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USA: 1,5 Mio. Euro Strafe für Datenleck und Fakes

Das kanadischen Seitensprung-Portal Ashley Madison hat sich mit der US-amerikanischen Federal Trade Commission auf eine Strafe von 1,6 Millionen US-Dollar (1,5 Millionen Euro) geeinigt. Zudem wird in Zukunft das Datensicherheitsprogramm von einer dritten Stelle überwacht werden.
Grund für die Strafe ist der unzureichende Schutz der Nutzerdaten, der im Juli dieses Jahres einen Hack von Nutzerdaten zu 36 Mio. Nutzern ermöglichte.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Seitensprung-Portal-Ashley-Madison-zahlt-nach-Hack-1-6-Millionen-Dollar-Strafe-3570618.html

vergleiche auch:
http://www.webschauder.de/drohung-wahr-gemacht/

Erneuter Hack bei Adult Friend Finder

Das kalifornische Unternehmen Friend Finder Network ist gehackt worden. Dabei wurden Angaben zu 412 Millionen Kundenkonten erbeutet. 339 Millionen Konten stammen von AdultFriendFinder.com, der nach eigenen Angaben „größten Sex- und Swinger-Community der Welt“, 62 Millionen von Cams.com sowie weitere 7 Millionen Konten von Penthouse.com.
Es sind wohl Kontodaten der letzten 20 Jahre. ZDNet.com konnte einen Teil der Daten überprüfen. Sie enthalten u.a. Nutzernamen, E-Mail-Adressen, Datum des letzten Besuchs, teils unverschlüsselte Passwörter, Angaben zur VIP-Mitgliedschaft sowie getätigte Zahlungen.

http://www.zdnet.de/88282781/kontaktboerse-adult-friend-finder-hack-betrifft-ueber-400-millionen-nutzer/

http://www.webschauder.de/kundendaten-einer-sex-kontaktboerse-im-netz-veroeffentlicht/

Illegaler Datenhandel in großem Maßstab

Reporter von Panorama und ZAPP haben Zugang zu einem umfangreichen Datensatz erlangt und bei der Auswertung feststellen müssen, das intime Daten von Millionen Personen verkauft werden.
Eine der Quellen ist das finnische Addon Web of Trust (WOT) welches angeblich helfen soll, sicher zu surfen. Allerdings wird im Hintergrund das Surfverhalten an einen Server im Ausland übermittelt, von wo aus die Daten dann verkauft werden.

Da oft Klarnamen in den URLs enthalten sind (PayPal, AirBerlin Check-in…), können ganze Surfprofile deanonymisiert werden.
Auch problematisch ist der angeblich niemanden bekannte Link zu einer gespeicherten Datei, wenn nun gerade diese URLs weitergegeben werden.
http://www.ndr.de/nachrichten/netzwelt/Nackt-im-Netz-Millionen-Nutzer-ausgespaeht,nacktimnetz100.html

http://www.golem.de/news/browser-addons-browserverlaeufe-von-millionen-deutschen-nutzern-verkauft-1611-124171.html

Hamburger Datenschützer greifen ein bei WhatsApp und Facebook

Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit hat eine Verwaltungsanordnung erlassen, die es Facebook ab sofort untersagt, Daten von deutschen WhatsApp-Nutzern zu erheben und zu speichern. Facebook wird ferner aufgegeben, bereits durch WhatsApp an das Unternehmen übermittelte Daten zu löschen.

https://www.datenschutz-hamburg.de/news/detail/article/anordnung-gegen-massendatenabgleich-zwischen-whatsapp-und-facebook.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=1&cHash=e346e13cbf02b5a31abc2fa4e0fd211e

Google speichert, wann Sie mit wem telefonieren

Google lässt sich in seiner Datenschutzerklärung das Recht einräumen, Daten zu Telefonaten und SMS-Versendungen zu speichern. Die Google Vorratsdatenspeicherung erfolgt nach Angaben von Google aber nur, wenn Sie auch GoogleApps oder Google-Dienste nutzen.
De facto also bei wohl fast jedem Android-Gerät.

http://www.golem.de/news/ueberwachung-google-sammelt-gespraechsprotokolle-von-android-geraeten-1606-121856.html

Frankreich: Streit um Datenschutz wird nun gerichtlich entschieden

In dem Streit um die Umsetzung des „Recht auf Vergessenwerden“ geht der Streit zwischen der Datenschutzbehörde CNIL und Google vor Gericht.
Zwar hatte Google akzeptiert, dass Links nicht nur aus der Suche des jeweiligen Landes gelöscht werden müssen und blendet inzwischen die Ergebnisse auch bei Abfragen über andere Googleseiten aus, sofern der Suchende im Land der Beschwerde sitzt.
Dies reicht aber der CNIL nicht, da die Blockade umgangen werden kann. Zudem werden die Suchergebnisse angezeigt, wenn nicht nach Namen sondern nach anderen Inhalten gesucht wird.
Google wehrt sich nun vor Gericht gegen die verhängte Strafe von 100.000 €.

http://futurezone.at/netzpolitik/google-zerrt-franzoesische-datenschutz-aufsicht-vor-gericht/199.752.124

 

Datenschutz ungenügend

Wissenschaftler der Universitäten Hamburg und Siegen haben im Rahmen einer Studie festgestellt, dass 57 Prozent der App-Anbieter und Website-Betreiber nicht oder nur unzureichend auf berechtigte Auskunftsanfragen zu gespeicherten Daten reagiert haben.

Wenn allerdings Auskünfte erteilt wurden, dann teils ohne die Identität des Absenders einer Anfrage zu überprüfen. Sensible personenbezogene Informationen könnten so „unter Umständen in die Hände von neugierigen Trickbetrügern“ fallen.

www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschutz-Auskunfts-und-Loeschrechte-laufen-oft-ins-Leere-3161790.html

Frankreich: Geldstrafe gegen Google

Die französische Datenschutzbehörde CNIL hat gegen Google eine Geldstrafe von 100.000 Euro verhängt, da das Unternehmen beanstandete Suchergebnisse nicht weltweit herausfiltert.
Die von Google installierten Geoblockingfilter sind für die Behörde unzureichend, da sie umgangen werden können. Google will Einspruch einlegen.

www.golem.de/news/strafe-verhaengt-frankreich-fordert-von-google-weltweite-auslistung-von-links-1603-119984.html