Schlagwort-Archive: Finanzierung

Pirate Bay testet Bezahlung per CPU-Leistung

The Pirate Bay hat bei einigen Nutzern deren Rechner ohne Zustimmung zum Mining der Kryptowährung Monero genutzt. Dies fiel auf, weil die Rechnern langsamer wurden. Einzelne Nutzer hatten dadurch wohl eine CPU-Auslastung von 80 Prozent. Dies soll auf einem Tippfehler beruhen, eigentlich wollte man nur 20 bis 30 Prozent.
Mit dem Test wollte man Alternativen zur Werbung prüfen. Ziel ist es wohl langfristig auf Werbung verzichten zu können.

https://torrentfreak.com/the-pirate-bay-website-runs-a-cryptocurrency-miner-170916/

Ad-Blocker Verbot bei StreamCloud

Einer der erfolgreichsten illegalen Streaminghoster, StreamCloud, verbietet inzwischen die Nutzung von Ad-Blockern. Wer es trotzdem versucht erhält folgende Meldung:
„Sie sehen diese Seite, weil Sie einen AdBlocker eingeschaltet haben. Deaktivieren Sie diesen bitte für Streamcloud, um unsere Videos anschauen zu können. Unser Service ist gratis und ausschließlich durch Werbung finanziert. Ohne Erlöse aus dem Verkauf von Werbeplätzen können wir diesen Service nicht anbieten.“

https://tarnkappe.info/streamcloud-verbietet-nutzung-von-adblockern/

BGH: Eltern haften nicht bei 0900-Nr. für virtuelle Extras

Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass § 45i Abs. 4 Satz 1 TKG auf die telefonisch veranlasste Ausführung eines Zahlungsdienstes keine Anwendung findet und der Inhaber eines Telefonanschlusses somit für dessen Nutzung durch einen von ihm hierfür nicht autorisierten Dritten im Rahmen eines „Pay by Call-Verfahrens“ nicht haftet.
Damit bleibt es einer Mutter erspart, eine Rechnung von gut 1250 Euro zu begleichen die ihr 13Jähriger mit virtuellen Extras für eine Computerspiel via 0900er-Nummer („Pay by Call“) verursacht hatte.
[Urteil vom 6. April 2017 – III ZR 368/16]

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2017&Sort=3&nr=77950&anz=52&pos=0&Blank=1

„Die Google-Dämmerung“ oder „Wenn Anderen ein Licht aufgeht“

Unter den Eindrücken des jüngsten Anschlags in London im März 2016 nimmt plötzlich die Diskussion um die Verantwortlichkeiten von Werbenetzwerken im Internet drastisch zu.

Was war genau passiert?

Hassrede und extreme Propaganda sind selbstverständlich ein Teil unserer Realität und somit auch auf zahlreichen Seiten im Internet auffindbar. Das war auch Journalisten des Guardian aufgefallen. Allerdings wunderte sich der Guardian, warum es Webseiten und Youtube Kanäle gibt, die trotz eindeutig radikaler, rassistischer, antisemitischer und extremistischer Inhalte fleißig mit Werbung durch den Giganten Google bespielt werden, Google also den Betreibern/Verfassern zu Geld verhilft. Der Guardian zog für sich die Konsequenz und stellte die Zusammenarbeit mit Google in Sachen Werbung ein, weil man offenbar verhindern wollte, dass Guardian Werbung auf solchen dubiosen Seiten oder Kanälen erscheint. Man war sich beim Guardian durchaus bewusst, dass das auch negative Auswirkungen auf die Besucherströme der eigenen Webseite haben kann und wird.

Auf diese erste eher kleine Notiz folgten allerdings weitere Marktteilnehmer und Werbende, die es dem Guardian nachtaten. Havas, ein französisches Marketingunternehmen, welches allein £ 175 Millionen im Jahr an Werbegeldern von Kunden aus dem Vereinigten Königreich verwaltet, ging den gleichen Schritt. „Die Google-Dämmerung“ oder „Wenn Anderen ein Licht aufgeht“ weiterlesen