LG Hamburg gibt Google maximal 4 Tage Zeit für Prüfung

Das Landgericht Hamburg hat entschieden, dass bei einem relativ übersichtlichen Sachverhalt allenfalls ein Zeitraum von 4 Tagen für die Prüfung angemessen ist. Da Google in dem zu entscheidenden Fall diesen Zeitraum überschritt, ist die erlassene einstweilige Verfügung zu Recht erfolgt. Auch der Umstand, dass Google tagtäglich eine Vielzahl von Beschwerden erhalte, ändere daran nichts: LG Hamburg gibt Google maximal 4 Tage Zeit für Prüfung weiterlesen

Großbritannien: Details zum Porno-AVS

Die geplante Altersverifizierung für Pornoseiten soll nach einem Bericht der Mail, wie beim Glücksspiel, durch Kreditkartenchecks erfolgen. Kreditkarten können in Großbritannien erst ab dem 18. Lebensjahr beantragt werden.
Bei Verstößen drohen den Pornographieanbietern Geldstrafen von bis zu 250.000 Pfund sowie Netzsperren durch die Provider.

Nach einer Studie der National Society for the Prevention of Cruelty to Children (NSPCC) haben im letzten Jahr 48 Prozent der 11- bis 16-Jährigen pornografische Webseiten aufgerufen.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-4700260/Porn-sites-told-prove-users-18.html

Vgl. auch:
http://www.webschauder.de/grossbritannien-pornoanbieter-entwickeln-altersverfikation/

Politik liebt (Twitter-)Blocking oder Der Feind darf nicht mitlesen

Wenn es darum geht illegale Inhalte im Internet zu sperren, finden manche Politiker viele Ausreden. Eine davon ist das mögliche Overblocking, womit letztendlich gemeint ist, dass ein gesperrter legaler Inhalt viel schlimmer ist als tausend verbreitete illegale Inhalte.

Etwas anders sieht es aus, wenn es um einzelne Politiker selber geht. Da gibt es nämlich einige, die nicht wollen, dass bestimmte Bürger/Nutzer/Wähler sehen, was sie selber wieder einmal verfasst haben. Dazu nutzen sie das „Blockieren“ bei Twitter. Mit dieser Twitter-Funktion „können Nutzer verhindern, dass bestimmte Accounts sie kontaktieren, ihre Tweets sehen und ihnen folgen.“

So zum Beispiel bei Julia Reda, Politik liebt (Twitter-)Blocking oder Der Feind darf nicht mitlesen weiterlesen

Darknet-Marktplatz AlphaBay geschlossen

Seit einigen Tagen ist AlphaBay, ein Darknet-Marktplatz für illegale Güter, nicht mehr erreichbar.
Es wurde vermutet, dass die Betreiber mit dem Geld der Verkäufer und Kunden verschwunden seien.
Tatsächlich wurden der Marktplatz aber von US-amerikanischen, kanadischen und thailändischen Strafermittlern vom Netz genommen. Zumindest eine Person wurde festgenommen und soll sich dann im Arrest selbst getötet haben.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Darknet-Marktplatz-AlphaBay-nach-Razzia-geschlossen-3771649.html

Großbritannien: 22.000.000 Stunden Gemeindedienst per AGB

Bei Zustimmung zu den AGB bot der britische WLAN-Anbieter „Purple“ Gratis Wi-Fi an. 22.000 Personen meldeten sich an und nur einer merkte, dass man damit gleichzeitig die Verpflichtung einging, 1.000 Stunden Gemeindedienst zu leisten.
Auf eine Einlösung des Vertrags will Purple verzichten.

https://futurezone.at/digital-life/wlan-agb-22-000-nutzer-stimmen-zu-katzen-zu-umarmen/275.076.197

BGH: Richterlicher Auskunftsanspruch gilt auch für Subunternehmer

Der BGH hat entschieden, dass ein richterlicher Auskunftsanspruch, der sich nur auf die Telekom bezieht, auch für evtl. Subunternehmer – in diesem Fall 1&1 – gilt.
Das vom Beklagten versuchte Verwertungsverbot der erhaltenen Angaben wurde abgelehnt.

Nachfolgend der Text der Pressemeldung:

Bundesgerichtshof verneint Beweisverwertungsverbot
BGH: Richterlicher Auskunftsanspruch gilt auch für Subunternehmer weiterlesen

Beste Piraterieseiten gesucht – Google.com hilft

Torrentfreak hat anhand von Beispielen belegt, dass Google.com auf die Handy-Suchanfragen “best torrent sites” oder “torrent sites,” gute Listen mit Piraterieseiten liefert.
Bei der Suche nach “streaming sites” werden legale neben illegalen Anbietern aufgeführt.

https://torrentfreak.com/handy-google-highlights-best-torrent-sites-in-search-results-170709/

Nachtrag 24.7.
Google hat die Auflistungen geändert.
https://torrentfreak.com/google-removes-torrent-sites-from-results-carousel-100722/

 

Spotify: Fake-Bands um Kosten zu sparen?

Spoitfy steht im Verdacht mit Fake Bands Lizenzgebühren zu Lasten der Labels einzusparen. Spotify widerspricht zwar, überzeugt aber die Fachpresse nicht. MBW hat recht viele Beispiele in Playlisten gefunden, in denen Bands auftauchen, die man sonst nirgends im Netz findet.
Die ohne weitere Rechte eingekaufte Musik ist für Spotify billiger als die von normal abgerechneten Bands.

https://www.musicbusinessworldwide.com/why-spotifys-fake-artists-problem-is-an-epidemic-literally/

Österreich: Studie erfasst auch illegale Bewegtbildnutzung

Nach einer Studie der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH Österreichs erfolgt die Bewegtbildnutzung der Österreicher überwiegend aus dem TV-Programm; 88,2 % inklusive laufenden, aufgenommenen und online abrufbaren Inhalten. DVDs etc. machen 2,3 % aus.
Online-Videos haben einen Anteil von 9,4 %. Dieser ist aber sehr altersabhängig. Bei den 14-19jährigen liegt dieser bei 26 %, bei den 30-59jährigen bei 8 % und in der Gruppe 60+ nur bei einem Prozent.

Die erfassten Videoplattformen teilen sich wie folgt auf:

Unter den kostenlosen Videoportalen sind auch die illegalen Angebote, von denen zwei namentlich ausgewertet wurden kinox.to und burning series. Beide zusammen sind bei den Jugendlichen fast so wichtig, wie Amazon Prime.
Bei den über 59jährigen spielen solchen Seiten hingegen keine Rolle, dort haben aber Pornostreamingseiten einen Anteil von 6%.
Da die Angaben auf Befragungen beruhen ist davon auszugehen, dass die illegale Nutzung nicht vollständig zugegeben wurde. Die entsprechenden Werte dürften als Mindestwerte zu betrachten sein.

„DIE KONKURRENZ AUS DEM NETZ – OTT-DIENSTE IN MEDIEN UND TELEKOMMUNIKATION“
unter:
https://www.rtr.at/de/inf/Konkurrenz_aus_dem_Netz_OTT/Die_Konkurrenz_aus_dem_Netz_OTT-Dienste.pdf

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