustrie benennt notorische Webseiten

Auch die RIAA hat der US-Regierung eine detaillierte Liste „notorischer Webseiten“ vorgelegt. Schwerpunkte sind die Bereiche Stream Ripper, Mp3 Search and Download Sites, BitTorrent Indexing Sites, Cyberlocker und Unlicensed pay for download sites.

Zudem benennt auch die RIAA die Rechenzentren auf den die Piraterieseiten liegen. In neun Fällen konnte man das Rechenzentrum allerdings nicht ermitteln, da die Seite über Cloudflare ausgeliefert wird. Folgende Rechenzentren wurden benannt:

  • ASN-AVANTEL-MSK (Russia)
  • Eweka Internet Services B.V. (NL)
  • Filanco LTD (Russia)
  • GLOBALLAYER, NL (Bulgaria)
  • Hetzner Online GmbH (Deutschland)
  • Hosting Services Inc. (UK)
  • INFIUM (Ukraine)
  • Netvillage Ltd (Russia)
  • OVH SAS (France)
  • S A and A Stroi Proekt EOOD (Bosnia and Herzegovina)
  • WIBO (Czech Republic)
  • WZ Communications Inc. U.S. (wholly owned subsidiary of XBT Holding S.A, Cyprus)

Aus Deutschland werden neben der Hetzner Online GmbH als Rechenzentrum für die Streamripper FLVTO und 2Conv, Herr Marius Seipp aus Linden als Registrant des Streamrippers Convert2mp3 und die Key-Systems GmbH, St. Ingbert, als Registrar der illegalen Bezahlseite Mp3fiesta aufgeführt.

https://torrentfreak.com/images/RIAA_2017NotoriousMarketOCR.pdf

USA: Studie zur Pirateriewerbung

Die Trustworthy Accountability Group (TAG), eine Gruppe von Werbetreibenden und Agenturen, hat eine neue Studie zur werbefinanzierten Piraterie veröffentlicht.

Die Studie ergab, dass die digitalen Werbeeinnahmen der Piraterieseiten 111 Millionen US-Dollar betrugen. Davon entfallen 36 Mio. US-$ auf Premium-Werbende und 75 Mio. US-$ auf Non-Premium-Advertiser (Gaming, Dating, VPN-Dienste).

Die von der TAG initiierten Maßnahmen hätten dafür gesorgt, dass weitere Einkünfte der Piraterieseiten in Höhe von 102 bis 177 Millionen US-Dollar verhindert wurden.
Ergänzend vermerkt die Studie, dass die Schäden durch Piraterie auf 2,4 Milliarden US-$ geschätzt werden.

https://www.tagtoday.net/hubfs/Measuring%20digital%20advertising%20revenue%20to%20infringing%20sites.pdf?t=1507150221706

MPPA benennt Rechenzentren notorischer Piraterieseiten

Die MPAA hat der US-Regierung eine neue detaillierte Liste „notorischer Webseiten“ vorgelegt. Sie enthält eine Vielzahl von Piratenseiten die fast alle versuchen durch Cloudflare ihre wirkliche Herkunft zu verschleiern. Dennoch benennt die MPAA auch ausdrücklich die Rechenzentren auf den die Piraterieseiten liegen. Dies sind:

  • Lala-Bhoola Hosting Servers (Schweden)
  • Privacy Ukraine LLC. AGCOM (Ukraine)
  • Private Layer (Schweiz)
  • 3NT Solutions (Großbritannien)
  • Neterra (Ukraine)
  • M247 (Rumänien)
  • Eweka Internet Services B.v. (Niederlande)
  • NETSAAP Transit Services (Bosnien und Herzogowina)
  • Dreamtorrent Corp. (Russland)
  • VinaHost (Vietnam)
  • Netbrella (Panama mit Servern in Schweden und den Niederlanden)

https://www.mpaa.org/wp-content/uploads/2017/10/notorious-markets-final.pdf

USA: Domains beschlagnahmt – Privacy-Dienste müssen Auskunft geben

Ein US-Bundesbezirksgericht hat entschieden, 43 Internetdomains über die nicht genehmigte Videostreams abrufbar waren, unter die Kontrolle des philippinischen Medienkonzerns ABS-CBN zu stellen.

Die Registrare müssen die Domains binnen eines Tages an einen vom Kläger ausgesuchten Registrar übertragen. Sollten sie dies nicht tun, sollen die Registrys binnen fünf Tagen aktiv werden.

Zudem müssen etwaige Privacy-Dienste die wahre Identität der bisherigen Domaininhaber preisgeben.

https://torrentfreak.com/us-court-orders-dozens-of-pirate-site-domain-seizures-170927/

https://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Gericht-laesst-43-Streaming-Domains-umleiten-3845580.html

USA: 1,8 Mio. Schadensersatz

Ein Gericht in Florida hat den Betreiber von KissAsian zu 1,8 Mio. US-Dollar Schadensersatz an die philippinische Medienfirma ABS-CBN verurteilt. Zudem muss der aktuelle Domainname abgegeben werden.
Die Betreiber erschienen nicht zum Verfahren und wollen die Seite unter anderer URL fortführen.

https://torrentfreak.com/florida-court-orders-pirate-site-kissasian-to-pay-1-8m-in-damages-170825/

USA: Schadensersatz in Millionenhöhe

Ein Gericht aus New York hat die Piraterieseiten Sci-Hub und LibGen zu 15 Mio. US$ Schadensersatz verurteilt, da sie unerlaubt wissenschaftliche Bücher verbreitet haben.
Der Wissenschaftsverlag Elsevier hatte das Verfahren vor 2 Jahren angestoßen. Allerdings ist nicht damit zu rechnen, dass Elsevier überhaupt etwas erhält. Die Betreiber der Seiten machen weiter wie bisher.

https://torrentfreak.com/sci-hub-ordered-to-pay-15-million-in-piracy-damages-170623/

USA: Breite gerichtliche Verfügung gegen zu erwartende Rechtsverletzungen beim Sport-Streaming

Ein Bundesgericht in Texas hat u.a. Registrare verpflichtet, mehrerer Domains für illegales Sport-Streaming vorläufig abzuschalten, um zu erwartenden Rechtsverletzungen vorzubeugen.
Die Verfügung ist breit angelegt und verbietet jede Zusammenarbeit mit diesen Seiten. Sie betrifft somit nicht nur Registrare sondern auch Rechenzentren, CDN-Services und Werbetreibende. Sie gilt aber erstmal nur bis zum Ende der indischen Kricket-Liga-Saison.

https://torrentfreak.com/texas-court-orders-temporary-pre-piracy-shutdown-of-sports-streaming-sites-170513/

USA: Domain Privacy Dienste müssen Seiteninhaber benennen

Ein Gericht in Florida hat entschieden, dass Registrare 19 Domains von illegalen Streamingdiensten an einen anderen Registrar übergeben müssen. Bis dies durchgeführt ist, muss statt der Seite die Gerichtsendscheidung angezeigt werden.
Sollte dies scheitern, sind die Top Level Domain für die Abschaltung verantwortlich.

Zudem wurden Domain Privacy Agenturen, die dafür sorgen, dass der wirkliche Inhaber der Seite anonym bleibt, verpflichtet, die Inhaber der Seiten zu benennen.

Über die Seiten finden umfangreiche Urheberrechts- oder Markenrechtsvertöße zu Lasten des Antragstellers, dem phllipinische Unternehmen ABS-CBN, statt.

https://torrentfreak.com/us-court-orders-registries-seize-control-of-pirate-domains-170508/

Urteil unter:
http://servingnotice.com/B5C4GF0/index.html

 

 

 

USA: Patentantrag zu Maßnahmen gegen Teilen illegaler Inhalte

Microsoft hat einen Patentantrag zu einem Programm gestellt, welches zukünftig verhindern soll, dass die Cloud zur Verbreitung illegaler Inhalte genutzt wird. Dazu soll das Teilen von illegal markierten Dateien über Cloud-Services automatisch unterbunden werden.
Zudem wird geprüft, ob ein User wiederholt derartige Dateien in seinem Cloud-Account speichert. Diese Information kann zur Einschränkung oder Sperrung des Accounts ebenso genutzt werden wie für eine Meldung an die Behörden.

https://torrentfreak.com/microsoft-patents-technology-to-block-pirated-content-track-repeat-offenders-170505/

Patentantrag unter: https://torrentfreak.com/images/msrep.pdf

USA: 6 % nutzen KODI für illegale Inhalte

Kodi, ein Open Source Media Player, wird immer wichtiger für den Bezug von unlizenzierten Inhalten. Dazu wird das Kodi Programm um Ad-Ons erweitert oder es werden vorkonfigurierte Kodi-Boxen gekauft, die dann den “kostenlosen” Bezug illegaler Inhalte ermöglichen. Zusätzlich können Premium Services mit noch mehr Inhalten gegen eine monatliche Gebühr erworben werden.

Nach einer Studie von Sandvine (Basis 250.000 Haushalte), nutzen
6 % aller nordamerikanischen Haushalte Kodi für illegal Live- oder On-Demand-Inhalte. Im Detail:
• 8,8% der Nordamerikanischen Haushalte haben mindestens ein Gerät auf dem Kodi installiert ist.
• 68,6% dieser Haushalte nutzen auch Add-Ons für den Zugang zu unlizenzierten Inhalten.

https://www.sandvine.com/trends/fraud.html