USA: Auskunftspflicht des Registrars beinhaltet Zahlungsdaten

Ein New Yorker Gericht hat den Registrar Namecheap verurteilt, Auskunft über einen Kunden zu geben der ein Piraterieangebot betrieb.  Anders als in Deutschland sind auch die Daten zur Bezahlung Gegenstand der Auskunft.

http://torrentfreak.com/court-orders-namecheap-to-identify-pirate-site-operator-150629/

http://www.webschauder.de/olg-koeln-grenzen-des-urheberrechtlichen-auskunftsanspruchs/

Regional Court of Cologne on the liability of a registrar

If a registrar of a domain knows that there are untruthful statements on this website (and this is confirmed by the owner of the page) and he does not take action to prevent this, he is liable as a so-called „interferer“.

[LG Köln, 13.05.2014, Az. 28 O 11/15]
www.raschlegal.de/news/lg-koeln-bejaht-haftung-des-registrars-fuer-rechtswidrige-aeusserungen/

See also:
www.webschauder.de/olg-saarbruecken-haftung-des-registrars-bestaetigt/

LG Köln zur Haftung des Registrars

Wenn ein Registrar einer Domain weiß, dass auf einer Webseite wahrheitswidrige Aussagen stehen (und ihm dies noch vom Inhaber der Seite bestätigt wird) und er trotzdem keine weiteren Maßnahmen zur Unterbindung derselben trifft, haftet er als Störer.

[LG Köln, Urteil vom 13.05.2014, Az. 28 O 11/15]

www.raschlegal.de/news/lg-koeln-bejaht-haftung-des-registrars-fuer-rechtswidrige-aeusserungen/

Vgl. auch:  www.webschauder.de/olg-saarbruecken-haftung-des-registrars-bestaetigt/

OLG Dresden: Ordnungsmittelbeschluss gegen Sharehoster bestätigt

Das OLG Dresden (Az.: 14 W 312/15) hat einen Ordnungsmittelbeschluss gegen einen Sharehoster bestätigt. Das Ordnungsgeld war erlassen worden, weil der Hoster Wiederholungstäter nicht ausgesperrt und Linksammlungen nicht hinreichend nach Rechtsverletzungen durchsucht hatte.

www.raschlegal.de/news/rasch-rechtsanwaelte-olg-dresden-bestaetigt-ordnungsmittelbeschluss-gegen-sharehoster/

USA: Rachepornolieferant verurteilt

Ein Gericht in Los Angeles hat einen 26jährigen zu drei Jahren Haft verurteilt, weil er aus gehackten E-Mail-Accounts Nacktfotos gestohlen hatte. Die Zugänge hatte er erhalten, weil er die Opfer trickreich überzeugt hatte, ihm die Gmail Recovery Codes zu geben. Insgesamt soll er mehr als 300 Konten gehackt haben.

Ein zweites Verfahren zu dem Verkauf der Bilder für jeweils 900 US$ an eine inzwischen geschlossene Rachepornoseite, ist noch nicht abgeschlossen.

http://sanfrancisco.cbslocal.com/2015/06/18/revenge-porn-site-operator-email-hacking-charles-evens-isanyoneup-com/

P2P: Clients durch Fakes überlastet

Nach Angaben von Torrentfreak werden momentan P2P-Clients durch Fakeanfragen so überlastet, dass Downloads neuer filmischer Inhalte in den USA deutlich erschwert werden:
“It is unclear who is behind the attacks, but considering the fact that it targets nearly all new TV and movie torrents, it could very well be a novel anti-piracy strategy. In any case, it’s definitely one of the most effective attempts to disrupt BitTorrent downloads in recent years.”

http://torrentfreak.com/popular-torrents-being-sabotaged-by-ipv6-peer-flood-150619/