USA: Bundesgericht Speicherort für Durchsuchungsbeschluss unwichtig

Das US-Justizministerium will wegen Drogenermittlungen Daten bei Microsoft einsehen. Die gewünschten Daten sind aber nicht in den USA sondern in Dublin gespeichert. Deshalb hat Microsoft Widerspruch gegen den Durchsuchungsbefehl eingelegt. Diese Beschwerde wurde nun abgewiesen, das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Viviane Reding, hatte dazu festgestellt, der Durchsuchungsbeschluss umgehe “vorhandene formale Prozeduren, die zwischen der EU und den USA vereinbart wurden, wie das gegenseitige Rechtshilfeabkommen.”

www.sueddeutsche.de/digital/us-gerichtsentscheid-microsoft-muss-ermittlern-auch-daten-aus-europa-liefern-1.2072643

www.zdnet.de/88197426/auch-eu-kommission-unterstuetzt-microsoft-im-kampf-gegen-us-durchsuchungsbefehl/

TOR unsicher und …?

Nachdem Unbefugte monatelang das Tor-Netzwerk manipuliert haben, warnt selbst Tor davor, das Nutzer deanonymisiert werden könnten.

Das Netzwerk zur Anonymisierung wird wesentlich von den USA finanziert, während Geheimdienste – auch der amerikanische – versuchen dieses zu knacken. Der russische Geheimdiesnt bietet inzwischen sogar Hackern eine Belohnung für einen Angriffsweg.

www.spiegel.de/netzwelt/web/tor-betreiber-warnen-vor-moeglicher-identifizierung-a-983764.html

USA-Datingportal OKCupid: „Wir experimentieren mit Menschen“

Nach der Veröffentlichung der Facebook-Versuche hat nun auch die Datingplattform OKCupid zugegeben, dass sie mit bewussten Manipulationen die Wirkung verschiedener Angebote getestet hat – natürlich ohne Zustimmung der Nutzer.

Eines der drei veröffentlichten Testergebnisse: Ohne Bilder der jeweiligen Personen schalten zwar viele den Dienst ab, aber der Rest unterhält sich häufiger und umfangreicher – zumindest solange bis die Bilder wieder eingeblendet wurden.

http://blog.okcupid.com/index.php/we-experiment-on-human-beings/

www.wuv.de/digital/psychoexperimente_bei_dating_seite_so_funktionieren_websites_nun_mal

www.webschauder.de/facebook-verstiess-gegen-facebook-policy/

 

LG München: Irreführende Werbung von Kabel Deutschland für Internet-Flatrate

Wer Flatrates mit schnellem Datentransfer bewirbt, darf nicht allein über die AGBs festlegen, dass unter bestimmten Bedingungen die Übertragungsgeschwindigkeit für Filesharing-Anwendungen drastisch reduziert wird.

Die Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hatte das Verfahren gegen Kabel Deutschland angestrengt, da ab einem Gesamtdatenvolumen von mehr als 10 GB pro Tag die Übertragungsgeschwindigkeit für Filehsaring Anwendungen bis zum Ablauf desselben Tages auf 100 KBit/s begrenzt werden konnte.
Nach Angaben von Kabel Deutschland wurde die Drosselung aber erst ab einem Gesamtdatenvolumen von 60 GB pro Tag durchgeführt.

Nach Angaben von Kabel Deutschland sind nur 0,5 % der Nutzer von dieser Regelung (heute nur noch langsam) betroffen.

Zum bessern Verständnis: 1 DVD bietet ein Speichervolumen von 4,7 Gigabyte. Ein heruntergeladene Film braucht meist ca. 1 GB.

LG München I, Urteil  vom 25.06.2014, Az. 37 O 1267/14 – nicht rechtskräftig

www.vzbv.de/13707.htm

www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/kabel-deutschland-hinweis-auf-drosselung-nicht-deutlich-genug-a-983293.html

 

Schadet Pornographie?

Zur Streitfrage, ob Pornographie Kindern und Jugendlichen schadet, gibt es sehr unterschiedliche Ansichten. Über den dahinterstehenden wissenschaftlichen Streit berichtet der Zeit-Artikel: „Dialektik der Aufklärung“, der die „Verharmloser“ einer „Hamburger Schule“ zuordnet, deren Ergebnisse und liberalen Ansicht von vielen Forschern in Zweifel gezogen werden.

www.zeit.de/2014/26/pornografie-jugendliche-aufklaerung

BPjM-Modul gehackt / Einzelne Presseorgane veröffentlichen Link zu der Liste, die auch kinderpornographische Seiten enthält

Am Dienstag, 8. Juli 2014, wurden die im sogenannten BPjM-Modul enthaltenen Internet-URLs im Klartext auf einer Internetplattform veröffentlicht.

Es handelt sich bei den Modul-Daten um Internetseiten, deren Inhalt als jugendgefährdend oder schwer jugendgefährdend eingestuft wurde bzw. sogar als strafrelevant gilt. Dementsprechend enthielt die Liste laut Presseberichten BPjM-Modul gehackt / Einzelne Presseorgane veröffentlichen Link zu der Liste, die auch kinderpornographische Seiten enthält weiterlesen

Steigende Zahl von Phishingversuchen

Der österreichische Nachrichtendienst Futurezone berichtet über steigende Phisingzahlen, die neben dem bekannten aber eher kleinen Anteil von E-Mails vermehrt gefakte Seiten und andere raffiniertere Taktiken anwenden.

Neben Bankkonten steht dabei insbesondere die Ausforschung des Privatlebens oder von Betrieben im Focus.

http://futurezone.at/digital-life/phishing-wird-vom-seltenen-anlass-zum-tagesgeschaeft/73.217.168

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