EUGH-Urteil zu Bildschirmkopie und Cache-Speicherung wird missverstanden

„Wenn ein Webnutzer ein urheberrechtlich geschütztes Werk auf einer Webseite betrachtet, muss er dafür keine gesonderte Lizenz erwerben.“, so die Interpretation eines neuen EUGH-Urteils, welches sich mit Bildschirmkopien und Cache-Speicherungen beschäftigt durch heise.de.

Eine solche Quintessenz ist problematisch, kann sie doch als Freibrief für illegale Streaming von Filmen verstanden werden. In dem zu verhandelnden Fall ging es aber um eine Übersicht über legal herausgegebene Presseartikel. EUGH-Urteil zu Bildschirmkopie und Cache-Speicherung wird missverstanden weiterlesen

Twitter-Pranger und Glasshole-Blocker

Wie unterschiedlich die Nutzung neuer Technologien ausfallen kann, zeigen zwei Meldungen dieser Woche:

  • Die Polizei von San Francisco versucht Fahrraddiebe mit GPS-überwachten Lockvögel-Rädern zu erwischen und stellt die  Diebe dann an den Twitter-Pranger.
  • Der Künstler Julian Oliver wehrt sich gegen die Verletzung der Privatsphäre durch die Google-Datenbrille und hat ein Programm erstellt, mit dem man die Brillen aus dem lokalen Funknetz schmeißen kann. Somit werden die jeweils erstellten Aufnahmen zumindest nicht mehr direkt veröffentlicht.

 

Links:
www.lead-digital.de/aktuell/mobile/in_den_usa_landen_fahrraddiebe_am_twitter_pranger Twitter-Pranger und Glasshole-Blocker weiterlesen

Island ein besserer Hafen für Piraten als Belize?

Torrentfreak berichtet, dass das Streamingangebot putlocker.bz wegen Ärgers mit dem Registrar seine Seitenregistrierung von Belize nach Island verlegt hat. Island gilt für die Betreiber als sicherer Hafen für die Redefreiheit. Dem Umzug vorangegangen waren wohl Maßnahmen der PIPCU.

http://torrentfreak.com/putlocker-bz-loses-domain-name-moves-safe-haven-iceland-140604/

s.a.: www.webschauder.de/pipcu-beschlagnahmt-nun-auch-piraterieseiten/

Sicherer Börsengang für mehr Urheberrechtsschutz?

Der größte Torrent-Client-Anbieter, das chinesische Unternehmen Xunlei, hat mit der MPAA ein weitgehendes Anti-Piraterie-Abkommen abgeschlossen. Torrentfreak vermutet, dass dies geschah, um den amerikanischen Börsengang des Unternehmens nicht zu gefährden bzw. um mögliche Risiken für zukünftige Aktienwerte auszuschließen.

http://torrentfreak.com/mpaa-strikes-anti-piracy-deal-with-torrent-client-creator-140604/

Googles Panda Update schadet Ebay u.a.

Eine erste Untersuchung der Auswirkungen des aktuellen Panda-Updates durch Google deutet auf massive Verschiebungen hin.

Themenseiten der großen deutschen Zeitungen haben erheblich an Sichtbarkeit verloren. Die Springer-Tocher Idealo sinkt in ihrer Sichtbarkeit um 30 % und der Einbruch bei Ebay, kann sich der Analyst der Firma Sistrix nur noch durch manuelle Eingriffe erklären.

www.gruenderszene.de/allgemein/panda-update-auswirkungen

Darknet-Studie: Steigendes Angebot an Drogen

Die US-amerikanische Digital Citizens Alliance hat einen Bericht über Silk Road und die Marktplätze im Dark Net vorgelegt. Dieser zeigt neben einer ausführlichen Beschreibung dieser Märkte auch, dass sich das Angebot an Drogen seit Schließung von „Silk Road 1“ sogar um 76 % erhöht hat. Diese werden über den Nachfolger „Silk Road 2“ und weitere größere Portale vertrieben.

Weitere Angebote sind:
SilkRoad_Angebote_digitalcitizensalliance

https://media.gractions.com/314A5A5A9ABBBBC5E3BD824CF47C46EF4B9D3A76/5f8d4168-c36a-4f78-b048-f5d48b18dc0a.pdf

 

USA: Ein Jahr “Six Strikes” – CCI legt ersten Bericht vor

Das US-amerikanische “Center for Copyright Information“ (CCI) hat einen ersten Ergebnis-Bericht über das amerikanische Warnhinweissystem in Tauschbörsen veröffentlicht. Er umfasst die letzten 10 Monate in 2013.

Danach wurden den ISPs über 2. Mio. Verstöße gemeldet. Daraus wurden 1,3 Mio. Warnhinweise erstellt. Diese betrafen 723.000 Personen. Mehr als 70 % der „Erwischten“ wurden nur einmal angeschrieben. 5 % erhielten aber auch die letzte Warnung: USA: Ein Jahr “Six Strikes” – CCI legt ersten Bericht vor weiterlesen

Google: So geht das Recht auf Vergessen

Ab sofort kann man auf einer Seite von Google die Löschung von Links beantragen. Dieses Verfahren wurde in Folge des EUGH-Urteils zu personenbezogenen Daten in Suchmaschinen eingeführt.

Jeder Löschungswunsch muss für jeden Link gesondert begründet werden. Um Missbrauch vorzubeugen muss eine Kopie des Ausweises hochgeladen werden.

https://support.google.com/legal/contact/lr_eudpa?product=websearch#

Nachtrag 2.6.2014:

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar weist darauf hin, dass eine automatisierte Speicherung des Personalausweises nicht erlaubt ist. www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschuetzer-kritisiert-Google-Verfahren-zum-Loeschen-von-Links-2211800.html

Wissen Sie, was Ihr Kind gerade im Internet sieht?

Das Thema „Kindgerechter Umgang mit dem Internet“ wird von vielen Eltern leider immer noch auf die leichte Schulter genommen. Die Kinder- und Jugendschutzorganisation Innocence in Danger, Berlin, und die Kommunikationsagentur Publicis Germany wollen das gemeinsam ändern und Eltern wachrütteln.
Mittels Plakaten, Flyern, Anzeigen, Internet und Social Media wird der Zielgruppe auf eingängige Weise gezeigt, wie es sich für Kinder anfühlt, wenn sie im Internet auf verstörende Inhalte stoßen. Die Idee dabei ist so simpel wie eindringlich: Die Augen der Kinder schreien sprichwörtlich heraus, was sie gerade sehen!

Kampagne: Wissen Sie, was Ihr Kind gerade im Internet sieht?

www.publicis.de/wp-content/uploads/2014/05/120528_Pub_PM_Innocence_in_Danger_final.pdf

www.innocenceindanger.de/

Der InternetBlog