Jugendschutz.net zeigt erneut mangelndes Engagement gegen Hass

Eine aktuelle Untersuchung von jugendschutz.net zur Löschung rechtswidriger Hassbeiträge bei Facebook, YouTube und Twitter zeigt, dass Meldungen der Nutzer immer noch nicht ernst genommen werden:

  • Von den strafbaren Inhalten, die jugendschutz.net als User meldete, löschten oder sperrten Facebook 39 % (minus 7 % im Vergleich zum letzten Test), YouTube 90 % (plus 80 %) und Twitter weiterhin 1 %.
  • Bei YouTube wurden nach der Meldung als akkreditierter User weitere 7 % gelöscht oder gesperrt, bei Twitter 63 %.
  • Erst nach direkten Kontakten per E-Mail löschte Facebook weitere 54 % (Löschquote 88 %), YouTube und Twitter entfernten alle verbliebenen Testfälle.

Im Endeffekt löschten somit Facebook 93 % aller gemeldeten strafbaren Inhalte (plus 2 % im Vergleich zum letzten Test), YouTube 100% (plus 2 %) und Twitter 100 % (plus 18 %).

Die Vereinbarung, die Mehrzahl der gemeldeten rechtswidrigen Hassbotschaften innerhalb von 24 Stunden zu entfernen, wird derzeit nur von YouTube eingehalten.

http://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/Artikel/03142017_Monitoring_jugendschutz.net.pdf?__blob=publicationFile&v=1