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Googles führende Rolle als Pirateriehoster

In einem Bericht von TorrentFreak wird verdeutlich, wie sich Google, neben direkt auf YouTube abspielbaren Raubkopien,  immer stärker in die Verbreitung von Raubkopien einbinden lässt.
Dazu laden die „Nutzer“ die Raubkopie als privates Video auf YouTube und nutzen dann den entsprechenden Link auf einer Streamingseite auf welcher der Film dann als eingebettetes Video abspielbar ist.
Im Ergebnis sind die Filme nicht auf YouTube zu finden, werden aber von dort abgespielt. Möglich ist dies, weil Google die eigene Schutzmaßnahme, die Content-ID, nicht bei „privaten“ Videos nutzt.
Der Mechanismus wird inzwischen auch von Pornografieanbietern genutzt, obwohl YouTube ansonsten sehr rigide gegen Pornografie vorgeht.
TorrentFreak hat Google bereits vor mehreren Wochen darauf angesprochen, getan hat sich nichts, es gab nicht einmal ein offizielles Statement.
Nach Meinung von TorrentFreak is Google “ also becoming a primary source for pirate streaming sites, generating millions of views per day”.

https://torrentfreak.com/porn-pirate-sites-use-backdoor-to-host-videos-on-youtube-170114/

In Deutschland hatte u.a. FDS bereits mehrfach auf die Rolle von Google als Pirateriehoster hingewiesen:
http://www.webschauder.de/google-beliefert-raubkopieportale/

OLG Karlsruhe: Google muss nur konkrete Links sperren

Das OLG Karlsruhe hat entschieden, dass ein Suchmaschinenbetreiber, in diesem Fall Google, nur bei konkreten Hinweisen auf die Verlinkung von Verletzungen des Persönlichkeitsrechtes reagieren muss. Wenn diese Links gesperrt würden, hätte Google seine Pflichten erfüllt.
Wenn diese Beiträge dann auf eine andere Seite derselben Internetplattform verschoben würden, müssen Sie erneut gemeldet werden. Google muss dies nicht von sich aus prüfen.
Die Revision wurde nicht zugelassen. Damit können die Kläger lediglich noch Nichtzulassungsbeschwerde zum Bundesgerichtshof einlegen.
[OLG Karlsruhe, 14.12.2016, 6 U 2/15]

http://rsw.beck.de/aktuell/meldung/olg-karlsruhe-klage-gegen-google-wegen-verlinkung-angeblich-persoenlichkeitsrechtsverletzender-beitraege-erfolglos

Google bestätigt: Fast 1 Milliarde Urheberrechtsverletzungen verlinkt

Nach Angaben des Transparenzberichtes von Google wurde in den vergangenen 12 Monaten rund 914 Millionen URLs wegen Copyright-Verstößen aus dem Google-Index gelöscht. Im Vorjahr waren es noch 558 Mio. Links. Die von den Rechteinhabern gemeldeten Verstöße bezogen sich auf 351.000 verschiedenen Websites.
Zu der Milliarde Verlinkungen kommen natürlich noch die Links zu Urheberrechtsverletzungen, bei denen sich der Rechteinhaber nicht die Mühe macht, diese bei Google zu finden

https://futurezone.at/digital-life/google-hat-2016-fast-eine-milliarde-piraterie-links-geloescht/238.683.652

Google: Sperren von Piraterieseiten (wegen möglicher Beschädigung des Browser-Erlebnisses)

Nach Angaben von Torrentfreak sperrt Google demnächst Piraterieseiten über 30 Tage. Grund dafür sind nicht die Google gemeldeten millionenfachen Urheberrechtsverletzungen dieser Seiten, sondern eine mögliche Störung des Browser-Erlebnisses.

Die bei Torrentfreak gezeigte Google-Chrome-Meldung zur Sperre von Pirate Bay begründet die Sperre mit dem Hinweis „harm your browser experience“.
Als Beispiel werden nicht schlimme Folgen von Malware aufgeführt, sondern ein Argument welches den Werbevermittler Google wohl viel mehr stört: „showing etxra ads on sites you visit“.

bild_torrentfreak

https://torrentfreak.com/pirate-bay-risks-repeat-offender-ban-google-161111/

Frankreich: Suche nach Torrent weiterhin möglich

Ein Pariser Gericht hat die Klage der französischen Musikindustrie abgewiesen, nach der Google und Bing verboten werden sollte, nach drei Musikernamen in Verbindung mit „Torrent“ Suchergebnisse anzuzeigen.
Argumente gegen das Verbot waren: Bei „Torrent“ handelt es sich um einen geläufigen Begriff, die Blockade könnte legale Seiten betreffen und die Klage wurde nur für 3 Musiker eingereicht.

Damit fiel das Urteil in diesem Fall anders als eine Entscheidung in 2012 aus, als das höchste französische Gericht Google zwang Begriffe wie „Torrent“ oder „Megaupload“ aus der Autocomplete-Funktion herauszunehmen.

http://futurezone.at/netzpolitik/urteil-google-suche-nach-torrent-darf-nicht-zensiert-werden/210.875.994

Facebook, Google und Twitter lassen Bundesregierung auflaufen

Bei den Bemühungen der Bundesregierung Hetze im Netz einzuschränken, wurde von Facebook, Google und Twitter viel versprochen. Nachprüfbar ist fast nichts. Arbeitsgruppen tagen seit Monaten nicht mehr, Zahlen werden nicht geliefert und Staatssekretär Billen wird gar der Zugang zum Facebook-Löschteam in Berlin verboten.
Justizminister Heiko Maas droht inzwischen mit einer europäischen Regulierung.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/facebook-vs-heiko-maas-wer-stoppt-den-hass-a-1103620.html

Google speichert, wann Sie mit wem telefonieren

Google lässt sich in seiner Datenschutzerklärung das Recht einräumen, Daten zu Telefonaten und SMS-Versendungen zu speichern. Die Google Vorratsdatenspeicherung erfolgt nach Angaben von Google aber nur, wenn Sie auch GoogleApps oder Google-Dienste nutzen.
De facto also bei wohl fast jedem Android-Gerät.

http://www.golem.de/news/ueberwachung-google-sammelt-gespraechsprotokolle-von-android-geraeten-1606-121856.html

Bug in Google Technologie hebelt DRM aus

Zwei Wissenschaftler haben eine Sicherheitslücke in Googles Browser Chrome entdeckt, die es ermöglicht DRM-geschützte Streaming-Inhalte illegal herunterzuladen. Das Problem ist eine Lücke in Googles Widevine-Technologie, welche die verschlüsselte Übertragung der Videos sicherstellen soll.

Es ist nicht auszuschließen, dass auch weitere auf dem Chromium-Projekt basierende Browser von der Sicherheitslücke betroffen sind.

http://futurezone.at/digital-life/bug-in-chrome-erlaubt-herunterladen-von-netflix-inhalten/206.258.793

Familie von Terroropfer klagt gegen Facebook, Twitter und Google

Vor einem Gericht in San Franzisco hat die Familie einer bei den Terroranschlägen in Paris ermordeten US-Studentin, Klage gegen Google, Facebook und Twitter  eingereicht, da diese es den Terroristen jahrelang wissentlich ermöglicht hätten, IS-Propaganda zu verbreiten und damit gegen US-Anti-Terrorgesetze verstoßen hätten.

Die Unternehmen berufen sich auf ihre AGBs und die angeblichen sofortigen Löschungen nach Bekanntwerden.

Die Klage wurde am Tag des live über Facebook verbreiteten Anschlags gegen die französischen Polizisten eingereicht.

http://www.theguardian.com/media/2016/jun/16/family-california-student-killed-paris-attacks-sue-google-facebook-twitter?CMP=Share_iOSApp_Other

http://futurezone.at/digital-life/familie-von-terroropfer-klagt-facebook-und-google/204.994.768

Drogenverkäufe über YouTube – Google versuchte Untersuchungen zu verhindern

Musictechpolicy belegt, dass über Google weiterhin illegal Drogen verkauft werden. In dem aktuellen Fall Fentanyl, das Schmerzmittel an dem Prince gestorben ist.
Zudem wird ausführlich über die juristischen Streitigkeiten in den USA berichtet, in den Google sogar erfolglos versucht hatte, einen Staatsanwalt auf dem Klageweg an seiner Arbeit zu hindern.

https://musictechpolicy.com/2016/06/05/google-facilitates-the-sale-of-the-drug-that-killed-prince/

Google promoted Raubkopien

Bei der Suche nach Filme, gibt Google teilweise eine Information zum Film rechts neben den Suchergebnissen raus. Innerhalb dieser Darstellung werden Ratings des Films von verschiedenen Internetseiten angegeben.
Auf amerikanischen Seiten konnte Torrentfreak feststellen, dass Google dabei Ratings einer illegalen Streamingseite angab und direkt zur illegalen Kopie verlinkte.

https://torrentfreak.com/google-promotes-pirate-movie-ratings-in-search-snippet-160531/

Bedeutung von Google für die Musik-Piraterie

Music Business Worldwide stellt anhand des bisher unveröffentlichten MUSO „Global Piracy Report“ die Bedeutung von Google für die Verbreitung von illegalen Musikinhalten dar:

Die wichtigsten Quellen für illegale Musikinhalte sind:
28,3% Torrents
35,1% Streaming
17,7% Ripping

Die Bedeutung von Suchmaschinen für das Auffinden dieser Quellen liegen im Durchschnitt bei 37,2%, sind aber je nach Vertriebsart unterschiedlich:
14,2% Torrents
46,3% Streaming
49,8% Ripping

Damit erfolgt die Hälfte aller Besuche von Ripping-Plattformen durch Verlinkung von Suchmaschinen. Wichtigster Ripping-Anbieter ist  YouTube-mp3.org, mit dem Musik von Youtube gerippt wird.

Google´s Marktanteil wird mit 64 % angesetzt. Somit rechnet man Google 8,1 Milliarden Besuche von Piraterieseiten zu.

http://www.musicbusinessworldwide.com/googles-role-music-piracy-much-bigger-first-appears/