Politik liebt (Twitter-)Blocking oder Der Feind darf nicht mitlesen

Wenn es darum geht illegale Inhalte im Internet zu sperren, finden manche Politiker viele Ausreden. Eine davon ist das mögliche Overblocking, womit letztendlich gemeint ist, dass ein gesperrter legaler Inhalt viel schlimmer ist als tausend verbreitete illegale Inhalte.

Etwas anders sieht es aus, wenn es um einzelne Politiker selber geht. Da gibt es nämlich einige, die nicht wollen, dass bestimmte Bürger/Nutzer/Wähler sehen, was sie selber wieder einmal verfasst haben. Dazu nutzen sie das „Blockieren“ bei Twitter. Mit dieser Twitter-Funktion „können Nutzer verhindern, dass bestimmte Accounts sie kontaktieren, ihre Tweets sehen und ihnen folgen.“

So zum Beispiel bei Julia Reda, der Europaabgeordneten der Piraten, die eigentlich gegen Netzsperren ist („Ein von der SPD verabschiedetes Gesetz zu Netzsperren hat mich dann definitiv dazu bewegt, die Seiten zu wechseln und der Piratenpartei beizutreten.“), sofern es sie nicht selber betrifft.
Bei ihrem eigenen Twitter-Account werden Nutzer ausgesperrt.

Das sieht ein blockierter Nutzer von dem Twitter-Account von Julia Reda (MdEP, Die Piraten).

In den USA wollen sich dies nun einige Twitter-Nutzer von Donald Trump nicht mehr gefallen lassen. Sie haben mit dem Knight First Amendment Institute der New Yorker Columbia Universität eine Klage gegen Donald Trump eingereicht.

https://support.twitter.com/articles/20172114?lang=de#

https://www.treffpunkteuropa.de/einzelkampfer-im-eu-parlament-julia-reda-piraten

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/twitter-blockierte-nutzer-verklagen-us-praesident-trump-a-1157386.html