Schlagwort-Archive: Täter

OLG München: Pauschale Ausrede in Bezug auf Familienangehörige reicht nicht

In einem von den NIMROD Rechtsanwälten geführten Beschwerdeverfahren vor dem OLG München wurde nochmals die Notwendigkeit der Erfüllung der sekundären Darlegungslast bestätigt.
In dem Streit um Downloads aus P2P-Netzwerken (Tauschbörsen) reicht eine pauschale Behauptung des Anschlussinhabers, dass weitere Haushaltsangehörige ebenfalls Zugriff auf den Anschluss hatten, nicht aus.
Im vorliegenden Fall hatte der Anschlussinhaber nur allgemein vorgetragen, dass auch seine Ehefrau und sein Sohn Zugriff hätten. Dass dies auch an den konkret ermittelten Zeitpunkten der Verstöße der Fall war, hatte der Antragsgegner gerade nicht vorgetragen.
Insoweit ist dann zu vermuten, dass der Anschlussinhaber selber der Täter ist.

[OLG München, Urteil vom 14.01.2016, Az.: 29 U 2593/15]
www.nimrod-rechtsanwaelte.de/?p=5280

Nachtrag 16.2.2016:
Die Anschlussinhaber haben Revision gegen das Urteil beim Bundesgerichtshof eingelegt. Der Bundesgerichtshof hat das Verfahren unter dem Aktenzeichen I ZR 19/16 registriert.

www.golem.de/news/bundesgerichtshof-revision-gegen-elternhaftung-fuer-filesharing-der-kinder-1602-119148.html

Schweden: 475.000 € Schadensersatz

Ein 28-jähriger Mann wurde in Schweden zu einem Schadensersatz in Höhe von umgerechnet 475.000 € verurteilt, da er einen Film über eine Filesharing-Börse verbreitet hatte. Der Schadensersatz soll ungefähr der Höhe einer Lizenzzahlung entsprechen.

Aus Internetreport I / 2014 – April 2014

www.heise.de/newsticker/meldung/Schweden-Rekord-Schadenersatz-fuer-Filesharing-eines-Films-2069695.html

 

Barcelona: Gericht nimmt Internetanschluss weg

Da ein User mit dem Namen “nito75” über 5.000 Musikstücke „geteilt“ bzw. über Tauschbörsen angeboten hatte, wurde der ISP, der ihm einen Internetanschluss zur Verfügung gestellt hat, im Januar 2014 vom Gericht in Barcelona aufgefordert, diesen Internetanschluss zu sperren.

Aus Internetreport I / 2014 – April 2014

https://torrentfreak.com/court-orders-spanish-isp-to-disconnect-music-pirate-140120/

“Uns interessiert die Rechtsauffassung deutscher Verlage nicht.”

Der Berliner Tagesspiegel hat unter dem Titel „Bücher stehlen als Geschäftsmodell“ ein Interview mit einer anonymen Person hinter der illegalen Buch-Plattform boox.to geführt. Großmäulig wurden für das nächste Jahr monatlich über 10 Mio. Downloads prognostiziert.
Nach dem Interview wurde der Dienst kostenpflichtig. Kurz nach einer erneuten Gebührenfälligkeit wurde er im Dezember 2013 eingestellt. Ob wirklich eine Hackerattacke der Grund war oder ob es sich um Abzocke handelte, blieb offen.

Aus Internetreport I / 2014 – April 2014

www.tagesspiegel.de/kultur/internet-piraterie-buecher-stehlen-als-geschaeftsmodell/8690178.html
www.lesen.net/ebook-news/boox-to-und-die-alternativen-die-grosse-abzocke-9792/

Geschäftsmodell Urheberrechtsverletzung

Britische Marktforscher von BAE Systems Detica haben im Auftrag von Google und der Musik-Verwertungsgesellschaft PRS aus über tausend gemeldeten urheberrechtsverletzenden Internetangeboten eine Modell aus 6 verschiedenen Pirateriegeschäftsmodellen entwickelt und 153 Seiten genauer untersucht.

Folgende 6 Geschäftsmodelle werden beschrieben: Geschäftsmodell Urheberrechtsverletzung weiterlesen

Spam lohnt sich doch

Wesentliche Teile des Spam-Aufkommens werden gesperrt und ausgefiltert und der Rest meist nicht gelesen. Trotzdem scheint sich eine Spam-Bewerbung von Arzneimittel doch zu lohnen. Laut einer Studie der Universität San Diego macht die größte mit Spam beworbene Online-„Apotheke“ einen monatlichen Umsatz zwischen 1 und 2,5 Mio. US $. Basis der Einschätzung sind Traffic-Daten eines der für die Apotheke tätigen Serverbetreiber und eine Analyse von Testbestellungen und Bestellnummern.

Aus Internetreport I / 2012 – Januar 2012

www.heise.de/newsticker/meldung/Wissenschaftler-untersuchen-Kaufverhalten-nach-Werbespam-1279756.html