Kundendaten einer Sex-Kontaktbörse im Netz veröffentlicht

Nach Berichten des britischen TV-Sender Channel 4 haben Hacker die Daten von 3,9 Millionen Mitgliedern von AdultFriendFinder erbeutet und veröffentlicht. Diese Daten beinhalten neben E-Mail-Adressen auch Angaben zur sexuellen Präferenz. Anscheinend befinden sich auch Angaben eigentlich schon gelöschter Kunden unter den Daten.
Nebenbei wurde bei einer Stichprobe auch festgestellt, dass auf jedes weibliche Mitglied 15 männliche Mitglieder kommen.

www.channel4.com/news/adult-friendfinder-dating-hack-internet-dark-web

USA: Filmstudio kritisiert „Six Strikes“

Mark Gill, Präsident von Millenium Film,  kritisiert das US-amerikanische Warnhinweismodell „Six Stirkes Copyright Alert System“ (CAS). Der Film „Expendables 3“ wäre 60 Millionen mal illegal angeschaut worden, aber nur 0,3 % der Betrachter wären über das CAS angeschrieben worden.

Da die P2P-Nutzung bei den Providern, die sich am CAS beteiligen, sogar leicht angestiegen sei, sieht man in dem System nur eine Alibifunktion für die Provider:
“These alarming numbers show that the CAS is little more than talking point utilized to suggest these five ISPs are doing something to combat piracy when in actuality, their customers are free to continue pirating content with absolutely no consequences,” Voltage Pictures CEO Nicolas Chartier notes.

http://torrentfreak.com/six-strikes-anti-piracy-scheme-is-a-sham-filmmaker-say-150513/

Trivial: New EU study on KINO.TO

A study by the European Commission’s in-house science service states that the closure of the piracy site „kino.to“ had only short-term effects. The consumer switched to other illegal piracy portals.

This result is not groundbreaking; these facts had been known for a long time. But the authors conclusion that it is therefore not economically worthwhile to fight against piracy, is really embarrassing.

Such a conclusion, based on a single case, could damage their reputation as scientists. Furthermore, to evaluate the prosecution of crimes in an economic sense is questionable. No one would argue about stopping bank robbers been arrested, because there will always be another bank robber.

The study can be found at:
https://ec.europa.eu/jrc/en/publication/eur-scientific-and-technical-research-reports/online-copyright-enforcement-consumer-behavior-and-market-structure

Banal: Neue EU-Studie zu Kino.to

Eine Studie im Auftrag der EU hat festgestellt, dass die Schließung von kino.to nur kurzfristige Auswirkungen gehabt hat, da es andere illegale Nachfolgeportale gab, zu denen die Kunden dann gewechselt sind.

Dieses Ergebnis ist nun alles andere als bahnbrechend, sind diese grundlegenden Fakten doch schon seit Jahren bekannt.

Daraus zu schließen, dass sich eine Bekämpfung (volkswirtschaftlich) nicht lohnt, sollte den Autoren eigentlich peinlich sein. Schon der Ansatz die Verfolgung von Straftaten volkswirtschaftlich zu bewerten ist fragwürdig. Niemand würde behaupten verhaftet keine Bankräuber mehr – dies lohnt sich nicht,  weil dann der nächste Bankräuber kommt. Wenn man es aber dann dennoch tut, sollte man die volkswirtschaftliche Analyse der Verfolgung dieser Straftaten nicht auf einen Einzelfall reduzieren.

Völlig unseriös verhält sich aber ein Teil der Presse. In mehreren Titelzeilen wird fälschlicherweise behauptet, die Studie würde belegen, das eine Sperre von kino.to unwirksam sei:
• Heise: „Forscher: Kino.to-Sperre kaum wirkungsvoll gegen illegales Streaming“
• Futurezone: „Kino.to-Sperre war wirkungslos gegen illegales Streaming“
• Spiegel: „Streaming-Plattform: Kino.to-Sperre hilft nicht gegen illegales Streaming“

Die Studie ist zu finden unter:
https://ec.europa.eu/jrc/en/publication/eur-scientific-and-technical-research-reports/online-copyright-enforcement-consumer-behavior-and-market-structure

 

Google hostet (mal wieder) Raubkopien

Nach Angaben von Tarnkappe nutzt das neue Movieportal HDFilme.org Google als Hoster für all seine Streams.
Dies ist nicht der erste Fall. Nach Angaben von Tarnkappe wurde die deutsche Tochter erstmals im März 2014 über ein solche Nutzung informiert. „Es wäre in jedem Fall spannend zu wissen, warum der US-Konzern Google noch immer für die Auslieferung der illegalen Streams missbraucht werden kann.

https://tarnkappe.info/hdfilme-org-google-als-hoster-missbraucht/

Auch Webschauder hatte auf eine solchen Fall hingewiesen und Google darüber informiert:
www.webschauder.de/google-beliefert-raubkopieportale/

Werbeblockade im Mobilnetz möglich

Nach Berichten der „Financial Times“ und anderen Presseorganen soll die technologische Möglichkeit bestehen, Werbung in Mobilfunknetzen auszufiltern. Ein europäischer Netzbetreiber soll die dafür nötige Software des israelischen Startups Shine bereits in seinen Rechenzentren installiert haben.
Ob diese Technologie wirklich eingesetzt wird, dürfte von den Verhandlungen der Mobilnetzbetreiber mit Google und anderen Werbetreibenden abhängen.
In den Berichten wir betont, dass sich Telekomunternehmen schon lange, beschweren, weil Internet-Firmen viel Geld in ihren Netzen verdienten, ohne sich an den hohen Infrastruktur-Kosten zu beteiligen.

Kommentar:
Das die Werbewirtschaft erbost auf dieses Anliegen reagieren wird, ist abzusehen. Schließlich leiten die Provider ja auch in hohem Umfang illegale Inhalte weiter ohne deren Versender mit einer Sperre zu drohen oder gar zur Kasse zu bitten.

http://futurezone.at/netzpolitik/telekomfirmen-denken-ueber-werbeblockade-auf-handys-nach/130.581.652

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/mobil-werbung-mobilfunk-anbieter-drohen-google-yahoo-a-1033817.html

Jugendschutz.net: Jahresbericht 2104

Jugenschutz.net hat einen auch in diesem Jahr überaus lesenswerten Jahresbericht veröffentlicht, aus dem wir eine kleine Auswahl vorstellen und kommentieren:

  • Allein bei Instagram fand jugendschutz.net unter dem Hashtag #anabuddy mehr als 90.000 Beiträge, über die Hungerpartner gesucht wurden.
  • WhatsApp: Viele User stellen ihre ID öffentlich ins Social Web und schaffen damit ein Einfallstor für Belästigungen, Spam oder Nachrichten mit schockierenden Inhalten. Nicht selten fand jugendschutz.net freizügige Fotos, die vermeintlich privat an WhatsApp Kontakte versendet wurden, auf zwielichtigen Seiten im Social Web wieder.

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Einnahmequellen der Piraten: Neue europäische Studie

Die britische Firma Incopro hat eine Studie mit dem Titel „The revenue sources for websites making available copyright content without consent in the EU“ veröffentlicht. Auftraggeber war die MPA (Motion Picture Association).

Die Studie betrachtet in fünf europäischen Ländern die Einnahmemöglichkeiten urheberrechtsverletzender Internetangebote durch Werbung und Zahlungen von Endverbraucher. Insgesamt werden 622 Seiten betrachtet. Daraus ergeben sich für jedes der fünf Länder (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien) die 250 wichtigsten Seiten. Einnahmequellen der Piraten: Neue europäische Studie weiterlesen