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Illegale Usenetangebote: Generalstaatsanwaltschaft Dresden und GVU erfolgreich

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden – Zentralstelle Cybercrime Sachsen (ZCS) – und das Landeskriminalamt Sachsen – Sächsisches Cybercrime Competence Center (SN4C) haben am 8. November 2017 im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen gewerbsmäßiger unerlaubter Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken die Wohn- und Geschäftsräume von 26 Beschuldigten sowie Rechenzentren in Deutschland, Spanien, Niederlande, San Marino und der Schweiz sowie in Kanada durchsucht. An den Maßnahmen waren insgesamt 182 Einsatzkräfte beteiligt. Die Einsatzkräfte wurden durch Kollegen aus den jeweiligen Staaten unterstützt. Die Koordinierung des Einsatzes in den sechs Staaten erfolgte mit Unterstützung von Eurojust. Illegale Usenetangebote: Generalstaatsanwaltschaft Dresden und GVU erfolgreich weiterlesen

Polizei nimmt das illegale E-Book-Portal lul.to vom Netz

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern und das sächsische CyberCrimeCompetenceCenter haben die Domain www.LuL.to übernommen und gesperrt.

LuL.to“ war ein großes illegales Online-Portal für E-Books, Hörbücher sowie Zeitungen und Zeitschriften, die dort für wenige Cent an mehr als 30.000 Kunden verkauft wurden.

Das Angebot auf der Internetseite www.LuL.to umfasste mehr als 200.000 Titel, darunter alleine ca. 160.000 deutschsprachige E-Books und 28.000 Hörbücher.

Gegen drei Beschuldigte konnten Haftbefehle vollzogen werden. Sie befinden sich in Untersuchungshaft. Sichergestellt wurden u.a. 24 Bitcoins (ca. 55.000 Euro), rund 100.000 Euro Bankguthaben, ca. 10.000 Euro Bargeld sowie ein hochwertiges Motorrad. Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.

Die GVU hatte im Februar 2015 gegen die Betreiber dieses Portals Strafantrag gestellt und das Verfahren unterstützt.

https://www.justiz.bayern.de/sta/staolg/ba/presse/archiv/2017/05808/index.php

http://www.gvu.de/breaking-news-lul-to-ist-down/3531

Wenn Janus der zweite Vorname ist

Donald Trumps US Wahlsieg im Jahr 2016 geschah mit reichlich Getöse. Zu den lautesten Geräuschemachern gehörte das Portal Breitbart, dessen Chef Bannon mittlerweile einflussreicher Berater des amerikanischen Präsidenten geworden ist. Nicht jedem schmeckte der rechte Meinungsbrei von Breitbart. Allen voran entschied sich der Frühstücksflocken Hersteller Kellogg’s dazu, seine Werbung von der Breitbart Seite zu entfernen. Das brachte dem Unternehmen den Zorn der Breitbart Verantwortlichen ein, die ihrerseits zum Boykott von Kellogg’s aufriefen. Mittlerweile sollen es einige Hundert Unternehmen sein, die die eigene Werbung nicht auf der Breitbart Seite sehen wollen. Die Aktion schwappte natürlich auch nach Deutschland über, wo der Werbefachmann Gerald Hensel über seinen mittlerweile nicht mehr erreichbaren Blog Davaidavai zu einem ähnlichen Boykott aufrief und verschiedene in erster Linie rechte Blogs und Seiten nannte, die er gern vom Geldfluss durch Werbungabschneiden möchte. Die Werber sorgen sich also.

Zweierlei Maß
Offenbar messen die Werber und die Werbenden aber mit unterschiedlichen Maß. Denn an anderer Stelle stört es sie ganz und gar nicht, dass Werbebanner auf dubiosen oder eindeutig rechtsverletzenden Seiten erscheinen. Kaum ein illegales Filmportal auf denen einem Betrachter nicht nur Spielcasinos, Wettanbieter oder auch Browsergames deutscher Anbieter wie Innogames, Upjers, Gameforge, Goodgame Studios (allesamt Mitglieder des Verbandes BIU) entgegenlachen sondern auch Markenwerbung. Wenn Janus der zweite Vorname ist weiterlesen