VG Freiburg: Auskunftsrecht gegen Online-Portal

Das VG Freiburg hat entschieden, dass die Stadt Freiburg von einem Online-Buchungs-Portal, über das private Zimmer und Wohnungen angemietet werden können, Auskunft über die beim Portal registrierten Vermieter im Stadtgebiet verlangen darf, wenn aus der Beschreibung der Mietobjekte in dem Portal weder der vollständige Name und die Anschrift des Vermieters noch die konkrete Adresse des Mietobjekts ersichtlich sind.
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Schweiz: Verurteilung wegen Facebook-Likes

Wegen Betätigung des „Like“-Knopfes an Kommentaren mit ehrverletzenden Inhalten hat ein Bezirksgericht in Zürich einen Facebook-Nutzer zu einer Geldstrafe von 3700 Euro auf Bewährung verurteilt.
Indem er fremde Facebook-Einträge mit einem „Gefällt mir“-Zeichen versehe, verbreite er sie an seine Facebook-Kontakte weiter. Dies könne im vorliegenden Fall als Ehrverletzung angesehen werden.

https://futurezone.at/digital-life/facebook-nutzer-fuer-likes-verurteilt/267.082.141

 

Facebook akzeptiert Holocaustleugnung

Aus deutscher Sicht ist es unverständlich, dass Facebook seine Mitarbeiter und Dienstleister nicht anweist, Holocaustleugnungen generell zu löschen.
Gar nicht mehr nachzuvollziehen ist es, dass solche Äußerungen noch nicht einmal in all den Ländern gesperrt werden, in denen sie strafrechtlich verboten sind, wie der Guardian nun belegt.

Holocaustleugnungen sind nach Angaben von Facebook wohl in 14 Ländern strafbar, gesperrt wird nur in Deutschland, Frankreich, Israel und Österreich. Der vorgegebene Grund: „Wir beziehen es nur auf die vier Länder, die dieses Thema bei uns aktiv verfolgen.“

In einer späteren Stellungnahme, behauptet Facebook die Ziffer vier würde nicht stimme. Genauere Angaben werden aber nicht gemacht. Der Sachverhalt generell wird nicht bestritten.

https://www.theguardian.com/news/2017/may/24/how-facebook-flouts-holocaust-denial-laws-except-where-it-fears-being-sued

Facebook: Handelsrichtlinie angepasst

Rund vier Wochen nach dem EUGH-Urteil zu illegalen Filmabspielgeräten (manipulierte Kodi-Boxen etc.) hat Facebook nun auch seine Richtlinien  angepasst und verbietet unter Position 13 nun den Verkauf von „Produkte[n] oder Artikel[n], die einen unberechtigten Zugriff auf digitale Medien ermöglichen oder fördern.“

https://www.facebook.com/policies/commerce

Vgl.: http://www.webschauder.de/eugh-entscheidung-zum-streaming/

Piraterie und Malware: Nun via Untertitel

Dass beim Besuch einer Piraterieseite vielfach Malware „angeboten“ wird, ist bekannt. Nun haben Forscher von Check Point einen neuen Weg der Verbreitung entdeckt.
Anscheinend kann auf verschiedenen Medienplayern (KODI, Popcorn-Time, VLC u.a.) über zusätzliche Untertitel, die insbesondere bei Filmen ohne die jeweiligen Urheberrechte benötigt werden, Malware eingeschleust werden und das komplette System von Dritten übernommen werden.
Die Anbieter haben bereits oder werden in Kürze den Fehler beheben.
https://torrentfreak.com/malicious-subtitles-threaten-kodi-vlc-and-popcorn-time-users-researchers-warn-170523/

YouNow-Nutzerdaten veröffentlicht

Über eine Million Nutzerdatensätze des Live-Streamingdienstes YouNow sind in einem Deep Web Forum veröffentlicht worden.
Der Datenbankauszug enthält u.a. die Benutzerdaten mit Namen, Wohnort, Social-Media-Accounts und E-Mail-Adressen. Einige der Angaben sind allerdings auch direkt bei YouNow zu finden.
Besonders problematisch ist, dass viele der Nutzer minderjährig sind und Daten sehr freizügig angegeben haben.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Benutzerprofile-der-Streamingplattform-YouNow-veroeffentlicht-3722713.html

LG Hamburg: Schadensersatz vom Betreiber und Dienstleister einer illegalen Sky Streaming-Plattform

In einem zivilrechtlichen Verfahren hat das Landgericht Hamburg den Betreiber der illegalen Live-Streaming-Plattform für Sky Inhalte Stream4u.tv und dessen technischen Dienstleister, der die dazugehörige Hardware geliefert hat, zu über 18.000 EUR Schadensersatz verurteilt.

Die Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist die erste zivilrechtliche Verurteilung zu Schadensersatz wegen illegalen Sky Streamings im Rahmen einer Gesamtschuld. Das bedeutet, dass der Lieferant wegen Beihilfe als Gesamtschuldner (nach § 830 II BGB) ebenfalls für den vollen Betrag haftet, da ihm laut Landgericht bewusst war, dass die gelieferte Hardware zur illegalen Verbreitung von Sky Inhalten genutzt wurde.

Somit setzt sich jeder technische Dienstleister, der über die illegale Nutzung seiner Dienste von Sky informiert wird, einem erheblichen Haftungsrisiko aus, wenn er nicht unverzüglich reagiert und seine Leistung einstellt.

[LG Hamburg, Az.: 310 O 221/14]

http://www.presseportal.de/pm/33221/3641480