BGH: Eltern haften nicht bei 0900-Nr. für virtuelle Extras

Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass § 45i Abs. 4 Satz 1 TKG auf die telefonisch veranlasste Ausführung eines Zahlungsdienstes keine Anwendung findet und der Inhaber eines Telefonanschlusses somit für dessen Nutzung durch einen von ihm hierfür nicht autorisierten Dritten im Rahmen eines „Pay by Call-Verfahrens“ nicht haftet.
Damit bleibt es einer Mutter erspart, eine Rechnung von gut 1250 Euro zu begleichen die ihr 13Jähriger mit virtuellen Extras für eine Computerspiel via 0900er-Nummer („Pay by Call“) verursacht hatte.
[Urteil vom 6. April 2017 – III ZR 368/16]

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2017&Sort=3&nr=77950&anz=52&pos=0&Blank=1