Schlagwort-Archive: Bitcoin

Bitcoin anonym?

Zwei Artikel zeigen, dass Anonymität bei Bitcoin sehr begrenzt ist, sei es durch Weitergabe von Kundendaten an die Polizei oder durch die Weitergabe von Trackingdaten an andere Händler oder Werbetreibende:

„Anruf genügt: Bitcoin.de gibt sensible Kundendaten an Polizei weiter“
https://tarnkappe.info/anruf-genuegt-bitcoin-de-gibt-sensible-kundendaten-an-polizei-weiter/

„Händler können Bitcoin-Anonymität zerstören“
https://www.golem.de/news/online-tracking-haendler-koennen-bitcoin-anonymitaet-zerstoeren-1708-129600.html

EZB für scharfe Regulierung von Kryptowährungen

Starke Kursschwankungen, Geldwäsche-Gefahr durch anonyme Geldflüsse und die Nutzung zur Terrorfinanzierung sind die wichtigsten Argumenten der Europäischen Zentralbank (EZB) für eine scharfe Regulierung von Kryptogeldern, so die EZB in einer Stellungnahme an die EU-Kommission und das EU-Parlament.

Auch wenn die EZB grundsätzlich für den Reformentwurf der
Geldwäscherichtlinie ist, welcher insbesondere die Klärung der Identität der Nutzer und Anbieter verlangt, so gehen der EZB die Vorschläge doch noch nicht weit genug, da die Möglichkeit, illegale Waren und Dienstleistungen mit Kryptogeld einzukaufen noch nicht ausreichend verhindert werden.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Bitcoin-Co-EZB-tritt-fuer-straffe-Regulierung-virtueller-Waehrungen-ein-3354018.html

Bitcoin – Bankraub zu Lasten der Kunden

In dieser Woche wurde bei Bitfinex insgesamt 119.756 Bitcoin gestohlen, dies entspricht 58 Mio. Euro. Geschädigt sind die Anleger von deren Konto die Bitcoins entwendet wurden; Einlagensicherung gibt es bei Bitcoin nicht.
Zudem sank der Bitcoin-Wechselkurs deutlich.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/devisen-rohstoffe/bitcoin-diebstahl-sorgt-fuer-kurseinbruch-14370160.html

http://www.gulli.com/news/27737-61-millionen-dollar-in-bitcoin-aus-boerse-gestohlen-2016-08-03

Nachtrag 10.8.2016:
Bitfinex teilte mit, dass der Verlust auf alle Kunden umgelegt werden soll. Jeder Nutzer soll 36 Prozent seiner Einlagen verlieren – unabhängig davon, ob das eigene Konto vom Diebstahl betroffen war oder nicht.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/bitcoin-boerse-bitfinex-kunden-verlieren-36-prozent-ihrer-einlagen-a-1106583.html

Studie zur Nutzung von Bitcoin

Das österreichischen Sicherheitsforschungszentrums SBA Research, hat die Nutzung der Kryptowährung Bitcoin untersucht und dazu 1000 Nutzer befragt. Allerdings ist die Studie nicht repräsentativ.
85 Prozent der Befragten sind männlich und der Altersschnitt lag bei 27 Jahren.
Ausgegeben werden Bitcoins laut der Studie für
– Trinkgeld und Spenden (38 Prozent)
– Kauf virtueller Güter (33,3 Prozent)
– Online-Shopping (27,5 Prozent)
– Glücksspiel (26,5 Prozent)
– Kauf anderer Digitalwährungen (26 Prozent)
– Drogen (5 Prozent).

http://futurezone.at/digital-life/wie-bitcoin-nutzer-ticken/203.794.949

Deutschland: Polizei Leipzig schließt Internet-Drogenhandel

Sächsische Fahnder haben den Internetdrogenhandel „Shiny Flakes“ geschlossen. Die ursprünglich im Darknet beheimatete Seite bot Crystal, Kokain, Amphetamin, Ecstasy, LSD, Haschisch und Marihuana seit Anfang 2014 über das freie Netz an. Bestellung anonymisiert über TOR, Vorkasse per Bitcoin und Auslieferung dann per Post.  Deutschland: Polizei Leipzig schließt Internet-Drogenhandel weiterlesen

Bundesregierung will Aufsicht für Bitcoin & Co.

Nach Angaben der WELT will die Bundesregierung die Handelsplattform Bitcoin und andere Kunstwährungen einer Aufsicht unterwerfen, da Bitcoins & Co. völlig anonyme Zahlungen erlauben und somit leicht für Geldwäsche oder Terrorfinanzierung missbraucht werden können.

Aktueller Anlass der Diskussion ist eine geplante Abschlusserklärung der Financial Action Task Force (FATF), die sich um den Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung kümmert. Dort setzen sich die Amerikaner für eine Förderung des Kunstgeldes ein.

www.welt.de/print/wams/finanzen/article137697142/Freibrief-zur-Geldwaesche.html

Online-Bankraub: Carbanak / Bitcoin

Nach Informationen der Sicherheitsfirma Kaspersky Lab hat eine Online-Bande binnen 2 Jahren 100 Banken um etwa eine Milliarde Dollar beraubt. Das Geld stammt allerdings nicht von Konten der Bankkunden. Wie die Täter vorgegangen sind beschreibt der Spiegel: www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/carbanak-so-gelang-der-milliarden-bankraub-a-1018721.html

Im Vergleich zu diesen erbeuteten Summen ist der Angriff auf die Bitcoin-Handelsplattformen Bter und Exco.in fast zu vernachlässigen. Hier wurden nur 1,5 Millionen Euro erbeutet.
Nicht nur das Verfahren der Raubzugs ist bisher offen, sondern auch in wie weit Kundengelder vom Verlust betroffen sind. Nach den Angriff wurden die Plattformen geschlossen. Wann bzw. ob die Kunden jemals wieder an ihre Gelder kommen steht noch nicht fest.

www.gulli.com/news/25623-bitcoin-plattformen-bter-und-excoin-gehackt-2015-02-16