Bundesgerichtshof und das „Zu-Eigen-Machen“

Der unter anderem für den Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts zuständige VI. Zivilsenat hat entschieden, dass der Betreiber eines Portals als unmittelbarer Störer haftet, wenn er eine vom Kläger (Betroffenen) angegriffene Äußerung eines Dritten eigenständig ändert. In diesem Falle hat der Beklagte sich die angegriffenen Äußerungen zu eigen gemacht.

[BGH, Urteil vom 4. April 2017 – VI ZR 123/16]
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2017&Sort=3&nr=77915&pos=0&anz=49&Blank=1