Verherrlichung von Amokläufen im Netz

Wie in Spielechats bei Steam und in YouTube-Videos Amokläufe verherrlicht werden und welche Auswirkungen dies hat zeigen zwei Artikel anhand von Beispielen:

The Huffington Post: „Die kranke Welt der Amokfans: So gefährlich sind Killerspiele-Chats“
http://www.huffingtonpost.de/2016/07/29/ok-killerspiele-gefahr-psychologen-chats-_n_11261074.html

FAZ: „Wie Schüler andere Schüler abknallen“
http://www.faz.net/aktuell/politik/wie-amoklaeufe-im-internet-glorifiziert-werden-14364903.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Frankreich: Suche nach Torrent weiterhin möglich

Ein Pariser Gericht hat die Klage der französischen Musikindustrie abgewiesen, nach der Google und Bing verboten werden sollte, nach drei Musikernamen in Verbindung mit „Torrent“ Suchergebnisse anzuzeigen.
Argumente gegen das Verbot waren: Bei „Torrent“ handelt es sich um einen geläufigen Begriff, die Blockade könnte legale Seiten betreffen und die Klage wurde nur für 3 Musiker eingereicht.

Damit fiel das Urteil in diesem Fall anders als eine Entscheidung in 2012 aus, als das höchste französische Gericht Google zwang Begriffe wie „Torrent“ oder „Megaupload“ aus der Autocomplete-Funktion herauszunehmen.

http://futurezone.at/netzpolitik/urteil-google-suche-nach-torrent-darf-nicht-zensiert-werden/210.875.994

Megavideo: 12,1 Mio. Euro Schadensersatz

Ein Gericht in Rom hat den zu Megaupload gehörenden Streaming-Dienst Megavideo zu 12,1 Millionen Schadenersatz verurteilt, da er mehr als 266 Stunden des Fernsehprogramms des italienischen TV-Senders RTI öffentlich verfügbar gemacht hat.
Das Haftungsprivileg für Provider fand keine Anwendung, da Megavideo Premium-Abos verkaufte, den Nutzern Werbung zeigte und Videos redaktionell bearbeitete. Das RTI Megaupload bei Löschaufforderungen keine konkreten Links, sondern nur Titel der Sendung, mitteilte wurde als unproblematisch angesehen.

https://tarnkappe.info/megavideo-wehrt-sich-gegen-verurteilung-121-mio-schadenersatz/

https://torrentfreak.com/court-orders-dotcoms-megavideo-to-pay-13-4m-for-tv-show-piracy-160719/

Großbritannien: Internetsperre wegen Produktfälschungen

Erstmalig hat das Berufungsgericht für England und Wales auch eine Internetsperre wegen Verstößen gegen das Markenrecht erlassen. Eine Seite, über die Fälschungen von Cartier-Produkten verbreitet werden, muss nun von den Providern gesperrt werden.

https://euipo.europa.eu/ohimportal/de/web/observatory/news?p_p_id=csnews_WAR_csnewsportlet&p_p_lifecycle=0&p_p_state=normal&p_p_mode=view&p_p_col_id=column-1&p_p_col_count=2&categoryId=news&journalId=3093334&journalRelatedId=manual/

Europol und das Euipo wollen gemeinsam gegen „Internet-Piraterie“ vorgehen

Um Urheberrechtsverletzungen im Netz besser zu verfolgen, haben Europol und Euipo (EU-Amt für geistiges Eigentum) eine bessere Kooperation verabredet. Mit der „Intellectual Property Crime Coordinated Coalition“ (IPC3) wollen beide grenzüberschreitende Ermittlungen erleichtern und Arbeitsweisen von Cyberkriminellen stärker in den Blick nehmen.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Europol-will-schaerfer-gegen-Internet-Piraterie-vorgehen-3270087.html

Facebook, Google und Twitter lassen Bundesregierung auflaufen

Bei den Bemühungen der Bundesregierung Hetze im Netz einzuschränken, wurde von Facebook, Google und Twitter viel versprochen. Nachprüfbar ist fast nichts. Arbeitsgruppen tagen seit Monaten nicht mehr, Zahlen werden nicht geliefert und Staatssekretär Billen wird gar der Zugang zum Facebook-Löschteam in Berlin verboten.
Justizminister Heiko Maas droht inzwischen mit einer europäischen Regulierung.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/facebook-vs-heiko-maas-wer-stoppt-den-hass-a-1103620.html