Schlagwort-Archive: Großbritannien

Großbritannien: YouTube-Boykott

Unter dem Titel „Taxpayers are funding extremism“ hat die Times aufgezeigt, dass Werbung seriöser Institutionen und Unternehmen auf extremistischen Botschaften bei YouTube erscheint. Diese können durch YouTubes Werbevermittlung bis zu sechsstellige Geldbeträge erwirtschaften.
Verschiedene britische Konzerne und die britische Regierung schalten dort vorerst keine Werbung mehr.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Onlinewerbung-neben-extremistischen-Videos-Britische-Werber-boykottieren-Youtube-3659238.html

http://www.thetimes.co.uk/article/taxpayers-fund-extremism-csdn0npsf

Großbritannien: Gericht ermöglicht sperren von Live-Streams

Die britische Premiere League hat ein Urteil erzielt, nachdem auch illegale Streams gesperrt werden können die an Kodi-Boxen oder ähnliche Geräte ausgeliefert werden. Damit können anscheinend ganze Streamingserver gesperrt werden und zwar auf Zuruf und ohne eine weitere Gerichtsentscheidung.
An der endgültigen Formulierung der bis zum Ende der Fußballsaison gültigen gerichtlichen Verfügung haben sich wohl auch einige der ISPs beteiligt.
Es ist zudem deutlich geworden, das zu Zeiten der aktuellen Spiele diese Server einen nicht unerheblichen Teil der Datenlast im Netz ausmachen.

https://torrentfreak.com/new-uk-kodi-piracy-blocking-injunction-is-a-pretty-scary-beast-170314/

Großbritannien: TalkTalk greift durch

Der britische Provider TalkTalk hat verdeutlicht, welche technischen Möglichkeiten ein Provider hat. Nach gehäuften Vorfällen, bei denen sich Betrüger etwa als Mitarbeiter von Microsoft ausgaben und Zugriff auf Rechner per Teamviewer oder anderen Programmen erhielten, wurde u.a. das Fernwartungstool Teamviewer im Netz blockiert. Inzwischen arbeitet man mit Teamviewer an zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Gegen-Phishing-Britischer-Provider-sperrt-TeamViewer-3648792.html

Großbritannien: Top-Firmen werben weniger auf illegalen Seiten

Die britische Polizeieinheit PIPCU (The City of London Police’s Intellectual Property Crime Unit) berichtet über eine Studie von whiteBULLET, nach der es einen 64prozentigen Rückgang bei Anzeigen auf illegalen Internetseiten gab. Allerdings bezieht sich dieser Rückgang nur auf „advertising from the UK’s top ad spending companies”.
Damit ist weder klar auf welche Unternehmen sich die Angabe bezieht, noch ob es für die Seiten tatsächliche einen Rückgang von Anzeigen gegeben hat.

https://www.cityoflondon.police.uk/advice-and-support/fraud-and-economic-crime/pipcu/pipcu-news/Pages/Operation-Creative-sees-64-per-cent-drop-in-UK-advertising-.aspx

Russland plant Einschränkungen der Suchergebnisse

Während der britische Gesetzgeber damit zufrieden ist, dass Google und Bing Links zu (höchstwahrscheinlich) rechtsverletzenden Inhalten nicht mehr auf der ersten Seite darstellen wollen, plant Russland ein neues Gesetz, nachdem Seiten die Rechtsverletzungen nicht löschen gar nicht mehr von Suchmaschinen aufgelistet werden dürfen.

https://torrentfreak.com/russia-drafts-legislation-remove-pirate-sites-search-engines-170226/

GB: Vorerst läppische Selbstverpflichtung statt Gesetz

Um eine gesetzliche Regelung zu vermeiden, wollen Google und Microsoft in Zukunft die Angabe von Suchergebnissen etwas verändern. Suchergebnisse zu Seiten, die öfter Urheberrechtsverletzungen verbreiten, sollen nicht mehr auf der ersten Seite der Suchergebnisse angezeigt werden.

Die Verpflichtung gilt nur für Großbritannien und wohl nur für die übliche Suche bei der die ersten 10 Suchergebnisse auf der ersten Seite angezeigt werden.
Zudem wird das Auto-Vervollständigung eingeschränkt.

Das Intellectual Property Office (IPO) soll im Sommer die Ergebnisse der Maßnahmen bewerten. Dann soll entschieden werden, ob es doch eine gesetzliche Regelung geben wird.
Rechteinhaber scheinen an der Verpflichtung beteilgt gewesen zu sein.

http://www.telegraph.co.uk/technology/2017/02/20/google-microsoft-agree-anti-piracy-code-crackdown-illegal-downloads/

Ransomware: Oft Lösegeld ohne Grund

Im Rahmen einer britischen Studie wurde festgestellt, dass viele Firmen bei Ransomware Lösegeld für Daten bezahlen, die gar nicht verschlüsselt sind.
Laut der Studie sind bereits 39 Prozent der Unternehmen Opfer von Fake- bzw. Bluff-Ransomware geworden. 61 Prozent der Opfer von Fake-Ransomware haben bezahlt, obwohl dies nicht nötig gewesen wäre, da bei Fake-Ransomware die Daten nicht verschlüsselt werden.
Bei Fake-Ransomware werden Dateien auf andere Art und Weise „unsichtbar“, z.B. durch Änderungen von Dateiendungen oder Laufwerknamen. Manchmal wird auch bloß das Windows-Hintergrundbild geändert, um die Erpresserbotschaft anzuzeigen.

Das durchschnittlich bezahlte Lösegeld betrug 13.412,29 britische Pfund (15.754,09 Euro).

https://futurezone.at/digital-life/ransomware-firmen-zahlen-obwohl-daten-nicht-verschluesselt-sind/243.041.130

Großbritannien: Polizeibesuch wegen Werbung auf illegalen Seiten

Die britische Polizeieinheit PIPCU erstellt eine Liste mit Seiten auf denen wegen massiver Urheberrechtsverletzungen nicht geworben werden soll. Leider wird die Liste nicht von allen Marktteilnehmern genutzt. Deshalb hat die PIPCU acht Unternehmen, die dennoch auf diesen illegalen Seiten geworben haben, besucht. Namen wurde keine genannt.

https://torrentfreak.com/advertisers-promise-boycott-pirate-sites-police-visit-170113/

Großbritannien: Warnsystem startet in Kürze

Die ISPreview hat veröffentlicht, dass in diesem Monat die größten Provider starten, Warnhinweise an Kunden zu versenden, die im Verdachts stehen online Urheberrechte zu verletzen. Von Anfang an dabei sind BT, Virgin Media, TalkTalk und Sky Broadband; weitere dürften folgen.

Zum Start sollen nur Hinweise über den Sachverhalt und mögliche legale Alternativen an diejenigen versendet werden, deren IP-Adresse beim „Tausch“ in P2P-Netzwerken gefunden wird.
Diese Recherche der Uploader obliegt den Rechteinhabern, die diese Daten an die ISPs weitergeben, von dort aber keine Informationen über die erwischten Kunden erhalten.

Über die Kosten des Systems liegen keine Informationen vor.
Nach Angaben von Torrentfreak sind 2,5 Mio. Warnhinweise geplant, womit schon klar sei, dass nur ein Teil der Nutzer überhaupt einen Hinweis erhält.

Der BBC hat einen Entwurf veröffentlicht, der zeigt wie zurückhalten die Warnung erfolgt:
“Sample Piracy “Alert” Email / Letter
Get It Right from a Genuine Site’ has got in touch with us.
Get it Right is a government-backed campaign acting for copyright owners who think their content’s been shared without their permission.
It looks like someone has been using your broadband to share copyrighted material (that means things like music, films, sport or books).
And as your broadband provider, we have to let you know when this happens.
[List of the content in question]
[Further guidance on how to stop the activity]”

http://www.ispreview.co.uk/index.php/2017/01/big-uk-isps-send-first-internet-piracy-warning-letters-month.html

https://torrentfreak.com/uk-piracy-warnings-coming-month-heres-works-170111/