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Russland plant Einschränkungen der Suchergebnisse

Während der britische Gesetzgeber damit zufrieden ist, dass Google und Bing Links zu (höchstwahrscheinlich) rechtsverletzenden Inhalten nicht mehr auf der ersten Seite darstellen wollen, plant Russland ein neues Gesetz, nachdem Seiten die Rechtsverletzungen nicht löschen gar nicht mehr von Suchmaschinen aufgelistet werden dürfen.

https://torrentfreak.com/russia-drafts-legislation-remove-pirate-sites-search-engines-170226/

GB: Vorerst läppische Selbstverpflichtung statt Gesetz

Um eine gesetzliche Regelung zu vermeiden, wollen Google und Microsoft in Zukunft die Angabe von Suchergebnissen etwas verändern. Suchergebnisse zu Seiten, die öfter Urheberrechtsverletzungen verbreiten, sollen nicht mehr auf der ersten Seite der Suchergebnisse angezeigt werden.

Die Verpflichtung gilt nur für Großbritannien und wohl nur für die übliche Suche bei der die ersten 10 Suchergebnisse auf der ersten Seite angezeigt werden.
Zudem wird das Auto-Vervollständigung eingeschränkt.

Das Intellectual Property Office (IPO) soll im Sommer die Ergebnisse der Maßnahmen bewerten. Dann soll entschieden werden, ob es doch eine gesetzliche Regelung geben wird.
Rechteinhaber scheinen an der Verpflichtung beteilgt gewesen zu sein.

http://www.telegraph.co.uk/technology/2017/02/20/google-microsoft-agree-anti-piracy-code-crackdown-illegal-downloads/

OLG Celle: Suchmaschine muss Link zu TV-Sendung nicht löschen

Das OLG Celle hat entschieden, dass eine Suchmaschine Links zu allgemein zugänglichen Quellen nicht löschen muss. In dem zu entscheidenden Fall hatte eine Geschäftsführerin einer GmbH ein Fernseh-Interview gegeben und wollte nun, dass die Suchmaschine die Verlinkung zu der Sendung löscht.
Das OLG Celle hat diesen Löschungsbegehren abgewiesen. Datenschutz oder Persönlichkeitsrechte würden bei der Verlinkung zu einem freiwillig gegebenen Interview nicht ziehen.

[OLG Celle, Urt. v. 29.12.2016 – Az.: 13 U 85/16]

http://www.suchmaschinen-und-recht.de/urteile/Kein-Anspruch-auf-Entfernung-aus-organischen-Suchergebnissen-Oberlandesgericht-Celle-20161229/

35 % der Besuche auf illegalen Streamingseiten durch Google-Verlinkung

Just Watch hat dargestellt, dass Google durch eine Änderung des Algorithmus die Sichtbarkeit von Torrentseiten deutlich reduziert hat.
Illegale Streamingportale sind aber davon nicht betroffen und weiterhin gut auffindbar. 35 % der Besuche auf illegalen Streamingseiten erfolgen durch eine Verlinkung von der Suchmaschine Google.

https://torrentfreak.com/googles-pirate-update-fails-to-punish-streaming-sites-151105/

USA: Gericht macht keine halbe Sachen

Ein District Court in Oregeon hat aufgrund von Urheberrechts- und Markenrechtsverletzungen zu 12 Internetseiten folgende Maßnahmen vorläufig angeordnet:

  • Suchmaschinen müssen die Suchergebnisse und Links zu den Seiten entfernen.
  • Registrare die Internetseiten beschlagnahmen.
  • Hoster die Server vom Netz nehmen.

Alle Maßnahmen wurden ohne eine vorherige Anhörung der Gegner angeordnet, um Ausweichmanöver der Seiten zu verhindern.

Antragsteller war ABS-CBD, das größte Medien- und Entertainmentunternehmen der Philippinen. Der Antragsteller musste 10.000 US$ zur Begleichung von evtl. Schäden wegen falscher Anschuldigungen hinterlegen.

http://servingnotice.com/abscbn2/009%20-%20TRO.PDF

https://torrentfreak.com/u-s-court-wants-search-engines-remove-pirate-sites-140818/

 

GB: Staatssekretär droht Suchmaschinen

Der britische Staatssekretär für Kultur, Sajid Javid, hat die Suchmaschinen Google, Microsoft and Yahoo verwarnt, endlich die Nutzer nicht mehr auf illegale Internetseiten weiterzuleiten.

Würde man dabei keinen wirklichen Fortschritt sehen, würde man sich um einen gesetzliche Regelung kümmern.

www.gov.uk/government/speeches/sajid-javids-speech-at-british-phonographic-industry-agm

Googles Panda Update schadet Ebay u.a.

Eine erste Untersuchung der Auswirkungen des aktuellen Panda-Updates durch Google deutet auf massive Verschiebungen hin.

Themenseiten der großen deutschen Zeitungen haben erheblich an Sichtbarkeit verloren. Die Springer-Tocher Idealo sinkt in ihrer Sichtbarkeit um 30 % und der Einbruch bei Ebay, kann sich der Analyst der Firma Sistrix nur noch durch manuelle Eingriffe erklären.

www.gruenderszene.de/allgemein/panda-update-auswirkungen

Google: So geht das Recht auf Vergessen

Ab sofort kann man auf einer Seite von Google die Löschung von Links beantragen. Dieses Verfahren wurde in Folge des EUGH-Urteils zu personenbezogenen Daten in Suchmaschinen eingeführt.

Jeder Löschungswunsch muss für jeden Link gesondert begründet werden. Um Missbrauch vorzubeugen muss eine Kopie des Ausweises hochgeladen werden.

https://support.google.com/legal/contact/lr_eudpa?product=websearch#

Nachtrag 2.6.2014:

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar weist darauf hin, dass eine automatisierte Speicherung des Personalausweises nicht erlaubt ist. www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschuetzer-kritisiert-Google-Verfahren-zum-Loeschen-von-Links-2211800.html

Suchmaschine für Drogen

Innerhalb des Tor-Netzwerks gibt es u.a. Angebote von Drogen, Hackerdiensten oder Auftragsmorden. Aufgrund der fehlenden Öffentlichkeit sind diese aber nur schwer zu finden. Für den Bereich Drogen soll sich dies nun ändern.

Die neue Suchmaschine Grams will nun zeigen, wo man wirklich Drogen erhält. Dazu müssen die Anbieter über eine Schnittstelle der Suchmaschine erlauben, die Angebote zu erfassen. Erste Angebote wurden veröffentlicht, weitere Angebote und ein Anzeigenmodell sollen hinzukommen.

www.zeit.de/digital/internet/2014-04/grams-suchmaschine-darknet-drogen

Frankreich: Provider müssen sperren, Suchmaschinen dürfen nicht mehr anzeigen

Das Pariser Tribunal de Grande Instance hat entschieden, dass mehrere Provider den Zugang zu dem gegen das Urheberrecht Netzwerk „Allostreaming“ sperren müssen. Zudem dürfen Suchmaschinen es nicht mehr anzeigen.
[Urteil 28.11.2013; 11/60013]

Aus Internetreport I / 2014 – April 2014

www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/sperren-und-verstecken-pariser-gericht-urteilt-gegen-illegale-streamingdienste-12691352.html
http://spielerecht.de/tgi-paris-franzosische-provider-und-suchmaschinen-mussen-urheberrechtsverletzende-seiten-sperren/