Archiv der Kategorie: Martktforschung

Game of Thrones: 90 Mio. mal illegal

Nach Angaben der im Anti-Piraterie-Bereich tätigen Firma Muso wurde die Episode 1 der aktuellen siebten Game of Thrones Serie in den ersten 3 Tagen über 90 Millionen Mal illegal bezogen.

Vertriebswege:
77,9 Mio. Streaming
8,3 Mio. Tauschbörsen (zzgl. 0,5 Mio. private Tracker)
4,9 Mio. Downloads

Länder mit der meisten illegalen Nutzung:
15,1 Mio. USA
6,2 Mio. Großbritannien
4,9 Mio. Deutschland
4,3 Mio. Indien
4,3 Mio. Indonesien

Legal soll die Serie 16 Millionen Mal gesehen worden sein.

http://www.businessinsider.de/game-of-thrones-season-7-episode-1-pirated-90-million-times-muso-2017-7?r=US&IR=T

http://variety.com/2017/tv/news/game-of-thrones-season-7-premiere-ratings-1202497751/

Großbritannien: Details zum Porno-AVS

Die geplante Altersverifizierung für Pornoseiten soll nach einem Bericht der Mail, wie beim Glücksspiel, durch Kreditkartenchecks erfolgen. Kreditkarten können in Großbritannien erst ab dem 18. Lebensjahr beantragt werden.
Bei Verstößen drohen den Pornographieanbietern Geldstrafen von bis zu 250.000 Pfund sowie Netzsperren durch die Provider.

Nach einer Studie der National Society for the Prevention of Cruelty to Children (NSPCC) haben im letzten Jahr 48 Prozent der 11- bis 16-Jährigen pornografische Webseiten aufgerufen.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-4700260/Porn-sites-told-prove-users-18.html

Vgl. auch:
http://www.webschauder.de/grossbritannien-pornoanbieter-entwickeln-altersverfikation/

Österreich: Studie erfasst auch illegale Bewegtbildnutzung

Nach einer Studie der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH Österreichs erfolgt die Bewegtbildnutzung der Österreicher überwiegend aus dem TV-Programm; 88,2 % inklusive laufenden, aufgenommenen und online abrufbaren Inhalten. DVDs etc. machen 2,3 % aus.
Online-Videos haben einen Anteil von 9,4 %. Dieser ist aber sehr altersabhängig. Bei den 14-19jährigen liegt dieser bei 26 %, bei den 30-59jährigen bei 8 % und in der Gruppe 60+ nur bei einem Prozent.

Die erfassten Videoplattformen teilen sich wie folgt auf:

Unter den kostenlosen Videoportalen sind auch die illegalen Angebote, von denen zwei namentlich ausgewertet wurden kinox.to und burning series. Beide zusammen sind bei den Jugendlichen fast so wichtig, wie Amazon Prime.
Bei den über 59jährigen spielen solchen Seiten hingegen keine Rolle, dort haben aber Pornostreamingseiten einen Anteil von 6%.
Da die Angaben auf Befragungen beruhen ist davon auszugehen, dass die illegale Nutzung nicht vollständig zugegeben wurde. Die entsprechenden Werte dürften als Mindestwerte zu betrachten sein.

„DIE KONKURRENZ AUS DEM NETZ – OTT-DIENSTE IN MEDIEN UND TELEKOMMUNIKATION“
unter:
https://www.rtr.at/de/inf/Konkurrenz_aus_dem_Netz_OTT/Die_Konkurrenz_aus_dem_Netz_OTT-Dienste.pdf

Großbritannien: Illegales Sportstreaming üblich

Nach einer Studie im Auftrag des BBC ist es in Großbritannien üblich, illegale Streams von Fußballspielen zu sehen:
47 Prozent der Fans haben schon mindestens einmal ein Spiel auf einer illegalen Streamingseite gesehen;
36 Prozent machen dies mindestens einmal im Monat und
22 Prozent sogar mindestens einmal die Woche.
Mit steigendem Alter sinken die Anteile der Nutzer illegaler Streamingseiten.
http://www.bbc.com/sport/football/40483486

OECD und EUIPO veröffentlichen Studie

Eine Studie von EUIPO und der OECD befasst sich mit den Herkunftsländern und den wichtigsten Transportwegen für Produktfälschungen:

Quelle: https://twitter.com/OECDgov/status/878151555287056384

Die komplette Studie „Mapping the Real Routes of Trade in Fake Goods“ findet sich unter
https://euipo.europa.eu/tunnel-web/secure/webdav/guest/document_library/observatory/documents/reports/Mapping_the_Real_Routes_of_Trade_in_Fake_Goods_en.pdf

https://twitter.com/OECDgov/status/878151555287056384

EU-Studie zum Löschverhalten von Facebook, YouTube und Twitter

Die WELT informiert vorab über eine Studie der Europäischen Kommission, die in 24 europäischen Ländern das Löschverhalten von Facebook, Twitter und YouTube in mehr als 1500 Fällen in den Monaten März bis Mai untersuchte.

  • 40,8 Prozent der gemeldeten Inhalte wurden nicht gelöscht.
  • Wenn gelöscht wurde, dann dauerte es. Nur in etwa jedem zweiten Fall löschten sie binnen der vorgesehenen Frist von 24 Stunden, 13 Prozent dauerten länger als eine Woche.

Nachtrag:
Inzwischen wurde die Studie veröffentlicht:
http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-1471_de.htm

https://www.welt.de/wirtschaft/article165115763/Hass-und-Hetze-werden-nicht-schnell-genug-geloescht.html

USA: 6 % nutzen KODI für illegale Inhalte

Kodi, ein Open Source Media Player, wird immer wichtiger für den Bezug von unlizenzierten Inhalten. Dazu wird das Kodi Programm um Ad-Ons erweitert oder es werden vorkonfigurierte Kodi-Boxen gekauft, die dann den “kostenlosen” Bezug illegaler Inhalte ermöglichen. Zusätzlich können Premium Services mit noch mehr Inhalten gegen eine monatliche Gebühr erworben werden.

Nach einer Studie von Sandvine (Basis 250.000 Haushalte), nutzen
6 % aller nordamerikanischen Haushalte Kodi für illegal Live- oder On-Demand-Inhalte. Im Detail:
• 8,8% der Nordamerikanischen Haushalte haben mindestens ein Gerät auf dem Kodi installiert ist.
• 68,6% dieser Haushalte nutzen auch Add-Ons für den Zugang zu unlizenzierten Inhalten.

https://www.sandvine.com/trends/fraud.html

Schäden durch Cybercrime

Nach Angaben des Bundeskriminalamtes ist 2016 bei rund 83.000 erfassten Fällen von Cybercrime in Deutschland ein Schaden von über 51 Millionen Euro entstanden.
Nach Schätzung des DIW (Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung) ist Privatpersonen in 2015 ein Schaden von 3,4 Milliarden Euro entstanden.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/BKA-Ueber-51-Millionen-Euro-Schaden-durch-Cybercrime-3702465.html

Großbritannien: Fast 5 Millionen Briten nutzen illegale Streaming-Boxen oder Apps

Laut der YouGov-Studie „Illegal Streaming“ nutzen in Großbritannien 4,9 Millionen erwachsene Bürger Piraterie-Angebote über illegal modifizierte Kodiboxen, Amazon Fire TV Chipped Sticks oder illegale Streaming-Apps für Handy und Tablet.

830.000 Personen haben deshalb schon mindestens ein Pay-TV-Abo gekündigt, weitere haben dies vor (da je Haushalt mehrere Personen ein Abo nutzen, ist die Anzahl der insgesamt gekündigten Abos niedriger).

Etwa 2,6 Millionen Briten können sich vorstellen, künftig solche illegalen Streaming-Angebote zu nutzen.

https://yougov.co.uk/news/2017/04/20/almost-five-million-britons-use-illegal-tv-streami/

Illegales Glücksspiel: 1,5 Mrd. Umsatz in Deutschland

Nach einer aktuellen Studie des „Handelsblatt Research Institute“ erreichte in 2015 der deutsche Glücksspielmarkt einen Umsatz in Höhe von 14,2 Mrd. Euro. Der regulierte Markt mit deutscher Lizenz erreichte 10,4 Mrd. Umsatz, der nicht regulierte Markt (Lizenz aus einem anderen EU-Land) 2,3 Mrd. und der Schwarzmarkt (gar keine Lizenz) 1,5 Mrd. Euro.

http://docs.dpaq.de/12119-20170331_management_summary_studie_hri_1_gruen_dina4.pdf