Archiv der Kategorie: Martktforschung

USA: 6 % nutzen KODI für illegale Inhalte

Kodi, ein Open Source Media Player, wird immer wichtiger für den Bezug von unlizenzierten Inhalten. Dazu wird das Kodi Programm um Ad-Ons erweitert oder es werden vorkonfigurierte Kodi-Boxen gekauft, die dann den “kostenlosen” Bezug illegaler Inhalte ermöglichen. Zusätzlich können Premium Services mit noch mehr Inhalten gegen eine monatliche Gebühr erworben werden.

Nach einer Studie von Sandvine (Basis 250.000 Haushalte), nutzen
6 % aller nordamerikanischen Haushalte Kodi für illegal Live- oder On-Demand-Inhalte. Im Detail:
• 8,8% der Nordamerikanischen Haushalte haben mindestens ein Gerät auf dem Kodi installiert ist.
• 68,6% dieser Haushalte nutzen auch Add-Ons für den Zugang zu unlizenzierten Inhalten.

https://www.sandvine.com/trends/fraud.html

Schäden durch Cybercrime

Nach Angaben des Bundeskriminalamtes ist 2016 bei rund 83.000 erfassten Fällen von Cybercrime in Deutschland ein Schaden von über 51 Millionen Euro entstanden.
Nach Schätzung des DIW (Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung) ist Privatpersonen in 2015 ein Schaden von 3,4 Milliarden Euro entstanden.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/BKA-Ueber-51-Millionen-Euro-Schaden-durch-Cybercrime-3702465.html

Großbritannien: Fast 5 Millionen Briten nutzen illegale Streaming-Boxen oder Apps

Laut der YouGov-Studie „Illegal Streaming“ nutzen in Großbritannien 4,9 Millionen erwachsene Bürger Piraterie-Angebote über illegal modifizierte Kodiboxen, Amazon Fire TV Chipped Sticks oder illegale Streaming-Apps für Handy und Tablet.

830.000 Personen haben deshalb schon mindestens ein Pay-TV-Abo gekündigt, weitere haben dies vor (da je Haushalt mehrere Personen ein Abo nutzen, ist die Anzahl der insgesamt gekündigten Abos niedriger).

Etwa 2,6 Millionen Briten können sich vorstellen, künftig solche illegalen Streaming-Angebote zu nutzen.

https://yougov.co.uk/news/2017/04/20/almost-five-million-britons-use-illegal-tv-streami/

Illegales Glücksspiel: 1,5 Mrd. Umsatz in Deutschland

Nach einer aktuellen Studie des „Handelsblatt Research Institute“ erreichte in 2015 der deutsche Glücksspielmarkt einen Umsatz in Höhe von 14,2 Mrd. Euro. Der regulierte Markt mit deutscher Lizenz erreichte 10,4 Mrd. Umsatz, der nicht regulierte Markt (Lizenz aus einem anderen EU-Land) 2,3 Mrd. und der Schwarzmarkt (gar keine Lizenz) 1,5 Mrd. Euro.

http://docs.dpaq.de/12119-20170331_management_summary_studie_hri_1_gruen_dina4.pdf

USA: DMCA erspart YouTube jährlich bis zu 1 Mrd. Kosten

Nach einer aktuellen Studie des Phoenix Centers aus Washington ermöglicht die amerikanische DMCA-Regelung YouTube unautorisierte Kopien von Musik ohne Bezahlung von Lizenzgebühren anzubieten.
Müsste YouTube diese zu Marktpreisen einkaufen, würden jährlich alleine in den USA Lizenzgebühren zwischen $ 650 Million und 1 Milliarde US-Dollar an die Musikwirtschaft fällig.

“SAFE HARBORS AND THE EVOLUTION OF MUSIC RETAILING”
http://www.phoenix-center.org/PolicyBulletin/PCPB41Final.pdf

Unterschiede im Streaming:

https://medium.com/@RIAA/2016-a-year-of-progress-for-music-4e9b77022635

Antisemitische Kommentare alle 83 Sekunden

Laut einer Studie des Jüdischen Weltkongresses (WJC) wird alle 83 Sekunden ein antisemitischer Kommentar im Internet veröffentlicht. Insgesamt wurden 2016 bei Twitter, Facebook, YouTube, Instagram, in Blogs und anderen sozialen Medien mehr als 382.000 antisemitische Kommentare veröffentlicht. 63 Prozent davon bei Twitter.

https://futurezone.at/digital-life/alle-83-sekunden-erscheint-antisemitisches-online-posting/254.110.987

Internet-Glücksspielangebote werben weiterhin massiv auf

Die im September 2016 veröffentlichte „STUDIE ZUR WERBEFINANZIERUNG VON INTERNETSEITEN ZUR ILLEGALEN VERBREITUNG URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZTER WERKE“ zeigt, dass die wichtigste Werbebranche für Piraterieseiten das Internet-Glücksspiel ist (22,3 Prozent aller Anzeigen) [1].
Die Bedeutung der Internet-Glücksspielseiten für die Finanzierung der Internetpiraterie wird noch dadurch verstärkt, dass die Werbung meist über große Pop-ups und Pop-unders erfolgt und somit überdurchschnittlich zu den Einnahmen beiträgt.

Neben der Veröffentlichung der Studie in der Presse wurden die Anbieter der Internet-Glücksspielangebote im Oktober detailliert über ihre Beteiligung an der Finanzierung urheberrechts-verletzender Seiten informiert.
In dieser Untersuchung wird geprüft, ob sich im Vergleich zum Erhebungszeitraum Juli 2016 etwas geändert hat. Internet-Glücksspielangebote werben weiterhin massiv auf weiterlesen

USA: Reiche eBook-Piraten

Eine Online-Umfrage der Marktforscher von Nielsen in den USA zeigt:

42 Prozent der Befragten haben sich in den vergangenen 12 Monaten mindestens ein eBook gekauft.

22 Prozent haben sich in den letzten 12 Monaten mindestens ein eBook illegal besorgt.

Von diesen sind:

  • 66 Prozent sind männlich.
  • 88 Prozent sind zwischen 18 und 34 Jahre alt.
  • 72 Prozent haben mindestens einen College-Abschluss.
  • 36 Prozent verdienen zwischen 60.000 und 99.000 US-Dollar im Jahr. Weitere 29 Prozent sogar über 100.000 US-Dollar/Jahr.

Der Schaden durch die illegalen Downloads wird auf 315 Millionen US-Dollar geschätzt.

https://www.digimarc.com/resources/ebook-piracy-study

Großbritannien: Gericht ermöglicht sperren von Live-Streams

Die britische Premiere League hat ein Urteil erzielt, nachdem auch illegale Streams gesperrt werden können die an Kodi-Boxen oder ähnliche Geräte ausgeliefert werden. Damit können anscheinend ganze Streamingserver gesperrt werden und zwar auf Zuruf und ohne eine weitere Gerichtsentscheidung.
An der endgültigen Formulierung der bis zum Ende der Fußballsaison gültigen gerichtlichen Verfügung haben sich wohl auch einige der ISPs beteiligt.
Es ist zudem deutlich geworden, das zu Zeiten der aktuellen Spiele diese Server einen nicht unerheblichen Teil der Datenlast im Netz ausmachen.

https://torrentfreak.com/new-uk-kodi-piracy-blocking-injunction-is-a-pretty-scary-beast-170314/

Jugendschutz.net zeigt erneut mangelndes Engagement gegen Hass

Eine aktuelle Untersuchung von jugendschutz.net zur Löschung rechtswidriger Hassbeiträge bei Facebook, YouTube und Twitter zeigt, dass Meldungen der Nutzer immer noch nicht ernst genommen werden:

  • Von den strafbaren Inhalten, die jugendschutz.net als User meldete, löschten oder sperrten Facebook 39 % (minus 7 % im Vergleich zum letzten Test), YouTube 90 % (plus 80 %) und Twitter weiterhin 1 %.
  • Bei YouTube wurden nach der Meldung als akkreditierter User weitere 7 % gelöscht oder gesperrt, bei Twitter 63 %.
  • Erst nach direkten Kontakten per E-Mail löschte Facebook weitere 54 % (Löschquote 88 %), YouTube und Twitter entfernten alle verbliebenen Testfälle.

Im Endeffekt löschten somit Facebook 93 % aller gemeldeten strafbaren Inhalte (plus 2 % im Vergleich zum letzten Test), YouTube 100% (plus 2 %) und Twitter 100 % (plus 18 %).

Die Vereinbarung, die Mehrzahl der gemeldeten rechtswidrigen Hassbotschaften innerhalb von 24 Stunden zu entfernen, wird derzeit nur von YouTube eingehalten.

http://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/Artikel/03142017_Monitoring_jugendschutz.net.pdf?__blob=publicationFile&v=1