Schlagwort-Archive: Kinderpornographie

Massenaktion gegen Nutzer eines Kinderpornonetzwerks

Internationale Ermittler haben 900 Nutzer des ehemaligen Kinderporno-Netzwerks Playpen im Darknet festgenommen. 368 der 870 Festgenommenen kommen aus Europa. Die bislang geheim gehaltene Polizeioperation dauerte mehr als zwei Jahre. Die drei Hauptverantwortlichen der Seite wurden bereits im April in den USA zu 20 bzw. 30 Jahren Haft verurteilt.

https://www.europol.europa.eu/newsroom/news/major-online-child-sexual-abuse-operation-leads-to-368-arrests-in-europe

Polizei zerschlägt WhatsApp Pädophilen-Netzwerk

Europol und die spanische Polizei haben einen mutmaßlichen Pädophilenring zerschlagen, indem kinderpornographische Inhalte über WhatsApp verbreitet wurden. Die Polizei nahm 39 Verdächtige fest. Darunter 17 in Spanien und zwei in Deutschland.

http://www.swr.de/swraktuell/kinderpornografie-via-whatsapp-polizei-zerschlaegt-grosses-paedophilen-netzwerk/-/id=396/did=19391970/nid=396/8hsmlq/

Mehr Kinderpornografie auf europäischen Servern

Nach einer Studie der Internet Watch Foundation (IWF) finden sich rund sechzig Prozent der kinderpornografischen Inhalte auf europäischen Servern und somit 20 % mehr als im Vorjahr. Dabei sollen sich innerhalb Europas die meisten kinderpornografischen Inhalte auf Servern in den Niederlanden befinden.
Der IWF vermutet, dass eine engere Kooperation zwischen US-Providern und dortigen Behörden für einen deutlichen Rückgang in den USA und in Kanada geführt hat.

http://derstandard.at/2000055291434/Studie-Server-in-Europa-ploetzlich-zentral-fuer-Kinderpornografie

ECO dokumentiert Löschversagen

Der Verband der Internetwirtschaft, Eco, glaubt immer noch an die Ideologie „Löschen statt Sperren“.
Obwohl die Löschung bei 22 % aller Fälle versagt, behauptet Eco im Jahresbericht der Beschwerdestelle: „Die Selbstregulierungsmechanismen der Internetwirtschaft zur Bekämpfung unerwünschter und rechtswidriger Inhalte im Internet funktionieren auf nationaler und internationaler Ebene sehr gut.“

Noch katastrophaler sind die Ergebnisse, wenn man Löschzeiten berücksichtigt. Über 30 Prozent aller deutschen Fälle von Kinderpornographie werden nicht binnen 2 Tagen gelöscht. Bei Fällen von Kinderpornographie im Ausland werden über 25 Prozent nicht binnen einer Woche gelöscht.

https://www.eco.de/wp-content/blogs.dir/20170228_jahresbericht_beschwerdestelle_deutsche-version_fin.pdf

Usenet inzwischen wichtig(st)er Verbreitungsweg für Kinderpornographie

Nach einem Bericht von eco ist die Anzahl der Meldungen von Kinder- und Jugendpornographie stark gestiegen. Im ersten Halbjahr 2016 gab es mit 27.604 Meldungen fast so viele Meldungen wie im Jahr 2015 (30.433). (In den Meldungen sind auch 3 % Posingdarstellungen.)
Diese Inhalte machen mit einem Anteil von 75% auch den Großteil aller berechtigten Beschwerden aus (Vorjahr 87%).

Dabei wird deutlich, dass das Usenet inzwischen zu dem Verbreitungsweg geworden ist, bei die meisten Beschwerden erfolgen. 94,8 % der Meldungen beziehen sich auf das Usenet (Vorjahr 93,6%). Zweitwichtigster Verbreitungsweg sind Internetseiten (www) mit 3,8% der Meldungen (Vorjahr 5,6 %).

Schweiz: Erste Provider versprechen Kinderpornographie zu sperren – freiwillig!

Asut, der führende Verband der Telekommunikationsbranche in der Schweiz, hat eine neue Brancheninitiative Jugendmedienschutz
vorgestellt, der sich inzwischen vier Provider angeschlossen haben, nämlich Salt, Sunrise, Swisscom und UPC.

Im Rahmen der Maßnahmen, die bis Ende des Jahres umgesetzt sein sollen, befindet sich auch das Versprechen, in Zusammenarbeit mit Kobik den Zugang zu Kinderpornografie zu sperren.

Kobik ist die Schweizerische Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität, die bei der Bundeskriminalpolizei (BKP) angegliedert ist.

https://asut.ch/asut/media/20160610_mm_brancheninitiative_jugendmedienschutz.pdf?id=234&type=document

Frankreich: Gesetz ermöglicht weitere Internetsperren

Ab sofort können französischen Behörden Internetseiten mit terroristischen oder kinderpornografischen Inhalte sperren lassen. Die Provider müssen die Sperre 24 Stunden nach der Aufforderung durch die Bundespolizei umsetzen. Die gesperrten Seiten sollen quartalsweise kontrolliert werden, um festzustellen, ob die Sperre weiterhin nötig ist.

www.legifrance.gouv.fr/eli/decret/2015/2/5/INTX1502813D/jo/texte

www.golem.de/news/frankreich-internetsperren-auch-fuer-terroristische-inhalte-1502-112235.html