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USA: Reiche eBook-Piraten

Eine Online-Umfrage der Marktforscher von Nielsen in den USA zeigt:

42 Prozent der Befragten haben sich in den vergangenen 12 Monaten mindestens ein eBook gekauft.

22 Prozent haben sich in den letzten 12 Monaten mindestens ein eBook illegal besorgt.

Von diesen sind:

  • 66 Prozent sind männlich.
  • 88 Prozent sind zwischen 18 und 34 Jahre alt.
  • 72 Prozent haben mindestens einen College-Abschluss.
  • 36 Prozent verdienen zwischen 60.000 und 99.000 US-Dollar im Jahr. Weitere 29 Prozent sogar über 100.000 US-Dollar/Jahr.

Der Schaden durch die illegalen Downloads wird auf 315 Millionen US-Dollar geschätzt.

https://www.digimarc.com/resources/ebook-piracy-study

36 % nutzen illegales Online-Glücksspiel

Nach einer aktuellen Befragung der Smartcon GmbH haben 36 % der Befragten (nicht reräsentativ) in den letzten 12 Monaten online um Geld gespielt, entweder Poker, Black Jack, Baccara, Roulette oder Automatenspiele.
Nur 5 – 7 % sind sich bewusst, dass die Teilnahme am Online-Glücksspiel um Geld überwiegend verboten ist.
Durchschnittlich wurden 18,42 € pro Spielsession „investiert“.

http://www.loewen-gruppe.de/fileadmin/user_upload/Pressemitteilungen/smc_loe_GlueSpieBa_Onlinegaming__02_03_2017_.pdf

Frankreich: Neue Zahlen zur Piraterie

Nach einer Studie der Beratungsfirma EY Consultancy nutzten 2016 rund 13 Millionen französische Internetnutzer illegal urheberrechtlich geschützten Content im Internet. Das sind rund 27 Prozent aller Nutzer.
Die Anzahl der Nutzer entspricht in etwa der des Vorjahres.
Die steigende Anzahl legaler Alternativen scheint somit keinen Einfluss auf die Menge der Piraterienutzer zu haben.

8,4 Millionen Personen nutzten direkte Downloads, 6,8 Millionen illegale Streaming-Angebote und 4,1 Millionen Tauschbörsen (P2P).

Der Schaden durch illegale Downloads und TV-Piraterie lag 2016 bei 1,35 Milliarden Euro. Am stärksten betroffen waren die DVD-, die Video-on-Demand- und die Pay-TV-Branche.

http://www.kontakter.de/internationale_news/27_prozent_der_franzoesischen_onliner_nutzen_illegalen_content

http://www.ey.com/fr/fr/newsroom/news-releases/ey-communique-de-presse-piratage-de-contenus-audiovisuels

Datenbankauszug ermöglicht Einsicht in einen Pirateriehoster

Tarnkappe berichtet über eine anonym zugespielten Datenbank des Share- und Videohosters HDStream.to:

Von fast 50.000 Kunden liegen die E-Mail-Adressen vor. 50% der Kunden sind deutschsprachig, 40% englischsprachig, keineswegs alle zahlen für die Nutzung.

Während die Umsatzangaben nicht eindeutig sind – der Gastautor vermutet 120.000 € seit 2014 – wurden nur 1.300 € an vier Uploader ausgezahlt. Wer die anderen Uploads getätigt hat bleibt offen. Man hat auch Inhalte gefunden, die aus Tauschbörsen stammen.
Die Datenbank gibt zudem Auskunft über die angebotenen Inhalte die bei HDStream lagern. Neben Filmen, 100.000 Musiktiteln auch 1.000 Titel mit in Deutschland verbotener Pornografie (Zoophilie).

Zudem liegt der E-Mailverkehr vor. Darunter Löschbegehren einer Pornodarstellerin, welche sich aber als nicht nachhaltig erwiesen haben. Ihre Produkte sind immer noch bei HDStream zu finden. In einer anonymen Mail werden Dienste zur Verschleierung der Geschäftsinhaber angepriesen. Andere versuchen Werbedeals zu vereinbaren, so zum Beispiel das Werbenetzwerk wwwpromotor, die sich zudem einer Zusammenarbeit mit anderen Piraterieseiten rühmen.

https://tarnkappe.info/inside-hdstream-to-no-copyright-rocks/

Großbritannien: Neue Zahlen zur illegalen Nutzung

Das britische Intellectual Property Office (IPO) hat eine neue Studie vorgelegt, aus der einige Kennziffern zur Nutzung illegaler Inhalte zu entnehmen sind. Aus der Zusammenfassung:

  • 15% der UK-Internetnutzer ab 12 Jahren haben in den Monaten März bis Mai mindestens einen Artikel illegal bezogen. Wenn man nur die Internet-Nutzer berücksichtigt, die auch Medieninhalte beziehen, haben sogar 25 % mindestens einen Artikel illegal bezogen.
  • 5% aller Internetnutzer, beziehen Medieninhalte nur aus illegalen Quellen.
  • In den drei Monaten wurden 78 Millionen Music Tracks illegal bezogen.
  • Hauptgrund für den Bezug illegaler Inhalte: kostenlos (49%); gefolgt von bequem (45%) und schnell (42%).

“Online Copyright Infringement Tracker – Latest wave of research Mar 16 – May 16 – Overview and key findings” von Kantar Media im Auftrag des Intellectual Property Office
https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/534571/OCI-tracker-6th-wave-March-May-2016.pdf

Mega Transparency Report: Löschzeiten / Maßnahmen

Im aktuellen Transparenzbericht des Hoster Mega (mega.co.nz) finden sich einige interessante Angaben zum Umgang des Hosters mit urheberrechtsverletzenden Inhalten.

Mega behauptet maximal 4 Stunden nach dem Erhalt eines Hinweises zu löschen. In der Regel sei man aber noch schneller. Zum Vergleich: Google löscht durchschnittlich binnen 6 Stunden.

Mega hat 29.213 Kunden gesperrt, zu deren Dateien Mega mindestens 5 Löschaufforderungen erhalten hat. Was mit den restlichen Dateien dieser Nutzer geschieht, wird nicht berichtet. Mega Transparency Report: Löschzeiten / Maßnahmen weiterlesen

Kinderalltag: Smartphone und Internet

Laut einer aktuellen BITKOM-Umfrage sind mit 10 Jahren fast alle Kinder online, mit 12 Jahren haben sie ein eigenes Smartphone in der Tasche und mit 14 Jahren sind die meisten Jugendlichen in sozialen Netzwerken unterwegs.

Die Online-Zeit beträgt im Alter von 10 und 11 Jahren 22 Minuten pro Tag und mit 12 und13 Jahren bereits 59 Minuten. Bei älteren Jugendlichen (16-18 Jahre) sind es fast 2 Stunden täglich. Diese gehen zu 89 % (auch) mit dem Smartphone ins Netz.

www.bitkom.org/de/presse/8477_79221.aspx

Vertrauen ist gut? Kontrolle ist besser!

Die Studie „Digital Deceptions 2013“ zeigt eine deutliche Diskrepanz zwischen den Online-Aktivitäten von Teenagern und dem „guten Glauben“ ihrer Eltern.
Auch in Deutschland greifen demnach viele Jugendliche auf unangemessene Inhalte zu, obwohl 71 % das Vertrauen der Eltern genießen, die glauben, der Nachwuchs werde schon „das Richtige“ tun. Dieselbe Prozentzahl an Teenagern wiederum denkt, Eltern sei es vollkommen egal, was ihre Kinder online tun. Vertrauen ist gut? Kontrolle ist besser! weiterlesen