Archiv der Kategorie: Filter / Sperrungen

LG Hamburg gibt Google maximal 4 Tage Zeit für Prüfung

Das Landgericht Hamburg hat entschieden, dass bei einem relativ übersichtlichen Sachverhalt allenfalls ein Zeitraum von 4 Tagen für die Prüfung angemessen ist. Da Google in dem zu entscheidenden Fall diesen Zeitraum überschritt, ist die erlassene einstweilige Verfügung zu Recht erfolgt. Auch der Umstand, dass Google tagtäglich eine Vielzahl von Beschwerden erhalte, ändere daran nichts: LG Hamburg gibt Google maximal 4 Tage Zeit für Prüfung weiterlesen

Politik liebt (Twitter-)Blocking oder Der Feind darf nicht mitlesen

Wenn es darum geht illegale Inhalte im Internet zu sperren, finden manche Politiker viele Ausreden. Eine davon ist das mögliche Overblocking, womit letztendlich gemeint ist, dass ein gesperrter legaler Inhalt viel schlimmer ist als tausend verbreitete illegale Inhalte.

Etwas anders sieht es aus, wenn es um einzelne Politiker selber geht. Da gibt es nämlich einige, die nicht wollen, dass bestimmte Bürger/Nutzer/Wähler sehen, was sie selber wieder einmal verfasst haben. Dazu nutzen sie das „Blockieren“ bei Twitter. Mit dieser Twitter-Funktion „können Nutzer verhindern, dass bestimmte Accounts sie kontaktieren, ihre Tweets sehen und ihnen folgen.“

So zum Beispiel bei Julia Reda, Politik liebt (Twitter-)Blocking oder Der Feind darf nicht mitlesen weiterlesen

Spotify: Fake-Bands um Kosten zu sparen?

Spoitfy steht im Verdacht mit Fake Bands Lizenzgebühren zu Lasten der Labels einzusparen. Spotify widerspricht zwar, überzeugt aber die Fachpresse nicht. MBW hat recht viele Beispiele in Playlisten gefunden, in denen Bands auftauchen, die man sonst nirgends im Netz findet.
Die ohne weitere Rechte eingekaufte Musik ist für Spotify billiger als die von normal abgerechneten Bands.

https://www.musicbusinessworldwide.com/why-spotifys-fake-artists-problem-is-an-epidemic-literally/

EU: Websperren für den Schutz der Verbraucher

Im Rahmen der Novellierung der europäischen CPC-Verordnung (Consumer Protection Cooperation) haben Vertreter des EU-Parlaments und der Mitgliedsstaaten beschlossen, europäischen Verbraucherschutzbehörden künftig die Möglichkeit zu geben Internetangebote zu sperren oder zu löschen, wenn sie gegen eines von 24 ausgewählten europäischen Verbraucherschutzgesetzen verstoßen.
Eine gerichtliche Anordnung soll dazu nicht notwendig sein.

https://www.golem.de/news/online-handel-websperren-sollen-verbraucherschutz-staerken-1706-128615.html

EU-Studie zum Löschverhalten von Facebook, YouTube und Twitter

Die WELT informiert vorab über eine Studie der Europäischen Kommission, die in 24 europäischen Ländern das Löschverhalten von Facebook, Twitter und YouTube in mehr als 1500 Fällen in den Monaten März bis Mai untersuchte.

  • 40,8 Prozent der gemeldeten Inhalte wurden nicht gelöscht.
  • Wenn gelöscht wurde, dann dauerte es. Nur in etwa jedem zweiten Fall löschten sie binnen der vorgesehenen Frist von 24 Stunden, 13 Prozent dauerten länger als eine Woche.

Nachtrag:
Inzwischen wurde die Studie veröffentlicht:
http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-1471_de.htm

https://www.welt.de/wirtschaft/article165115763/Hass-und-Hetze-werden-nicht-schnell-genug-geloescht.html

Irland: Streamingseiten werden gesperrt

Die MPA (Motion Picture Association) hat in Irland erreicht, dass mehrere Streamingseiten in Zukunft von den wichigsten Providern gesperrt werden müssen.
Nach einem Urteil des Commercial Court betrifft dies die Angebote movie4k.to, primewire.ag, und onwatchseries.to.
Die ISPs hatten versucht, zu verhindern, dass in Zukunft mehr als 50 Sperrverfügungen im Monat erlassen werden können. Dies lehnten die Richter ab.

https://torrentfreak.com/hollywood-obtains-order-block-pirate-streaming-sites-ireland-170404/