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Nun auch Google-Boykott in den USA

Der Streit um Werbung auf extremistischen YouTube-Videos hat nun auch dazu geführt, dass in den USA erste Unternehmen Google boykottieren. Nach Angaben von USA Today gilt dies u.a. für AT&T, Verizon sowie Johnson & Johnson.

Googles halbherzige Maßnahmen und Versprechen scheinen zumindest bis jetzt noch nicht zu greifen.

http://www.usatoday.com/story/tech/news/2017/03/22/att-pulls-google-youtube-ads-over-offensive-content/99497194/

https://www.golem.de/news/neue-richtlinien-google-will-werber-besser-vor-hass-webseiten-schuetzen-1703-126856.html

Verbändebrief: Google Bildersuche verletzt Urheberrechte

In einem offenen Brief an Google Germany kritisieren neun Verbände aus dem Bildbereich die Verletzung von Interessen und Rechten von Fotografen, Bildagenturen, Illustratoren und Grafikern durch die neue Google Bildersuche.

Anders als bislang erscheint jetzt nach dem Anklicken eines Vorschaubildes in der Rasteransicht das Bild in Originalgröße (Blow-Up) ohne Kontext der Webseite aber mit vermeintlich ähnlichen Bildern, ohne Urhebervermerk, dafür aber mit einem Button „Teilen“ in Facebook, Twitter, Google+ und zum E-Mail-Versand. Das Bild in Originalgröße darzustellen und es dazu in den Quellcode der Seite einzubinden ist eine unzulässige Vervielfältigung und Online-Zugänglichmachung. Durch die Anzeige der Bildsuchergebnisse in Originalgröße wird der Besuch auf der Ursprungswebseite ersetzt. Google wird so selbst zum Content-Anbieter, der ein suchwortgeneriertes Bilderalbum zum Durchblättern bereitstellt. Die „Teilen“-Funktion ist ebenfalls nicht notwendiger Bestandteil der Suchergebnisanzeige und damit auch nicht von einer faktischen Einwilligung gedeckt.

Die neun Verbände fordern Google Germany auf, zu einer rechtskonformen Suchanzeige von Bildern zurückzukehren und insbesondere die Blow-Up- und „Teilen“-Funktion zu entfernen.

Die unterzeichnenden Verbände sind: Bundesverband professioneller Bildanbieter (BVPA), Deutscher Journalisten-Verband (DJV), dju in ver.di, Center of Picture Industry (CEPIC), Illustratoren Organisation e.V., Professional Image Creators (pic), AGD (Allianz deutscher Designer), Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. (BFF) und der Centralverband Deutscher Berufsfotografen – Bundesinnungsverband.

https://www.djv.de/startseite/profil/der-djv/pressebereich-download/pressemitteilungen/detail/article/offener-brief-von-neun-verbaenden.html

Russland plant Einschränkungen der Suchergebnisse

Während der britische Gesetzgeber damit zufrieden ist, dass Google und Bing Links zu (höchstwahrscheinlich) rechtsverletzenden Inhalten nicht mehr auf der ersten Seite darstellen wollen, plant Russland ein neues Gesetz, nachdem Seiten die Rechtsverletzungen nicht löschen gar nicht mehr von Suchmaschinen aufgelistet werden dürfen.

https://torrentfreak.com/russia-drafts-legislation-remove-pirate-sites-search-engines-170226/

GB: Vorerst läppische Selbstverpflichtung statt Gesetz

Um eine gesetzliche Regelung zu vermeiden, wollen Google und Microsoft in Zukunft die Angabe von Suchergebnissen etwas verändern. Suchergebnisse zu Seiten, die öfter Urheberrechtsverletzungen verbreiten, sollen nicht mehr auf der ersten Seite der Suchergebnisse angezeigt werden.

Die Verpflichtung gilt nur für Großbritannien und wohl nur für die übliche Suche bei der die ersten 10 Suchergebnisse auf der ersten Seite angezeigt werden.
Zudem wird das Auto-Vervollständigung eingeschränkt.

Das Intellectual Property Office (IPO) soll im Sommer die Ergebnisse der Maßnahmen bewerten. Dann soll entschieden werden, ob es doch eine gesetzliche Regelung geben wird.
Rechteinhaber scheinen an der Verpflichtung beteilgt gewesen zu sein.

http://www.telegraph.co.uk/technology/2017/02/20/google-microsoft-agree-anti-piracy-code-crackdown-illegal-downloads/

Googles führende Rolle als Pirateriehoster

In einem Bericht von TorrentFreak wird verdeutlich, wie sich Google, neben direkt auf YouTube abspielbaren Raubkopien,  immer stärker in die Verbreitung von Raubkopien einbinden lässt.
Dazu laden die „Nutzer“ die Raubkopie als privates Video auf YouTube und nutzen dann den entsprechenden Link auf einer Streamingseite auf welcher der Film dann als eingebettetes Video abspielbar ist.
Im Ergebnis sind die Filme nicht auf YouTube zu finden, werden aber von dort abgespielt. Möglich ist dies, weil Google die eigene Schutzmaßnahme, die Content-ID, nicht bei „privaten“ Videos nutzt.
Der Mechanismus wird inzwischen auch von Pornografieanbietern genutzt, obwohl YouTube ansonsten sehr rigide gegen Pornografie vorgeht.
TorrentFreak hat Google bereits vor mehreren Wochen darauf angesprochen, getan hat sich nichts, es gab nicht einmal ein offizielles Statement.
Nach Meinung von TorrentFreak is Google “ also becoming a primary source for pirate streaming sites, generating millions of views per day”.

https://torrentfreak.com/porn-pirate-sites-use-backdoor-to-host-videos-on-youtube-170114/

In Deutschland hatte u.a. FDS bereits mehrfach auf die Rolle von Google als Pirateriehoster hingewiesen:
http://www.webschauder.de/google-beliefert-raubkopieportale/

OLG Karlsruhe: Google muss nur konkrete Links sperren

Das OLG Karlsruhe hat entschieden, dass ein Suchmaschinenbetreiber, in diesem Fall Google, nur bei konkreten Hinweisen auf die Verlinkung von Verletzungen des Persönlichkeitsrechtes reagieren muss. Wenn diese Links gesperrt würden, hätte Google seine Pflichten erfüllt.
Wenn diese Beiträge dann auf eine andere Seite derselben Internetplattform verschoben würden, müssen Sie erneut gemeldet werden. Google muss dies nicht von sich aus prüfen.
Die Revision wurde nicht zugelassen. Damit können die Kläger lediglich noch Nichtzulassungsbeschwerde zum Bundesgerichtshof einlegen.
[OLG Karlsruhe, 14.12.2016, 6 U 2/15]

http://rsw.beck.de/aktuell/meldung/olg-karlsruhe-klage-gegen-google-wegen-verlinkung-angeblich-persoenlichkeitsrechtsverletzender-beitraege-erfolglos

Google bestätigt: Fast 1 Milliarde Urheberrechtsverletzungen verlinkt

Nach Angaben des Transparenzberichtes von Google wurde in den vergangenen 12 Monaten rund 914 Millionen URLs wegen Copyright-Verstößen aus dem Google-Index gelöscht. Im Vorjahr waren es noch 558 Mio. Links. Die von den Rechteinhabern gemeldeten Verstöße bezogen sich auf 351.000 verschiedenen Websites.
Zu der Milliarde Verlinkungen kommen natürlich noch die Links zu Urheberrechtsverletzungen, bei denen sich der Rechteinhaber nicht die Mühe macht, diese bei Google zu finden

https://futurezone.at/digital-life/google-hat-2016-fast-eine-milliarde-piraterie-links-geloescht/238.683.652

Google: Sperren von Piraterieseiten (wegen möglicher Beschädigung des Browser-Erlebnisses)

Nach Angaben von Torrentfreak sperrt Google demnächst Piraterieseiten über 30 Tage. Grund dafür sind nicht die Google gemeldeten millionenfachen Urheberrechtsverletzungen dieser Seiten, sondern eine mögliche Störung des Browser-Erlebnisses.

Die bei Torrentfreak gezeigte Google-Chrome-Meldung zur Sperre von Pirate Bay begründet die Sperre mit dem Hinweis „harm your browser experience“.
Als Beispiel werden nicht schlimme Folgen von Malware aufgeführt, sondern ein Argument welches den Werbevermittler Google wohl viel mehr stört: „showing etxra ads on sites you visit“.

bild_torrentfreak

https://torrentfreak.com/pirate-bay-risks-repeat-offender-ban-google-161111/

Frankreich: Suche nach Torrent weiterhin möglich

Ein Pariser Gericht hat die Klage der französischen Musikindustrie abgewiesen, nach der Google und Bing verboten werden sollte, nach drei Musikernamen in Verbindung mit „Torrent“ Suchergebnisse anzuzeigen.
Argumente gegen das Verbot waren: Bei „Torrent“ handelt es sich um einen geläufigen Begriff, die Blockade könnte legale Seiten betreffen und die Klage wurde nur für 3 Musiker eingereicht.

Damit fiel das Urteil in diesem Fall anders als eine Entscheidung in 2012 aus, als das höchste französische Gericht Google zwang Begriffe wie „Torrent“ oder „Megaupload“ aus der Autocomplete-Funktion herauszunehmen.

http://futurezone.at/netzpolitik/urteil-google-suche-nach-torrent-darf-nicht-zensiert-werden/210.875.994

Facebook, Google und Twitter lassen Bundesregierung auflaufen

Bei den Bemühungen der Bundesregierung Hetze im Netz einzuschränken, wurde von Facebook, Google und Twitter viel versprochen. Nachprüfbar ist fast nichts. Arbeitsgruppen tagen seit Monaten nicht mehr, Zahlen werden nicht geliefert und Staatssekretär Billen wird gar der Zugang zum Facebook-Löschteam in Berlin verboten.
Justizminister Heiko Maas droht inzwischen mit einer europäischen Regulierung.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/facebook-vs-heiko-maas-wer-stoppt-den-hass-a-1103620.html

Google speichert, wann Sie mit wem telefonieren

Google lässt sich in seiner Datenschutzerklärung das Recht einräumen, Daten zu Telefonaten und SMS-Versendungen zu speichern. Die Google Vorratsdatenspeicherung erfolgt nach Angaben von Google aber nur, wenn Sie auch GoogleApps oder Google-Dienste nutzen.
De facto also bei wohl fast jedem Android-Gerät.

http://www.golem.de/news/ueberwachung-google-sammelt-gespraechsprotokolle-von-android-geraeten-1606-121856.html

Bug in Google Technologie hebelt DRM aus

Zwei Wissenschaftler haben eine Sicherheitslücke in Googles Browser Chrome entdeckt, die es ermöglicht DRM-geschützte Streaming-Inhalte illegal herunterzuladen. Das Problem ist eine Lücke in Googles Widevine-Technologie, welche die verschlüsselte Übertragung der Videos sicherstellen soll.

Es ist nicht auszuschließen, dass auch weitere auf dem Chromium-Projekt basierende Browser von der Sicherheitslücke betroffen sind.

http://futurezone.at/digital-life/bug-in-chrome-erlaubt-herunterladen-von-netflix-inhalten/206.258.793