Archiv der Kategorie: Gemischtes

Piraterie und Malware: Nun via Untertitel

Dass beim Besuch einer Piraterieseite vielfach Malware „angeboten“ wird, ist bekannt. Nun haben Forscher von Check Point einen neuen Weg der Verbreitung entdeckt.
Anscheinend kann auf verschiedenen Medienplayern (KODI, Popcorn-Time, VLC u.a.) über zusätzliche Untertitel, die insbesondere bei Filmen ohne die jeweiligen Urheberrechte benötigt werden, Malware eingeschleust werden und das komplette System von Dritten übernommen werden.
Die Anbieter haben bereits oder werden in Kürze den Fehler beheben.
https://torrentfreak.com/malicious-subtitles-threaten-kodi-vlc-and-popcorn-time-users-researchers-warn-170523/

Kinox.to: Kein Zugriff auf Paßwörter

In einem Interview erläutert Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein, Pressesprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, dass die Seite kinox.to  ohne die Paßwörter nicht abgeschaltet werden kann. Zudem sind die zwei Haupttatverdächtigen, die Brüder Kastriot und Kreshnik Selimi, wohl auch für weitere Streamingportale verantwortlich.

Nachfolgend die wichtigsten Zitate aus dem Interview: Kinox.to: Kein Zugriff auf Paßwörter weiterlesen

Großbritannien wird Echtzeitüberwachung ermöglichen

Auf Basis eines Ende 2016 durch das britische Parlament beschlossenen Überwachungsgesetzes müssen die Provider zukünftig eine Echtzeitüberwachung von 0,01 Prozent ihrer Kunden erlauben (ca. 6.500 Personen).
In jedem Einzelfall soll aber eine Minister- und eine richterliche Entscheidung Basis der individuellen Überwachung sein.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Grossbritannien-Plaene-fuer-massive-Ueberwachung-in-Echtzeit-geleakt-3703737.html

USA: Weiterhin Schweiz und EU-Staaten in der „Watch List“

Im diesjährigen “2017 Special 301 Report” des United States Trade Representative (USTR) verblieben mehrerer EU-Länder (Bulgarien, Griechenland, Rumänien) und die Schweiz trotz ihrer Bemühungen in der Watch List, da Verschiedenes zu bemängeln ist:

BULGARIEN
In diesem Land gibt es weiterhin besorgniserregende Online- und KabelTV-Piraterie aufgrund von Mängeln im Urheberrecht und dessen Durchsetzung. Als Beispiel wird der 2007 begonnene und noch immer nicht beendete Prozess gegen den Torrent Tracker „zamunda.net“ aufgeführt.

GRIECHENLAND
In Griechenland sind sowohl die polizeilichen Untersuchungen, die Bestrafungen oder Beschlagnahmen inadäquat oder ineffektiv. Selbst im öffentlichen Sektor werden oft Raubkopien eingesetzt.

RUMÄNIEN
Amerikanische Firmen leiden in Rumänien an Internetpiraterie, unlizensierter Software-Nutzung und der Verbreitung von Produktfälschungen.

SCHWEIZ
Die Schweiz verbleibt in der Liste, da in der Schweiz wichtige Host Provider für illegale Inhalte beheimatet sind. Zudem werden die mangelnden Durchssetzungmöglichkeiten gegen Rechtsverletzer auf Endverbraucherebene bemängelt.

https://torrentfreak.com/images/2017-Special-301-Report-FINAL.pdf

Kein Lösegeld – Hacker veröffentlichen gestohlene Serien

Die Hacker-Gruppe TheDarkOverlord hat zehn Folgen der fünften Staffel von „Orange is the new Black“ veröffentlicht. Die fünfte Staffel der Serie sollte im Juni auf Netflix erscheinen.

Erbeutet hatten die oder der Hacker diese und andere Folgen bei der Post-Production-Firma Larson Studios. Da Netflix kein Lösegeld zahlen wollte – gefordert wurden Bitcoins im Gegenwert von 60.000 Euro – wurde ein Teil der Beute nun veröffentlicht.

https://torrentfreak.com/hackers-leak-netflixs-orange-is-the-new-black-season-5-premiere-170429/

https://www.nytimes.com/2017/04/29/business/media/netflix-hack-orange-is-the-new-black.html?_r=2

VG Hamburg: Vorerst kein Datenaustausch WhatsApp und Facebook

Das Verwaltungsgericht Hamburg hat im vorläufigen Rechtsschutzverfahren bestätigt, dass WhatsApp die Daten deutscher Nutzer nicht an Facebook übermitteln darf.
Insoweit wurde eine Anordnung des Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit bestätigt, die Facebook Ireland Ltd. untersagte, die Telefonnummer sowie weitere personenbezogene Daten von WhatsApp-Nutzern zu erheben und zu speichern, wenn die Betroffenen nicht wirksam eingewilligt haben. VG Hamburg: Vorerst kein Datenaustausch WhatsApp und Facebook weiterlesen

USA: Haftung der Zugangsprovider

Ein New Yorker Gericht hat den Versuch des Internet Providers „Windstream“, sich generell von jeglicher Verantwortung für Urheberrechtsverletzungen seiner Kunden zu entledigen, abgewiesen. Ohne konkrete Sachverhalte könne man darüber nicht entscheiden.

Die Musikindustrie hat derweil den ISP „Grande Communications” verklagt, weil das Unternehmen nichts gegen notorische Piraten unter seinen Kunden unternimmt.

https://torrentfreak.com/isp-cant-have-blanket-immunity-from-pirating-subscribers-court-rules-170420/

https://torrentfreak.com/riaa-sues-isp-grande-communications-for-failing-to-disconnect-pirates-170422/

Vgl.:
http://www.webschauder.de/usa-access-provider-haftet-fuer-rechtsverletzungen-seiner-kunden/

http://www.webschauder.de/usa-isp-cox-muss-8-mio-us-rechtskosten-uebernehmen/

IS nutzt immer wieder .at-Adressen

Immer wieder informieren Aktivisten, Behörden und internationale Geheimdienste nic.at über die Nutzung von at-Adressen durch IS-nahe Organisationen. Nic.at lehnt jede Verantwortung ab, reagiert aber zumindest. Am einfachsten scheint es zu sein, wenn Seiten unter falschen Namen registriert sind. Dann sind Verträge nicht selten ungültig und eine schnelle Stilllegung der Domain ist möglich. Ansonsten wendet sich nic.at an die österreichischen Behörden, die dann versuchen, eine Löschung der Seiten durchzusetzen.
Offen bleibt die Frage, wieso die Registrierungsstelle NIC.AT in ihren AGBs terroristische Propaganda nicht wirksam verbietet.

https://futurezone.at/netzpolitik/die-oesterreichischen-adressen-des-is/257.918.020