T-Mobile Österreich will selber verklagt werden?

Das Handelsgericht Wien hat entschieden, dass der Provider A1 u.a. die Internetseite von The Pirate Bay sperren muss. Nun wurden weitere Provider aufgefordert auch diese Sperren umzusetzen. Ein Vorgang, der in Dänemark üblich ist, wo sich die Provider verpflichtet haben, Gerichtsentscheidungen anzuerkennen.

Österreichs Provider T-Mobile tickt da anders: Helmut Spudich, Pressesprecher von T-Mobile, erklärte gegenüber Futurezone: „Wir werden dieser Sperr-Aufforderung nicht nachkommen und The Pirate Bay nicht sperren.“

http://futurezone.at/netzpolitik/t-mobile-werden-the-pirate-bay-nicht-sperren/149.039.761

Windows 10 transparent aber unsicher?

Während das Landesamt für Datenschutzaufsicht in Bayern nach einer Untersuchung von Windows 10 festgestellt hat, dass das Betriebssystem transparent sei und nicht gegen den Datenschutz verstößt, stufen Torrent-Trackern das System als unsicher ein.

Eine ganze Reihe von Torrent-Trackern schließt Windows 10 Nutzer aus, da man Bedenken hat wegen der vielen gesammelten Daten und der Zusammenarbeit von Microsoft mit dem im Urheberrechtsschutzes tätigen Unternehmen MarkMonitor.

www.gulli.com/news/26446-windows-10-wird-von-torrent-trackern-als-unsicher-eingestuft-2015-08-25

www.gulli.com/news/26449-landesamt-fuer-datenschutzaufsicht-haelt-windows-10-einstellungen-fuer-transparent-2015-08-26

Germany and Austria: Are registries supporting Cybercrime?

Spamhaus reports on German and Austrian Internet registries helping cybercriminals. Countless cybercrime pages are registered by Denic and Nic.at. Complaints are useless because both organizations say they are not liable. They only delete domain names by court order or if they violate their terms and conditions.
Unlike Austria and Germany, Switzerland and Russia have implemented appropriate mechanisms in their regulation or registrar agreements.

Most of the malicious domain names are registered through a German-based registrar called Key-Systems. Some of the reported domain names have been suspended, but now the registrar seems to be recommending that its customers move the domain name to a different registrar: “What we are now seeing within ccTLD .at is ridiculous: Several registrars, mostly German-based, are moving malicious domain names around between each other. Once you report a malicious domain name to one of these registrars, they will just transfer it to a different registrar.”

http://www.spamhaus.org/news/article/724/ongoing-abuse-problems-at-nic.at-and-denic

Denic, Nic.at und Keysystems sollen Cybercrime unterstützen

In einem sehr detaillierten Artikel berichtet Spamhaus über die Beteiligung deutscher und österreichischer Internetregistrierungsstellen am Cybercrime.

Über die Denic und Nic.at werden unzählige Cybercrimeseiten registriert. Auf Beschwerden wird man nicht tätig und weist die Verantwortung von sich. Man nehme nur Seiten vom Netz, wenn Sie gegen die AGBs verstoßen oder man gerichtlich dazu aufgefordert würde.

Wieso die beiden Institutionen – anders als ihre schweizer oder russischen Kollegen – Cybercrime nicht als Kündigungsgrund in ihre AGBs schreiben, wird nicht erklärt.

Angemeldet wurden viele der Seiten über den Registrar Keysystems. Dieser scheint inzwischen vor einer Löschung die Seiten zum Umzug zu bewegen: „What we are now seeing within ccTLD .at is ridiculous: Several registrars, mostly German-based, are moving malicious domain names around between each other. Once you report a malicious domain name to one of these registrars, they will just transfer it to a different registrar.“

Nach Angaben von c’t hält man beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Beschwerden von Spamhaus „für durchaus berechtigt. Auch dort wünschen sich vor allem die Mitarbeiter des Notfall-Teams CERT-Bund ein „pragmatischeres Vorgehen der deutschen Registry“ in Fällen eindeutigen Missbrauchs und dem Ausbleiben von Reaktionen der Registrare.“

www.spamhaus.org/news/article/724/ongoing-abuse-problems-at-nic.at-and-denic

www.heise.de/newsticker/meldung/Boom-bei-deutschen-Bot-Netz-und-Phishing-Domains-2786836.html

Dänemark: Weitere 20 Piraterieangebote müssen gesperrt werden

Ein Gericht in Frederiksberg hat einzelne Provider verpflichtet, weitere 20 Piraterieseiten zu sperren. Entsprechend einer dänischen Absprache wird die Entscheidung auch von allen Providern befolgt werden.

Nach Angaben der Rettigheds Alliancen, waren die früheren Sperren erfolgreich: “We have seen a 40% decrease in the use of Danish films in the BitTorrent network in the same period when we did the last ‘blocking wave‘.

https://torrentfreak.com/court-orders-20-big-piracy-sites-blocked-in-denmark-150821/

www.rettighedsalliancen.dk/2015/08/blokering-af-popcorntime-dk-og-popcorn-time-dk/

Drohung wahr gemacht

Als im Juli Daten von Nutzern des Seitensprungsportals AshleyMadison im Netz gefunden wurden, hatten die Erpresser gedroht weitere Daten zu veröffentlichen, wenn die Seite nicht schließt.

Nun sind im Darknet 9,7 Gigabyte Daten von Nutzern des Seitensprungportals aufgetaucht, darunter Namen, sexuelle Vorlieben, Adressen, Teile von Kreditkartennummern und verschlüsselte Passwörter.

Die Hacker behaupten 90-95% der User seien männlich und trösten: “Chances are your man signed up on the world’s biggest affair site, but never had one. He just tried to. If that distinction matters.”

www.wired.com/2015/08/happened-hackers-posted-stolen-ashley-madison-data/?mbid=social_twitter

www.webschauder.de/nutzerdaten-von-seitensprungportal-im-netz-aufgetaucht/

Großbritannien: Altersfreigaben für Musikvideos

Der British Board of Film Classification (BBFC) ist nun auch für Alterskennzeichen für Musikvideos zuständig. Inzwischen wurden 132 Musik-Videos geprüft. Nur eines wurde erst „ab 18“ freigegeben, 53 Videos „ab 15 Jahren“.
Die Freigaben sollen nur für in Großbritannien produzierten Musik-Videos gelten.

www.bbc.co.uk/newsbeat/article/33969075/age-rating-to-be-permanent-feature-on-online-music-videos

 

Großbritannien: Rückgang von (Marken-)Werbung auf illegalen Seiten

Die Maßnahmen der britischen Anti-Internetpiraterie-Einheit PIPCU (Police Intellectual Property Crime Unit) gegen Werbung auf illegalen Seiten scheinen anzuschlagen:
Die PIPCU vermeldet einen Rückgang der Werbeanzeigen großer britischer Markenartikler auf Websites mit illegalem Content um 73 Prozent. Die Bereiche Autos, Essen, Trinken und Immobilien sollen dort fast gar nicht mehr erscheinen.
Wesentlich für den Erfolg war die IWL (Infringing Website List), die eine Auflistung der illegalen Seiten enthält.

Wie groß der Effekt auf die illegalen Anbieter ist, bleibt offen, da in der Pressemitteilung keine absoluten Zahlen genannt werden. Großbritannien: Rückgang von (Marken-)Werbung auf illegalen Seiten weiterlesen