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USA: Diskussion zum Urheberrecht im Netz

In den USA gibt es eine neue Debatte um die Haftungsprivilegien der Internetwirtschaft. Insbesondere die Notice and Takedown Bestimmungen des DMCA stehen in der Kritik, da sie das massive Angebot illegaler Inhalte nicht verhindern.

www.heise.de/newsticker/meldung/US-Musikindustrie-verlangt-lautstark-schaerfere-Copyright-Regeln-3161949.html

https://torrentfreak.com/music-industry-u-s-copyright-law-is-obsolete-and-harmful-160401/

Periscope: Fragwürdige Transparenz

Twitter hat veröffentlicht, dass bei seiner Livestreaming-App Periscope im zweiten Quartal 1.391 Löschanträge wegen Urheberrechtsverstoß eingingen. 71% davon wurden befolgt.

Da ein nicht unwesentlicher Teil der Anträge sich auf aktuelle Sportinhalte bezogen habe dürfte, wäre die Löschdauer eine weitere wichtige Angabe (100% Löschung zum Ende des Spiels bringt nichts). Diese fehlt aber.

https://transparency.twitter.com/copyright-notices/2015/jan-jun

Mega Transparency Report: Löschzeiten / Maßnahmen

Im aktuellen Transparenzbericht des Hoster Mega (mega.co.nz) finden sich einige interessante Angaben zum Umgang des Hosters mit urheberrechtsverletzenden Inhalten.

Mega behauptet maximal 4 Stunden nach dem Erhalt eines Hinweises zu löschen. In der Regel sei man aber noch schneller. Zum Vergleich: Google löscht durchschnittlich binnen 6 Stunden.

Mega hat 29.213 Kunden gesperrt, zu deren Dateien Mega mindestens 5 Löschaufforderungen erhalten hat. Was mit den restlichen Dateien dieser Nutzer geschieht, wird nicht berichtet. Mega Transparency Report: Löschzeiten / Maßnahmen weiterlesen

Jugendschutz.net: Jahresbericht 2104

Jugenschutz.net hat einen auch in diesem Jahr überaus lesenswerten Jahresbericht veröffentlicht, aus dem wir eine kleine Auswahl vorstellen und kommentieren:

  • Allein bei Instagram fand jugendschutz.net unter dem Hashtag #anabuddy mehr als 90.000 Beiträge, über die Hungerpartner gesucht wurden.
  • WhatsApp: Viele User stellen ihre ID öffentlich ins Social Web und schaffen damit ein Einfallstor für Belästigungen, Spam oder Nachrichten mit schockierenden Inhalten. Nicht selten fand jugendschutz.net freizügige Fotos, die vermeintlich privat an WhatsApp Kontakte versendet wurden, auf zwielichtigen Seiten im Social Web wieder.

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345 Mio. Löschungen bei Google – nur die Spitze des Eisbergs

Laut Berechnungen von torrentfreak hat Google 2014 insgesamt 345 Millionen Links zu urheberrechtlich geschützten Inhalten aus den Suchergebnissen gelöscht, eine Steigerung von 75 % zum Vorjahr.

Die meisten Löschungen erfolgten bei den Filehostern 4shared.com, rapidgator.net und uploaded.net, jeweils über fünf Millionen Links. 345 Mio. Löschungen bei Google – nur die Spitze des Eisbergs weiterlesen

Löschung von Kinderpornographie erlaubt keine Bewertung

In der aktuellen Unterrichtung durch die Bundesregierung über die im Jahr 2013 ergriffenen Maßnahmen zur Löschung von Telemedienangeboten mit kinderpornografischem Inhalt wird deutlich, dass gemeldete Inhalte im Inland zu 100% binnen 2 Wochen und im Ausland (bereinigt) zu 94 % binnen 4 Wochen gelöscht werden.

Zudem ist erstmals ein Rückgang der bearbeiteten Fälle zu verzeichnen (3.504 URL in 2013 zu 4.127 URL im Vorjahr). Ob man daraus wie von Netzpolitik.org propagiert „Löschen statt Sperren funktioniert!“ machen darf, bleibt aber ungeklärt. Löschung von Kinderpornographie erlaubt keine Bewertung weiterlesen

Google: 28 Mio. Löschanfragen im letzten Monat

Laut Google wurden im letzten Monat für 27.938.858 URLs die Löschung aus dem Suchindex beantragt, da die Seiten urheberrechtsverletzende Inhalte enthielten.
Darunter mit jeweils über eine Million Anfragen 4shared.com (1.480.862) und dilandau.eu (1.476.805). Diese hohen Fallzahlen dürften auch daran liegen, dass Google ein Downranking der illegalen Seiten bestenfalls halbherzig vornimmt. Google: 28 Mio. Löschanfragen im letzten Monat weiterlesen