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OLG München: Eher kein Schadensersatz durch Sharehoster

In der Berufungsverfahren zum Urteil des LG München, in dem Uploaded zu Schadensersatz wegen fortwährender Urheberrechtsverletzungen verurteilt wurde, haben die Richter des OLG verkündet, dass sie nach bisherigem Stand der Verhandlung keinen Anspruch auf Schadensersatz sehen.
Ein Urteil ist erst in mehreren Wochen zu erwarten.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Oberlandesgericht-Sharehoster-nicht-schadenersatzpflichtig-3603154.html

Zur Vorinstanz, vgl.:
http://www.webschauder.de/landgericht-muenchen-verurteilt-uploaded-erneut-zu-schadensersatz/

Marken- und Internetpiraterie verursacht 83 Mrd. Schaden in der EU

Nach mehreren Studien im Auftrag der EUIPO (European Union Intellectual Property Office) kommt diese zu dem Ergebnis, dass Marken- und Produktpiraterie in der EU einen jährlichen Schaden in Höhe von 83. Mrd. Euro verursachen.
48 Mrd. sind direkte Umsatzverluste und weitere 35 Mrd. Schaden erfolgen als indirekte Effekte, meiste Schäden bei Lieferanten.
Zudem gehen jedes Jahr 790.000 Jobs verloren.
Allerdings umfasst die Untersuchung gar nicht alle betroffenen Märkte, sondern beschränkt sich auf: cosmetics and personal care; clothing, footwear and accessories; sports goods; toys and games; jewellery and watches; handbags; recorded music; spirits and wine; and pharmaceuticals.

https://euipo.europa.eu/ohimportal/de/web/observatory/news?p_p_id=csnews_WAR_csnewsportlet&p_p_lifecycle=0&p_p_state=normal&p_p_mode=view&p_p_col_id=column-1&p_p_col_count=2&journalId=3361118&journalRelatedId=manual/

Schäden durch Musikpiraterie

Eine neue Studie hat festgestellt, dass in 2014 der europäischen Musikwirtschaft durch Piraterie ein Schaden in Höhe 170 Mio. € entstanden ist.

Die überaus niedrige Schadeneinschätzung könnte darauf basieren, dass der Hauptansatzpunkt der Studie die Differenz zwischen Umsatzprognosen und den erzielten Umsätzen war. Da Piraterie aber schon „eingeplant“ ist, könnte nur ein Teil der Piraterie erfasst worden sein.

https://euipo.europa.eu/tunnel-web/secure/webdav/guest/document_library/observatory/resources/research-and-studies/ip_infringement/study7/Music_industry_en.pdf

 

US-Studie: Piraterieschäden überwiegen Werbeeffekt

Forscher der Carnegie Mellon University haben erstmalig die Schäden durch Piraterie mit den möglichen positiven Werbeeffekten verglichen. Untersucht wurden dazu 831 Filmen aus den Jahren 2006 bis 2013 mit ihrem US-Kinoumsatz.

Der Werbeffekt durch die illegale Verbreitung vor dem Kinostart trägt zu einer Umsatzsteigerung von 1,5% bei. Allerdings sind die negativen Effekte deutlich stärker. Im Ergebnis bleibt ein Umsatzverlust von 14 bis 15 % durch Piraterie.

Unter den 831 Filmen war kein einziger, der keinen Schaden durch Piraterie erlitten hätte.

http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2736946

Italien: Sperren für illegale Zeitungsangebote

In Italien wurden erstmals fünf Internetseiten, die illegal Zeitschriften und Zeitungen verbreiten, gesperrt.
Zudem wurden mehrere Betreiber solcher Angebote in Italien festgenommen.
Nach Angaben der Guardia di Finanza hatte eine Studie zur italienischen Zeitungskrise gezeigt, dass 2014 durch Piraterie täglich 400.000 Newsartikel weniger verkauft würden.

https://torrentfreak.com/copyright-infringing-news-sites-raided-and-shut-down-160129/

Niederlande: Filmproduzenten verlangen Schadensersatz vom Staat

Die Financial Times Niederlande berichtet, dass die niederländischen Filmproduzenten von der niederländischen Regierung Schadensersatz für die Verluste durch Piraterie verlangen. Auch wenn das Justizministerium eine entsprechende Forderung bereits abgelehnt hat, will man dennoch darauf bestehen.
Bei einem Gesamtmarktvolumen in Höhe von 500 Mio. € wird von einem Schaden in Höhe von 78 Mio. € ausgegangen.
Brisant wird die Forderung dadurch, dass die niederländische Regierung erst nach einem Urteil des EuGH aus  2014 die Straffreiheit für Downloads illegaler Inhalte beendete.

http://fd.nl/ondernemen/1119616/filmindustrie-broedt-op-weerwoord-tegen-piratensites

Niederländische Studie mit der Schadensberechnung:
http://otpnederland.nl/upload/pdf/3.%20Omdat%20het%20gratis%20is%20Consid%20CentERdat%20IViR%20small.pdf

Irland: Haft für Streaming-Betreiber

Für den Betrieb von mehreren rechtswidrigen Streaming-Webseiten wurde ein Mann aus Nordirland zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Durch Werbung auf diesen Seiten hat er rund 413.000 € eingenommen. Der verursachte Schaden beträgt aus Sicht der Ermittler 165 Millionen €.

www.gulli.com/news/26504-irland-vier-jahre-haft-fuer-den-betrieb-von-streaming-plattformen-2015-09-08

Spielfilme 2014: Wieder dominiert „illegal“ – 50 % des Angebots über eco-Mitglieder

Um die Verbreitung illegaler Filme über Share- und Videohoster abzuschätzen, wurde auch in diesem Jahr die Anzahl der Löschungen von Raubkopien bei Share- und Videohostern zusammengetragen.

Das Ergebnis ist eindeutig. Während die legalen Filmmärkte Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatten, stieg die Anzahl der Downloads und Streams um etwa 7 % auf 607 Mio. Stück.[i]

Nach Meldungen der Firmen CoPeerRight Agency Deutschland, FDS File Defense Service, Fifthfreedom und OpSec Security wurden in 2014 knapp über 3 Mio. Filme gelöscht. Spielfilme 2014: Wieder dominiert „illegal“ – 50 % des Angebots über eco-Mitglieder weiterlesen

Zu den Schäden durch Raubkopien vor Kinostart

Ein Team um den amerikanischen Prof. Michael D. Smith hat erforscht, welcher Schaden dadurch entsteht, dass Filme vor dem Kinostart bereits illegal im Netz zur Verfügung stehen. Ziel war es nur den Schaden durch die Veröffentlichung vor dem Kinostart zu erfassen. Welcher Umsatz ganz ohne Piraterie erzielt worden wäre, stand dabei nicht im Focus. Zu den Schäden durch Raubkopien vor Kinostart weiterlesen

Schäden durch Internet-Piraterie im Filmmarkt

Aus der vorliegenden Schätzung der 2013 über Share- und Videohoster illegal verbreiteten 569 Mio. Filme lässt sich auch der Schaden für die Filmwirtschaft ableiten.

Zur Methodik
Selbstverständlich wäre es nicht in jedem der 569 Mio. illegalen Nutzungsfälle zu einem rechtmäßigen Filmkauf gekommen, wenn kein illegales Downloadangebot bestanden hätte.
Wie viele Filme tatsächlich legal erworben worden wären, wird durch eine Substitutionsrate ausgedrückt. Schäden durch Internet-Piraterie im Filmmarkt weiterlesen