Archiv der Kategorie: Maßnahmen

USA: Trecker-Hack

Traktorenhersteller John Deere hat seine Traktoren mit einer Software ausgerüstet, die John Deere erhebliche Eingriffe in die verkauften Traktoren ermöglicht. Dies nutzt das Unternehmen u.a.  um das alleinige Recht auf Reparatur durchzusetzen.

Wenn ein US-Landwirt seinen neuen John-Deere-Traktor reparieren will, muss die Reparatur kostenpflichtig von einem Mitarbeiter des Herstellers erlaubt werden, ansonsten sorgt die Software dafür, dass der Trecker sich nicht mehr bewegt.

Farmer setzen deshalb immer öfter eine in der Ukraine gecrackte Fahrzeugsoftware ein, damit sie wieder alleine über ihren Trecker bestimmen können.

https://futurezone.at/digital-life/us-farmer-hacken-vermehrt-ihre-eigenen-traktoren/253.677.084

Nun auch Google-Boykott in den USA

Der Streit um Werbung auf extremistischen YouTube-Videos hat nun auch dazu geführt, dass in den USA erste Unternehmen Google boykottieren. Nach Angaben von USA Today gilt dies u.a. für AT&T, Verizon sowie Johnson & Johnson.

Googles halbherzige Maßnahmen und Versprechen scheinen zumindest bis jetzt noch nicht zu greifen.

http://www.usatoday.com/story/tech/news/2017/03/22/att-pulls-google-youtube-ads-over-offensive-content/99497194/

https://www.golem.de/news/neue-richtlinien-google-will-werber-besser-vor-hass-webseiten-schuetzen-1703-126856.html

Ermittlungen wegen Geldwäsche gegen Multihoster

Nach Angaben von Tarnkappe ermitteln die Staatsanwaltschaft Dresden und das LKA Sachsen gegen einen mutmaßlichen Betreiber von Premiumize.me wegen des Verdachts der Geldwäsche.
Ein Nutzer, der die Seite mit paysafcard bezahlt hatte wurde als Zeuge geladen.
Premiumize.me ist VPN-Anbieter, Multihoster und Cloud-Anbieter für Torrent- und Usenet-Downloads in einem.

https://tarnkappe.info/premiumize-me-ermittlungen-wegen-geldwaesche/

Großbritannien: YouTube-Boykott

Unter dem Titel „Taxpayers are funding extremism“ hat die Times aufgezeigt, dass Werbung seriöser Institutionen und Unternehmen auf extremistischen Botschaften bei YouTube erscheint. Diese können durch YouTubes Werbevermittlung bis zu sechsstellige Geldbeträge erwirtschaften.
Verschiedene britische Konzerne und die britische Regierung schalten dort vorerst keine Werbung mehr.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Onlinewerbung-neben-extremistischen-Videos-Britische-Werber-boykottieren-Youtube-3659238.html

http://www.thetimes.co.uk/article/taxpayers-fund-extremism-csdn0npsf

Großbritannien: Gericht ermöglicht sperren von Live-Streams

Die britische Premiere League hat ein Urteil erzielt, nachdem auch illegale Streams gesperrt werden können die an Kodi-Boxen oder ähnliche Geräte ausgeliefert werden. Damit können anscheinend ganze Streamingserver gesperrt werden und zwar auf Zuruf und ohne eine weitere Gerichtsentscheidung.
An der endgültigen Formulierung der bis zum Ende der Fußballsaison gültigen gerichtlichen Verfügung haben sich wohl auch einige der ISPs beteiligt.
Es ist zudem deutlich geworden, das zu Zeiten der aktuellen Spiele diese Server einen nicht unerheblichen Teil der Datenlast im Netz ausmachen.

https://torrentfreak.com/new-uk-kodi-piracy-blocking-injunction-is-a-pretty-scary-beast-170314/

Großbritannien: TalkTalk greift durch

Der britische Provider TalkTalk hat verdeutlicht, welche technischen Möglichkeiten ein Provider hat. Nach gehäuften Vorfällen, bei denen sich Betrüger etwa als Mitarbeiter von Microsoft ausgaben und Zugriff auf Rechner per Teamviewer oder anderen Programmen erhielten, wurde u.a. das Fernwartungstool Teamviewer im Netz blockiert. Inzwischen arbeitet man mit Teamviewer an zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Gegen-Phishing-Britischer-Provider-sperrt-TeamViewer-3648792.html

Gesetzentwurf zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken

Bundesminister Heiko Maas hat heute einen Gesetzentwurf zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken vorgestellt. Der Gesetzentwurf zielt darauf, Hasskriminalität und strafbare Falschnachrichten auf den Plattformen sozialer Netzwerke wirksamer zu bekämpfen.
Die Betreiber sozialer Netzwerke werden verpflichtet,
•den Nutzern ein leicht erkennbares, unmittelbar erreichbares und ständig verfügbares Verfahren zur Übermittlung von Beschwerden über strafbare Inhalte anzubieten,
•Nutzerbeschwerden unverzüglich zur Kenntnis zu nehmen und auf strafrechtliche Relevanz zu prüfen,
•offensichtlich strafbare Inhalte innerhalb von 24 Stunden nach Eingang der Beschwerde zu löschen oder zu sperren,
•jeden strafbaren Inhalt innerhalb von 7 Tagen nach Eingang der Beschwerde zu löschen oder zu sperren und
•den Nutzer über jede Entscheidung bezüglich seiner Beschwerde zu informieren.

Die Verpflichtung zur Löschung oder Sperrung bezieht sich auch auf sämtliche auf der Plattform befindlichen Kopien des strafbaren Inhalts.
Betreiber sozialer Netzwerke, die ein wirksames Beschwerdemanagement gar nicht oder nicht richtig einrichten – insbesondere weil sie strafbare Inhalte nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig löschen – begehen eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann mit einer Geldbuße von bis zu fünf Millionen Euro gegen eine für das Beschwerdeverfahren verantwortliche Person geahndet werden. Gegen das Unternehmen selbst kann die Geldbuße bis zu 50 Millionen Euro betragen.
Eine Geldbuße kann auch verhängt werden, wenn das soziale Netzwerk seiner Berichtspflicht nicht oder nicht vollständig nachkommt.
http://www.bmjv.de/SharedDocs/Artikel/DE/2017/03142017_GE_Rechtsdurchsetzung_Soziale_Netzwerke.html;jsessionid=38C8A837A5B30FE2BDD1A836967E3AF5.1_cid289

Niederlande: Schadensersatz vom Staat?

In dem Streit um Schadensersatz für die Filmindustrie, weil der Staat zu wenig gegen Piraterie unternommen hat, wurde nun von Niederländischen Produzenten eine erste Vorladung versendet.

https://www.nrc.nl/nieuws/2017/03/07/auteursrechten-staat-gedaagd-om-lakse-aanpak-illegaal-downloaden-films-en-series-7160440-a1549274

Vgl. auch:
http://www.webschauder.de/niederlande-filmindustrie-will-12-mrd-e-schadensersatz-vom-staat/

BKA: crimenetwork.biz geschlossen

BKA, LKAs und mehrere Generalstaatsanwaltschaften ermitteln gegen das Underground-Economy-Forum „crimenetwork.biz“. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, über dieses inzwischen abgeschaltete Forum mit illegalen Waren und Dienstleistungen gehandelt zu haben.

In den Abendstunden des 07.03.2017 durchsuchten dann mehr als 1000 Ermittler durch das Bundeskriminalamt koordiniert im gesamten Bundesgebiet über 120 Wohnungen und Geschäftsräume und stellten umfangreiches Beweismaterial sicher, welches nun ausgewertet wird. BKA: crimenetwork.biz geschlossen weiterlesen