David Lowery gegen Google und die Werbewirtschaft

Der Musiker David Lowery erklärt in einem Webinar, wie stark Google in die Verbreitung von Werbung auf illegalen Seiten eingebunden ist.
Zudem verweist er auf mehrere Absichtserklärungen, dies zu ändern. Da diese Absichtserklärungen und Vereinbarungen aber alle nichts an der Werbung auf illegalen Seiten geändert haben, empfiehlt er nun als Gegenwehr den Einsatz von Werbeblockern und Antitrackingsystemen.

https://thetrichordist.com/2016/02/19/block-an-ad-save-an-artist-google-still-supporting-ad-funded-piracy-time-to-fight-back/

In einem zweiten Beitrag hat er die Beispiele ergänzt um Google-Werbung auf Piraterietools, die im Apple-Shop erhältlich sind.

https://thetrichordist.com/2016/02/25/apple-google-google-ad-supported-piracy-in-the-apple-app-store/

US-Studie: Piraterieschäden überwiegen Werbeeffekt

Forscher der Carnegie Mellon University haben erstmalig die Schäden durch Piraterie mit den möglichen positiven Werbeeffekten verglichen. Untersucht wurden dazu 831 Filmen aus den Jahren 2006 bis 2013 mit ihrem US-Kinoumsatz.

Der Werbeffekt durch die illegale Verbreitung vor dem Kinostart trägt zu einer Umsatzsteigerung von 1,5% bei. Allerdings sind die negativen Effekte deutlich stärker. Im Ergebnis bleibt ein Umsatzverlust von 14 bis 15 % durch Piraterie.

Unter den 831 Filmen war kein einziger, der keinen Schaden durch Piraterie erlitten hätte.

http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2736946

GB: Mobilfunkprovider Three plant Werbung zu blocken

Der britische Mobilfunkprovider Three will in Zukunft die Auslieferung von Werbung blocken, sofern er nicht für die Auslieferung bezahlt wird. Unabhängig davon sollen die Kunden aber weiterhin für sie relevante Werbung erhalten.
Three will dazu die Technologie der US-israelischen Firma Shine nutzen. Die Online-Werbebranche ist entsprechende erbost.

www.heise.de/newsticker/meldung/Erster-europaeischer-Kunde-fuer-Shine-Filter-Mobilfunkprovider-Three-will-Werbung-blocken-3112210.html

Frankreich: Facebook AGB zum Gerichtsstand ungültig

Ein Berufungsgericht in Paris hat entschieden, dass die französische Justiz generell für Rechtsstreitigkeiten gegen Facebook zuständig ist.
Die AGB-Klausel, die den Gerichtsstand auf einen Teil Kaliforniens begrenzt, ist aus Sicht der Richter nichtig, da sie unfair und exzessiv sei.
Inhaltlich geht es in dem Verfahren um Einschränkung der Meinungsfreiheit durch Schließung von Konten.

https://netzpolitik.org/2016/zensur-facebook-gegen-den-ursprung-der-welt/

OLG Hamburg bestätigt Ordnungsmittelbeschluss gegen Sharehoster

Weil ein Sharehosting-Dienst trotz vorliegender Einstweiliger Verfügung eine Durchsuchung von Linksammlungen nur mangelhaft durchgeführt hat und vollständig auf die Kontrolle der eigenen rechtsverletzenden Kunden verzichtete, wurde vom OLG Hamburg ein gegen ihn verhängtes Ordnungsgeld im fünfstelligen Bereich bestätigt.
[OLG Hamburg Beschluss 5 W 111/14]

www.raschlegal.de/aktuelles/olg-hamburg-bescheinigt-sharehoster-gravierende-verstoesse/

Niederlande: Filmindustrie will 1,2 Mrd. € Schadensersatz vom Staat

In einem Brief an das Justizministerium verlangen mehrere Firmen der Filmindustrie nun 1,2 Milliarden Euro Schadensersatz vom Staat für die seit 2004 entstandenen Schäden.

http://tweakers.net/nieuws/107947/nederlandse-filmindustrie-wil-1-komma-2-miljard-euro-van-staat-om-piraterij.html

www.webschauder.de/niederlande-filmproduzenten-verlangen-schadensersatz-vom-staat/

Nachtrag 8.3.2016
Der niederländische Staat lehnt die Verantwortung für den Schaden ab, will aber mit den Rechteinhabern mögliche Verbesserungen diskutieren.

https://torrentfreak.com/dutch-govt-denies-blame-for-movie-piracy-losses-160307/

Google plant europaweites „Recht auf Vergessen“

Nach Druck von Datenschutzbehörden weitet Google nun das „Recht auf Vergessen“ für Nutzer in Europa aus.
Bisher wurden die problematischen Suchergebnisse nur auf den europäischen Unterseiten wie Google.de oder Google.nl ausgeblendet. In Kürze soll dies auch für google.com gelten, sofern die IP-Anfrage zeigt, dass die Seite aus der Europäischen Union oder der EFTA aufgerufen wird.

http://futurezone.at/netzpolitik/google-weitet-recht-auf-vergessenwerden-bei-suche-aus/180.227.652

www.webschauder.de/google-grenzen-des-rechts-auf-vergessen/