Archiv der Kategorie: Martktforschung

Großbritannien: IP Crime Report

Der neue „IP CRIME AND ENFORCEMENT REPORT 2016/17” des britischen IP Office stellt u.a. die Organisationen vor, die sich um diese Themen kümmern. Zudem gibt es einzelnen Zahlen:

  • 15% aller Internetnutzer ab 12 Jahren konsumierten zwischen März und Mai 2017 mindestens einen illegalen Inhalt, damit gibt es keine Veränderung zum gleichen Zeitraum in 2016.
  • Das Industry Trust for IP berichtet, dass 19 % der Erwachsenen urheberrechtsverletzende Inhalte über IPTV ansehen – auch bekannt als “Set-Top-Boxen „, „Streaming-Boxen“, Android-Boxen „und Kodi-Boxen“.
  • Von den mehr als 10 Millionen registrierten britischen Domains wurden 8049 für kriminelle Aktivitäten genutzte Domains abgeschaltet (Vorjahr: 3886).

https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/642324/IP_Crime_Report_2016_-_2017.pdf

„Game of Thrones 7“: Mehr als 1 Milliarde illegale Abrufe

Nach Angaben der Technologiefirma MUSO gab es zur aktuellen Staffel von Games of Thrones mehr als eine Milliarde illegale Abrufe. Im Durchschnitt wurde jede Staffel 140 Millionen Mal illegal gesehen – legal sollen es 32 Millionen Zugriffe gewesen sein.

Die überwiegende Mehrheit der Raubkopierer nutzt Streaming-Dienste (85%), gefolgt von Torrents (9%) und direkten Downloads (6%). Private Torrent-Tracker haben weniger als ein Prozent.

Die Streaming-Daten, die MUSO von SimilarWeb bezieht, stammen aus einer Stichprobe von 200 Millionen Geräten und werden auf die Gesamtwerte hochgerechnet. Nicht mit in der Betrachtung enthalten sind China und Kodi-Boxen.

https://torrentfreak.com/game-of-thrones-season-7-pirated-over-a-billion-times-170905/

Kinderpornographie: Manche deutsche Internetanbieter lassen sich viel Zeit beim Löschen

Über die Frage, ob Löschen statt Sperren der Weisheit letzter Schluss ist, kann man lange streiten. Unstrittig aber sollte sein, dass deutsche Internetanbieter Kinderpornographie umgehend löschen, sobald sie darüber informiert werden.
Genau dies passiert aber eben nicht. Laut dem „Bericht über die im Jahr 2016 ergriffenen Maßnahmen zum Zweck der Löschung von Telemedienangeboten mit kinderpornografischem Inhalt im Sinne des § 184b des Strafgesetzbuchs“ wurden nur 70 Prozent (720) aller Inhalte in Deutschland spätestens nach zwei Tagen gelöscht. Nach einer Woche lag die „Erfolgsquote“ bereits bei 95 Prozent (975). Der durchschnittliche Verfügbarkeitszeitraum lag somit bei 2,93 Tagen.
Erklärt wird der verbleibende Rest von 5 Prozent mit: „Ursächlich für die nach einer Woche noch verbliebenen Inhalte (5 Prozent) waren auch im Jahr 2016 der temporäre Verzicht auf Löschungen aus ermittlungstaktischen Gründen sowie technische und / oder organisatorische Probleme einzelner Provider bei der Umsetzung des Löschungsersuchens.“
Wieso aber 25 Prozent der bei deutschen Hostern liegenden kinderpornographischen Inhalte erst nach zwei oder mehr Tagen gelöscht werden bleibt offen.

http://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/Statistiken/Download/Bericht_Loeschen-statt_sperren_2016.pdf;jsessionid=93FE720EBE908545B15A966EC06405DF.2_cid334?__blob=publicationFile&v=2

Luxusmarken: Gern genutzt für Betrugdomains

Eine aktuelle Studie von DomainTools und Farsight Security hat untersucht, inwieweit die Namen von acht führenden Luxusmarken (Chanel, Gucci, Cartier, Prada, Givenchy, Hermès, Burberry und Louis Vuitton) bei Domains genutzt werden. Insgesamt hat man zu den acht Marken 538 registrierte Domains gefunden, die in irgendeiner Form diese Markennamen verwenden und höchstwahrscheinlich betrügerisch sind.
Tim Helming, Director of Product Management bei DomainTools, sagt, das Problem liegt auch an den lockeren Standards der Domain-Registrare, die sich nicht darum kümmern, wer den Namen kauft.

http://www.adweek.com/brand-marketing/luxury-brands-just-got-one-more-reason-to-hate-the-internet-spoofing/

Pirateriezahlen zu Mayweather/McGregor

Der Boxkampf zwischen Mayweather und McGregor hat wohl einen neuen Piraterierekord erzielt:

Laut Irdeto gab es 239 illegale Live-Streaming-Angebote zu dem Kampf, die weltweit schätzungsweise 2,93 Millionen Zuschauer erreichten. Dazu kamen geschätzte 445.000 Downloads.
67 der 239 Streams erfolgten über bekannte Piraterie-Streaming-Websites. Es wurden aber auch Dienste wie Facebook, YouTube, Twitter’s Periscope, Twitch (Amazon) und die Media-Player-Plattform Kodi genutzt. Pirateriezahlen zu Mayweather/McGregor weiterlesen

Portugal: Studie zum Erfolg der Sperren

Eine neue Studie von INCOPRO untersucht die Internetsperren urheberrechtsverletzender Seiten in Portugal zwischen November 2015 und Oktober 2016.
Von den 250 wichtigsten Piraterieseiten wurden 65 gesperrt. Nach der Sperrung sank deren Besuche um 56,6 %, während die gleichen Seiten weltweit ein Wachstum vom 3,9 % aufwiesen.
Auf alle 250 Seiten bezogen sanken die Besuche in Portugal um 9,3 % während sie weltweit um 30,8 % stiegen. Portugal: Studie zum Erfolg der Sperren weiterlesen

Großes illegales Angebot der Games of Thrones Staffel 7

Nach einer Untersuchung der Internetforensiker von FDS File Defense Service gibt es 10 Tage nach dem Erscheinen der neuen GoT-Staffel bereits ein vielfältiges Angebot an illegalen Versionen der beiden ersten Episoden.

Beide Episoden waren bereits wenige Stunden nach der jeweiligen Ausstrahlung bzw. Bereitstellung durch legale Plattformen wie Sky, iTunes oder Amazon sowohl als illegaler Direct Download als auch als illegaler Stream verfügbar.
Innerhalb der ersten 10 Tage wurden auf den Piraterieportalen schon halb so viele Einträge für GoT 7 gefunden, wie für die gesamt Staffel 6.

Insgesamt hat Filedefense 540 verschiedene Einträge auf für Deutschland wichtigen Piraterieportalen gefunden. 431 verlinkten zu einem Downloadangebot, 109 zu einem Streamingangebot. Im Vergleich zum Angebot der 6. Staffel zeigt sich die stärkere Bedeutung des Streamings, welches seinen Anteil am Angebot auf nun 20,2% mehr als verdoppelte.

Die 540 Angebote auf den Portalen nutzen insgesamt 657 Filmkopien auf verschiedenen Hostern. Die Zahlen unterscheiden sich, da es einerseits mehrere Filmkopien je Eintrag geben kann und andererseits verschiedene Portale auf die gleiche illegale Kopie verlinken. 374 Filmkopien waren für den Download und 283 für die Betrachtung im Stream geeignet.

Game of Thrones: 90 Mio. mal illegal

Nach Angaben der im Anti-Piraterie-Bereich tätigen Firma Muso wurde die Episode 1 der aktuellen siebten Game of Thrones Serie in den ersten 3 Tagen über 90 Millionen Mal illegal bezogen.

Vertriebswege:
77,9 Mio. Streaming
8,3 Mio. Tauschbörsen (zzgl. 0,5 Mio. private Tracker)
4,9 Mio. Downloads

Länder mit der meisten illegalen Nutzung:
15,1 Mio. USA
6,2 Mio. Großbritannien
4,9 Mio. Deutschland
4,3 Mio. Indien
4,3 Mio. Indonesien

Legal soll die Serie 16 Millionen Mal gesehen worden sein.

http://www.businessinsider.de/game-of-thrones-season-7-episode-1-pirated-90-million-times-muso-2017-7?r=US&IR=T

http://variety.com/2017/tv/news/game-of-thrones-season-7-premiere-ratings-1202497751/

Großbritannien: Details zum Porno-AVS

Die geplante Altersverifizierung für Pornoseiten soll nach einem Bericht der Mail, wie beim Glücksspiel, durch Kreditkartenchecks erfolgen. Kreditkarten können in Großbritannien erst ab dem 18. Lebensjahr beantragt werden.
Bei Verstößen drohen den Pornographieanbietern Geldstrafen von bis zu 250.000 Pfund sowie Netzsperren durch die Provider.

Nach einer Studie der National Society for the Prevention of Cruelty to Children (NSPCC) haben im letzten Jahr 48 Prozent der 11- bis 16-Jährigen pornografische Webseiten aufgerufen.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-4700260/Porn-sites-told-prove-users-18.html

Vgl. auch:
http://www.webschauder.de/grossbritannien-pornoanbieter-entwickeln-altersverfikation/

Österreich: Studie erfasst auch illegale Bewegtbildnutzung

Nach einer Studie der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH Österreichs erfolgt die Bewegtbildnutzung der Österreicher überwiegend aus dem TV-Programm; 88,2 % inklusive laufenden, aufgenommenen und online abrufbaren Inhalten. DVDs etc. machen 2,3 % aus.
Online-Videos haben einen Anteil von 9,4 %. Dieser ist aber sehr altersabhängig. Bei den 14-19jährigen liegt dieser bei 26 %, bei den 30-59jährigen bei 8 % und in der Gruppe 60+ nur bei einem Prozent.

Die erfassten Videoplattformen teilen sich wie folgt auf:

Unter den kostenlosen Videoportalen sind auch die illegalen Angebote, von denen zwei namentlich ausgewertet wurden kinox.to und burning series. Beide zusammen sind bei den Jugendlichen fast so wichtig, wie Amazon Prime.
Bei den über 59jährigen spielen solchen Seiten hingegen keine Rolle, dort haben aber Pornostreamingseiten einen Anteil von 6%.
Da die Angaben auf Befragungen beruhen ist davon auszugehen, dass die illegale Nutzung nicht vollständig zugegeben wurde. Die entsprechenden Werte dürften als Mindestwerte zu betrachten sein.

„DIE KONKURRENZ AUS DEM NETZ – OTT-DIENSTE IN MEDIEN UND TELEKOMMUNIKATION“
unter:
https://www.rtr.at/de/inf/Konkurrenz_aus_dem_Netz_OTT/Die_Konkurrenz_aus_dem_Netz_OTT-Dienste.pdf

Großbritannien: Illegales Sportstreaming üblich

Nach einer Studie im Auftrag des BBC ist es in Großbritannien üblich, illegale Streams von Fußballspielen zu sehen:
47 Prozent der Fans haben schon mindestens einmal ein Spiel auf einer illegalen Streamingseite gesehen;
36 Prozent machen dies mindestens einmal im Monat und
22 Prozent sogar mindestens einmal die Woche.
Mit steigendem Alter sinken die Anteile der Nutzer illegaler Streamingseiten.
http://www.bbc.com/sport/football/40483486