Schlagwort-Archive: Glücksspiel

Deutsche Banken: Geldwäsche und Verstoß gegen die deutschen Glücksspielgesetze

Nach einem Bericht der SZ wickeln mehrere deutsche Banken Ein- und Auszahlungen für illegale Internet-Kasinos ab. Darunter die DZ-Bank, die Postbank, die Hypo-Vereinsbank und die Wirecard Bank.
Nach Ansicht des niedersächsischen Innenministeriums und mehrerer Banken- und Strafrechtsexperten, verstoßen die Banken damit gegen das Glücksspielrecht und könnten sich zudem strafbar machen wegen Beihilfe zum illegalen Glücksspiel und Geldwäsche.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/gluecksspiel-wie-deutsche-banken-systematisch-illegale-online-kasinos-unterstuetzen-1.3738876

Bundesverwaltungsgericht: Internetverbot für Casino-, Rubbellos- und Pokerspiele

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat entschieden, dass das Verbot, Casino-, Rubbellos- und Pokerspiele im Internet zu veranstalten oder zu vermitteln, auch nach der teilweisen Öffnung des Vertriebswegs „Internet“ für Sportwetten und Lotterien mit Verfassungs- und Unionsrecht vereinbar ist.
[BVerwG 8 C 14.16 – Urteil vom 26. Oktober 2017]
http://www.bverwg.de/pm/2017/74

Großbritannien: Lizenzierte Glücksspielangebote werben weniger auf Piraterieseiten

Nach einem Bericht von Torrent Freak sind Anzeigen von lizensierten Glücksspielangeboten auf Piraterieseiten in den letzten 12 Monaten um 87 % gesunken. Hilfreich war in diesem Zusammenhang auch die Zusammenarbeit mit dem Lizenzgeber, der Gambling Commission.
Detective Superintendent Peter Ratcliffe, Head of the Police Intellectual Property Crime Unit (PIPCU), “The success of a strong relationship built between PIPCU and The Gambling Commission can be seen by these figures. This is a fantastic example of a joint working initiative between police and an industry regulator”.

https://torrentfreak.com/uk-police-claim-success-in-keeping-gambling-ads-off-pirate-sites-170614/

Illegales Glücksspiel: 1,5 Mrd. Umsatz in Deutschland

Nach einer aktuellen Studie des „Handelsblatt Research Institute“ erreichte in 2015 der deutsche Glücksspielmarkt einen Umsatz in Höhe von 14,2 Mrd. Euro. Der regulierte Markt mit deutscher Lizenz erreichte 10,4 Mrd. Umsatz, der nicht regulierte Markt (Lizenz aus einem anderen EU-Land) 2,3 Mrd. und der Schwarzmarkt (gar keine Lizenz) 1,5 Mrd. Euro.

http://docs.dpaq.de/12119-20170331_management_summary_studie_hri_1_gruen_dina4.pdf

Internet-Glücksspielangebote werben weiterhin massiv auf

Die im September 2016 veröffentlichte „STUDIE ZUR WERBEFINANZIERUNG VON INTERNETSEITEN ZUR ILLEGALEN VERBREITUNG URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZTER WERKE“ zeigt, dass die wichtigste Werbebranche für Piraterieseiten das Internet-Glücksspiel ist (22,3 Prozent aller Anzeigen) [1].
Die Bedeutung der Internet-Glücksspielseiten für die Finanzierung der Internetpiraterie wird noch dadurch verstärkt, dass die Werbung meist über große Pop-ups und Pop-unders erfolgt und somit überdurchschnittlich zu den Einnahmen beiträgt.

Neben der Veröffentlichung der Studie in der Presse wurden die Anbieter der Internet-Glücksspielangebote im Oktober detailliert über ihre Beteiligung an der Finanzierung urheberrechts-verletzender Seiten informiert.
In dieser Untersuchung wird geprüft, ob sich im Vergleich zum Erhebungszeitraum Juli 2016 etwas geändert hat. Internet-Glücksspielangebote werben weiterhin massiv auf weiterlesen

36 % nutzen illegales Online-Glücksspiel

Nach einer aktuellen Befragung der Smartcon GmbH haben 36 % der Befragten (nicht reräsentativ) in den letzten 12 Monaten online um Geld gespielt, entweder Poker, Black Jack, Baccara, Roulette oder Automatenspiele.
Nur 5 – 7 % sind sich bewusst, dass die Teilnahme am Online-Glücksspiel um Geld überwiegend verboten ist.
Durchschnittlich wurden 18,42 € pro Spielsession „investiert“.

http://www.loewen-gruppe.de/fileadmin/user_upload/Pressemitteilungen/smc_loe_GlueSpieBa_Onlinegaming__02_03_2017_.pdf

Schweiz: Netzsperren für illegale Glücksspiel

Der Schweizer Nationalrat hat ein neues Glücksspielgesetz erlassen nachdem Internet-Provider in der Schweiz nicht lizenzierte Online-Glückspielanbieter sperren müssen. Dazu erhalten sie von einer Behörde eine schwarze Liste.
Damit sollen nicht zugelassene Glücksspielanbieter vom eigenen Markt ferngehalten werden. Die legalen Schweizer Anbieter zahlen jährlich 300 Millionen Franken an die Schweizer Sozialversicherung und 560 Millionen an die Kantone.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Online-Gluecksspiel-Schweiz-fuehrt-trotz-viel-Kritik-Netzsperren-ein-3641814.html

Studie: Werbung finanziert die Internetpiraterie

Eine aktuelle Studie zur Werbefinanzierung von Piraterieseiten kommt zu dem Ergebnis, dass die in Deutschland meistbesuchten Internetseiten zur illegalen Verbreitung von Medieninhalten jährlich alleine durch deutsche Nutzer über 33 Mio. Euro einnehmen.
Die mit Abstand meisten Werbeanzeigen gehen auf die Internet-Glücksspielbranche zurück (22,3 Prozent), die zumeist mit Lizenzen aus Deutschland (Schleswig-Holstein), Malta oder Gibraltar agiert. Gefolgt von den Browsergameanbietern (12,1 Prozent), teils auch aus Deutschland. Werbung seriöser Markenartikler ist dagegen eher selten zu finden.

Die aktuelle Studie der FDS File Defense Service zur Werbefinanzierung von Piraterieseiten hat im Beobachtungszeitraum Juli 2016 die Werbung auf den mehr als 50 bedeutendsten Internetseiten zur illegalen Verbreitung filmischer Inhalte systematisch erfasst und im vorliegenden Bericht aufgeführt. Im Einzelnen: Studie: Werbung finanziert die Internetpiraterie weiterlesen

AG München: Teilnahme an ausländischem Online-Glücksspiel ist strafbar

Das AG München hat einen Spieler, der an einem ausländischen Online-Glücksspiels  teilgenommen hat, wegen „Teilnahme an einem unerlaubten Glücksspiel“ zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen verurteilt. Auch ein „Gewinn“ von über 60.000 € verfällt.

[AG München, Urteil vom 26.09.2014; Az.: 1115 Cs 254 Js 176411/13]

www.gluecksspiel-und-recht.de/urteile/Mitspielen-bei-Online-Black-Jack-ist-strafbares-Gluecksspiel-Amtsgericht-M%C3%BCnchen-20140926/

 

VG Wiesbaden: Sperrungsverfügung gegen illegales Glücksspiel bestätigt

Im Bereich Glücksspiel wird der Staat tätig und fordert ausländische Anbieter auf, die Angebote deutschen Kunden nicht mehr zugänglich zu machen, indem bspw. Geolocation-Systeme eingesetzt werden. Die Legalität eines solchen Vorgehens ist mehrfach von Gerichten bestätigt worden. Nun auch vom VG Wiesbaden, welches u.a. feststellt: VG Wiesbaden: Sperrungsverfügung gegen illegales Glücksspiel bestätigt weiterlesen