Archiv der Kategorie: Alle (Deutsch)

Pirate Bay testet Bezahlung per CPU-Leistung

The Pirate Bay hat bei einigen Nutzern deren Rechner ohne Zustimmung zum Mining der Kryptowährung Monero genutzt. Dies fiel auf, weil die Rechnern langsamer wurden. Einzelne Nutzer hatten dadurch wohl eine CPU-Auslastung von 80 Prozent. Dies soll auf einem Tippfehler beruhen, eigentlich wollte man nur 20 bis 30 Prozent.
Mit dem Test wollte man Alternativen zur Werbung prüfen. Ziel ist es wohl langfristig auf Werbung verzichten zu können.

https://torrentfreak.com/the-pirate-bay-website-runs-a-cryptocurrency-miner-170916/

McAfee: Promis als Raubkopie noch gefährlicher

McAfee untersucht jährlich, wie groß die Gefahr ist, bei der Suche nach Prominenten auf bösartigen Websites zu landen. In diesem Jahr ist es am gefährlichsten, wenn man nach der kanadischen Sängerin Avril Lavigne sucht.
Die Chance, bei einer Suche nach Avril Lavigne auf Seiten mit Viren oder anderer Schadsoftware zu landen liegt bei 14,51 Prozent. Fügt man bei der Suche noch „free mp3″ zu, steigt das Risiko auf 22 Prozent.

Unter den ersten 10 Plätzen sind diesmal ausschließlich Musiker: Bruno Mars (Nr. 2), Carly Rae Jepsen (Nr. 3). Zayn Malik (Nr. 4), Celine Dion (Nr. 5), Calvin Harris (Nr. 6), Justin Bieber (Nr. 7), Diddy (Nr. 8), Katy Perry (Nr. 9) und Beyoncé (Nr. 10) mit einen Risiko von immer noch 12,09 Prozent.
Bei Schauspielen ist die Infektionsgefahr am höchsten bei: Anna Kendrick (Nr. 13), Jennifer Lopez (Nr. 20), Hailee Steinfeld (Nr. 23), Will Smith (Nr. 34), Jackie Chan (Nr. 38), Vanessa Hudgens (Nr. 44), Teyana Taylor (Nr. 45), and Zendaya (Nr. 50).

https://www.mcafee.com/au/about/newsroom/press-releases/press-release.aspx?news_id=20170918006525

Rechtsradikale Zielgruppen bei Facebook, Twitter und Google

Nach Recherchen des US-Portals ProPublica kann man bei Facebook gezielt Werbung an Rechtsradikale richten. Dazu wurden wohl Zielgruppen genutzt, die bei ihrem „Arbeitgeber“ entsprechende Angaben gemacht hatten, zum Beispiel „Jew Hater“ mit 2.274, „German Schutzstaffel“ mit 3.149 und „Nazi Party“ mit 2.449 Facebook-Mitgliedern. ProPublica schaltete im Rahmen der Recherchen selbst drei Anzeigen, die sich an Antisemiten richteten. Die Werbeschaltungen seien von Facebook binnen 15 Minuten akzeptiert worden.

Nach Angaben von BuzzFeed konnte man bei Google Werbung bei Suchanfragen wie „Jewish Parasite“, „the evil Jew“ oder „black people ruin everything“ schalten. Zudem gab es von Google Vorschläge für weitere antisemitische und rassistische Suchanfragen, bei denen man Werbung schalten könne.

Auch Twitter lässt zielgerichtete Werbung an Rassisten zu. Die User werden über Suchanfragen wie „Wetback“ oder „Nazi“ klassifiziert.

https://www.internetworld.de/social-media/facebook/facebook-liess-gezielte-werbung-an-judenhasser-zu-1384572.html

http://derstandard.at/2000064156526/Google-und-Twitter-liessen-ebenso-zielgerichtete-Werbung-an-Rassisten-zu

Google, BILD und Chip unterstützen Stream-Ripping

Laut den AGBs von YouTube ist Stream-Ripping verboten.  Anstatt dies durchzusetzen, indem Stream-Rippern der Zugang zu den Inhalten gesperrt wird, unterstützt Google das Ripping sogar:

  • Google hat auf der mittlerweile geschlossenen Webseite Youtube-mp3.org u.a Werbung für das Iphone 7 oder den Lexus geschaltet:

  • Die Auto-Complete-Funktion gibt schon allein bei dem Wortteil „You“ entsprechende Hinweise auf Converterprogramme:

Google, BILD und Chip unterstützen Stream-Ripping weiterlesen

Facebook – Aktuelle Highlights

Reichweitenbetrug
Facebooks offizielle Reichweitenangaben für auf Facebook geschaltete Werbung gibt mehr Einwohner an, als tatsächlich vorhanden sind.

Neue Millionenstrafe
Nach Frankreich hat nun auch Spanien wegen Verletzung der Datenschutzbestimmungen eine Geldstrafe verhängt. Da ohne ausdrückliche Einwilligung der Nutzer Daten gesammelt und zu Werbezwecken verwendet wurden, werden 1,2 Mio. Euro fällig.

Lässt Faktenchecker auflaufen
Inzwischen prüfen mehrerer Organisationen Fakten auf Facebook. Wegen mangelnder Unterstützung allerdings wenig effektiv. Alle gemeldeten Beiträge kommen in eine Warteschleife, wo sie von mindestens zwei Prüfinstitutionen als verdächtig gemeldet werden müssen, um als „umstritten“ klassifiziert zu werden.
Leider haben die Prüfer keine Angaben zur Verbreitung der jeweils geprüften Inhalte, da Facebook sich weigert zusätzliche Angaben für eine sinnvolle Priorisierung der Prüfungen zu liefern.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-erreicht-Millionen-Deutsche-die-es-nicht-gibt-3827356.html

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschutzverstoss-1-2-Millionen-Euro-Strafe-fuer-Facebook-in-Spanien-3826957.html

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-Faktenpruefer-sind-frustriert-3825246.html

Kinox.to: Kreshnik Selimi in Haft

Einer der beiden Betreiber der Streaming-Plattform Kinox.to, Kreshnik Selimi,  hat sich nach dreijähriger Flucht den Behörden gestellt. Ihm werden räuberische Erpressung, Nötigung, Brandstiftung, Urheberrechtsverletzung und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erfolgte die Festnahme bereits am 12. Juli 2017 vor der deutschen Botschaft in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo.
Sein Bruder Kastriot wird weiterhin per internationalem Haftbefehl gesucht. Laut der Polizei Sachsen wird er als gewaltbereit eingestuft und es könne nicht ausgeschlossen werden, dass er in Besitz von Schusswaffen ist.

http://www.handelsblatt.com/my/unternehmen/it-medien/filmreifes-finale-behoerden-fassen-mutmasslichen-betreiber-von-kinox-to/20309870.html

 

Großbritannien: IP Crime Report

Der neue „IP CRIME AND ENFORCEMENT REPORT 2016/17” des britischen IP Office stellt u.a. die Organisationen vor, die sich um diese Themen kümmern. Zudem gibt es einzelnen Zahlen:

  • 15% aller Internetnutzer ab 12 Jahren konsumierten zwischen März und Mai 2017 mindestens einen illegalen Inhalt, damit gibt es keine Veränderung zum gleichen Zeitraum in 2016.
  • Das Industry Trust for IP berichtet, dass 19 % der Erwachsenen urheberrechtsverletzende Inhalte über IPTV ansehen – auch bekannt als “Set-Top-Boxen „, „Streaming-Boxen“, Android-Boxen „und Kodi-Boxen“.
  • Von den mehr als 10 Millionen registrierten britischen Domains wurden 8049 für kriminelle Aktivitäten genutzte Domains abgeschaltet (Vorjahr: 3886).

https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/642324/IP_Crime_Report_2016_-_2017.pdf

„Game of Thrones 7“: Mehr als 1 Milliarde illegale Abrufe

Nach Angaben der Technologiefirma MUSO gab es zur aktuellen Staffel von Games of Thrones mehr als eine Milliarde illegale Abrufe. Im Durchschnitt wurde jede Staffel 140 Millionen Mal illegal gesehen – legal sollen es 32 Millionen Zugriffe gewesen sein.

Die überwiegende Mehrheit der Raubkopierer nutzt Streaming-Dienste (85%), gefolgt von Torrents (9%) und direkten Downloads (6%). Private Torrent-Tracker haben weniger als ein Prozent.

Die Streaming-Daten, die MUSO von SimilarWeb bezieht, stammen aus einer Stichprobe von 200 Millionen Geräten und werden auf die Gesamtwerte hochgerechnet. Nicht mit in der Betrachtung enthalten sind China und Kodi-Boxen.

https://torrentfreak.com/game-of-thrones-season-7-pirated-over-a-billion-times-170905/

Kinderpornographie: Manche deutsche Internetanbieter lassen sich viel Zeit beim Löschen

Über die Frage, ob Löschen statt Sperren der Weisheit letzter Schluss ist, kann man lange streiten. Unstrittig aber sollte sein, dass deutsche Internetanbieter Kinderpornographie umgehend löschen, sobald sie darüber informiert werden.
Genau dies passiert aber eben nicht. Laut dem „Bericht über die im Jahr 2016 ergriffenen Maßnahmen zum Zweck der Löschung von Telemedienangeboten mit kinderpornografischem Inhalt im Sinne des § 184b des Strafgesetzbuchs“ wurden nur 70 Prozent (720) aller Inhalte in Deutschland spätestens nach zwei Tagen gelöscht. Nach einer Woche lag die „Erfolgsquote“ bereits bei 95 Prozent (975). Der durchschnittliche Verfügbarkeitszeitraum lag somit bei 2,93 Tagen.
Erklärt wird der verbleibende Rest von 5 Prozent mit: „Ursächlich für die nach einer Woche noch verbliebenen Inhalte (5 Prozent) waren auch im Jahr 2016 der temporäre Verzicht auf Löschungen aus ermittlungstaktischen Gründen sowie technische und / oder organisatorische Probleme einzelner Provider bei der Umsetzung des Löschungsersuchens.“
Wieso aber 25 Prozent der bei deutschen Hostern liegenden kinderpornographischen Inhalte erst nach zwei oder mehr Tagen gelöscht werden bleibt offen.

http://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/Statistiken/Download/Bericht_Loeschen-statt_sperren_2016.pdf;jsessionid=93FE720EBE908545B15A966EC06405DF.2_cid334?__blob=publicationFile&v=2