Internet-Glücksspielangebote werben weiterhin massiv auf

Die im September 2016 veröffentlichte „STUDIE ZUR WERBEFINANZIERUNG VON INTERNETSEITEN ZUR ILLEGALEN VERBREITUNG URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZTER WERKE“ zeigt, dass die wichtigste Werbebranche für Piraterieseiten das Internet-Glücksspiel ist (22,3 Prozent aller Anzeigen) [1].
Die Bedeutung der Internet-Glücksspielseiten für die Finanzierung der Internetpiraterie wird noch dadurch verstärkt, dass die Werbung meist über große Pop-ups und Pop-unders erfolgt und somit überdurchschnittlich zu den Einnahmen beiträgt.

Neben der Veröffentlichung der Studie in der Presse wurden die Anbieter der Internet-Glücksspielangebote im Oktober detailliert über ihre Beteiligung an der Finanzierung urheberrechts-verletzender Seiten informiert.
In dieser Untersuchung wird geprüft, ob sich im Vergleich zum Erhebungszeitraum Juli 2016 etwas geändert hat. Internet-Glücksspielangebote werben weiterhin massiv auf weiterlesen

Gambling industry still supporting piracy

According to a German study, 22.3% of all ads on piracy sites in July 2016 were ads for gambling. Gambling ads are normally pop-ups or pop-unders and are more expensive than “normal” ads. So, they account for much more than a quarter of the ad income for piracy sites.
After publishing this study in September 2016, the Gambling companies and their German association were informed of the gambling companies support to piracy sites.

A recent study checked if something had changed between October and December 2016. This research used a “Pro”-registration account on Similiarweb.com, which shows you the Top 5 of advertising branches, advertising companies and ad networks on most internet sites for free. Gambling industry still supporting piracy weiterlesen

Ermittlungen wegen Geldwäsche gegen Multihoster

Nach Angaben von Tarnkappe ermitteln die Staatsanwaltschaft Dresden und das LKA Sachsen gegen einen mutmaßlichen Betreiber von Premiumize.me wegen des Verdachts der Geldwäsche.
Ein Nutzer, der die Seite mit paysafcard bezahlt hatte wurde als Zeuge geladen.
Premiumize.me ist VPN-Anbieter, Multihoster und Cloud-Anbieter für Torrent- und Usenet-Downloads in einem.

https://tarnkappe.info/premiumize-me-ermittlungen-wegen-geldwaesche/

Großbritannien: YouTube-Boykott

Unter dem Titel „Taxpayers are funding extremism“ hat die Times aufgezeigt, dass Werbung seriöser Institutionen und Unternehmen auf extremistischen Botschaften bei YouTube erscheint. Diese können durch YouTubes Werbevermittlung bis zu sechsstellige Geldbeträge erwirtschaften.
Verschiedene britische Konzerne und die britische Regierung schalten dort vorerst keine Werbung mehr.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Onlinewerbung-neben-extremistischen-Videos-Britische-Werber-boykottieren-Youtube-3659238.html

http://www.thetimes.co.uk/article/taxpayers-fund-extremism-csdn0npsf

USA: Reiche eBook-Piraten

Eine Online-Umfrage der Marktforscher von Nielsen in den USA zeigt:

42 Prozent der Befragten haben sich in den vergangenen 12 Monaten mindestens ein eBook gekauft.

22 Prozent haben sich in den letzten 12 Monaten mindestens ein eBook illegal besorgt.

Von diesen sind:

  • 66 Prozent sind männlich.
  • 88 Prozent sind zwischen 18 und 34 Jahre alt.
  • 72 Prozent haben mindestens einen College-Abschluss.
  • 36 Prozent verdienen zwischen 60.000 und 99.000 US-Dollar im Jahr. Weitere 29 Prozent sogar über 100.000 US-Dollar/Jahr.

Der Schaden durch die illegalen Downloads wird auf 315 Millionen US-Dollar geschätzt.

https://www.digimarc.com/resources/ebook-piracy-study

BGH: Auch DDOS-Attacken auf illegale Angebote sind verboten

Der BGH hat eine Entscheidung des LG Leipzig bestätigt, nach der ein Mittäter eine Piraterieportals wegen Computersabotage verurteilt wurde:
„Die Verurteilung wegen (Beihilfe zur) Computersabotage […] hält rechtlicher Überprüfung stand. Sie fußt auf der zutreffenden rechtlichen Erwägung des Landgerichts, dass es für die Verwirklichung des Straftatbestandes des § 303b StGB unerheblich ist, ob sich die Sabotagehandlungen auf Datenverarbeitungsvorgänge zu rechtmäßigen oder rechtswidrigen Zwecken beziehen.“

https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/5/16/5-164-16.php

Großbritannien: Gericht ermöglicht sperren von Live-Streams

Die britische Premiere League hat ein Urteil erzielt, nachdem auch illegale Streams gesperrt werden können die an Kodi-Boxen oder ähnliche Geräte ausgeliefert werden. Damit können anscheinend ganze Streamingserver gesperrt werden und zwar auf Zuruf und ohne eine weitere Gerichtsentscheidung.
An der endgültigen Formulierung der bis zum Ende der Fußballsaison gültigen gerichtlichen Verfügung haben sich wohl auch einige der ISPs beteiligt.
Es ist zudem deutlich geworden, das zu Zeiten der aktuellen Spiele diese Server einen nicht unerheblichen Teil der Datenlast im Netz ausmachen.

https://torrentfreak.com/new-uk-kodi-piracy-blocking-injunction-is-a-pretty-scary-beast-170314/

Upload-Filter gegen „Terrorismus und Extremismus“

Facebook, Youtube, Twitter und Microsoft haben den Prototypen einer Datenbank gestartet, in dem „digitale Fingerabdrücke“ (Hashwerte) von terroristischen oder extremistischen Inhalten gespeichert werden. Letztendlich soll so ein erneutes Hochladen schon bekannter illegaler Inhalte vermieden werden.

https://netzpolitik.org/2017/facebook-twitter-co-upload-filter-gegen-terrorismus-und-extremismus-gestartet/

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