Erfolge im Kampf gegen illegale Netzinhalte

Die britische Polizeieinheit PIPCU verweist in ihrem aktuellen Newsletter auf 44 Festnahmen seit September 2013 und 9,2 Millionen Umleitungen, bei denen die Besucher einer illegalen Seite auf eine Warnseite geleitet wurden.

Das U.S. Department of Justice hat einen 28jährigen Niederländer wegen Hackens verklagt. Er soll in die Rechner von Sony eingebrochen sein und dabei unveröffentlichte Versionen der Filme “How Do You Know,” „Rango“ and “Megamind” gestohlen haben.
http://torrentfreak.com/pre-release-movie-hacker-indicted-by-the-feds-150226/

BKA und Europol haben in dieser Woche ein weltweites Botnetz mit 3,2 Millionen Computer zerschlagen.
www.br.de/themen/ratgeber/inhalt/computer/cybercrime-europol-botnetz-100.html

Das FBI hat gegen den ehemaligen Betreiber des Bot-Netzwerkes Gameover-ZeuS ein Kopfgeld in Höhe von drei Millionen US-Dollar ausgeschrieben.
www.gulli.com/news/25664-fbi-verhaengt-kopfgeld-gegen-hacker-2015-02-25

Paypal hat die Zusammenarbeit mit dem Hoster Mega beendet. Kim Dotcom behauptet, dies läge nicht an Urheberrechtsverletzungen sondern an der End-zu-End-Verschlüsselung der Plattform. Dadurch sei für Dritte nicht erkennbar, was sich auf den Rechnern befindet.
www.golem.de/news/umstieg-auf-bitcoin-paypal-kuendigt-dotcoms-mega-wegen-verschluesselung-1502-112634.html

 

Frankreich: Urteil gegen Torrentseitenbetreiber

Nach Angeben von Torrentfreak hat ein Gericht in La Rochelle den früheren Betreiber einer Torrentseite zu 6 Monaten Bewährungsstrafe und 2 Mio. € Schadensersatz verurteilt. Über die Seite wurden 242.000 Filme, 240 Konzerte and 2.240 Musikalben angeboten. Sie hatte insgesamt 3. Mio. Downloads zu verzeichnen.

Der Verurteilte versteckt sich momentan in Budapest und hat für sich ausgerechnet, dass er mit seinem angeblichen momentanen Einkommen 227 Jahre benötigt um den Schadensersatz zu leisten (Zinsen wurde dabei nicht angesetzt).

Das Gericht setzt mit dem Urteil den Schadensersatz auf 67 Cent je Download fest. Dies dürfte in etwa dem real angerichteten Schaden entsprechen. Für den Filmmarkt kann man von etwa 1 € Schaden je Download ausgehen.

http://torrentfreak.com/torrent-site-admin-can-pay-piracy-fine-in-227-years-150223/

www.webschauder.de/schaeden-durch-internet-piraterie-im-filmmarkt/

Mulitihoster: Schnäppchen mit Verlustgefahr

Statt Medien legal zu kaufen nutzen viele Personen Sharehoster um die „Ware“ illegal und fast umsonst zu beziehen. Ein Geschäft zu Lasten der Medienwirtschaft.

Manche Schnäppchenjäger toppen dieses Modell und wollen nun auch die Sharehoster austricksen. Sie kaufen nun lieber statt eines Zugangs zu einem Sharehoster einen Zugang zu einem Multihoster (mit Zugang zu mehreren anderen Hostern).

Dummerweise wehren sich diese Hoster und so funktioniert es mit dem Zugang nur leidlich oder auch gar nicht mehr: Inzwischen häufen sich die Beschwerden, dass der Multihoster Unrestrict.li seinen Dienst eingestellt hat. Damit dürften die Kunden ihre vorab gezahlten Beträge für Premiumzugänge verloren haben.

https://tarnkappe.info/multihoster-was-ist-bei-unrestrict-li-los/

www.webschauder.de/piraten-im-streit/

Facebook verletzt europäisches Verbraucherrecht

Nach einer Studie zweier belgischer Universitäten, die im Auftrag der belgischen Datenschutzkommission erstellt wurde, verstößt Facebook mit seinen neuen Datenschutzregeln gegen europäisches Verbraucherrecht:

http://futurezone.at/netzpolitik/studie-facebook-verletzt-europaeisches-verbraucherrecht/116.022.060

www.law.kuleuven.be/icri/en/news/item/facebooks-revised-policies-and-terms-v1-1.pdf

LG Leipzig: Ordnungsgeld gegen Sharehoster

Das Landgericht Leipzig hat, elf Monate nach Antragsstellung, gegen den Betreiber von uploaded.net ein Ordnungsgeld verhängt. Damit zwingt das Gericht den Betreiber das richterliche Verbot einzuhalten, welches es verbietet, Nutzern wiederholt die Möglichkeit zu geben, geschützte Tonaufnahmen über uploaded.net illegal öffentlich zugänglich zu machen.

[LG Leipzig, Beschluss vom 09.02.2015, Az.: 05 O 3137/13]

www.raschlegal.de/news/rasch-rechtsanwaelte-betreiber-von-sharehoster-muss-ordnungsgeld-entrichten/

Bundesregierung will Aufsicht für Bitcoin & Co.

Nach Angaben der WELT will die Bundesregierung die Handelsplattform Bitcoin und andere Kunstwährungen einer Aufsicht unterwerfen, da Bitcoins & Co. völlig anonyme Zahlungen erlauben und somit leicht für Geldwäsche oder Terrorfinanzierung missbraucht werden können.

Aktueller Anlass der Diskussion ist eine geplante Abschlusserklärung der Financial Action Task Force (FATF), die sich um den Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung kümmert. Dort setzen sich die Amerikaner für eine Förderung des Kunstgeldes ein.

www.welt.de/print/wams/finanzen/article137697142/Freibrief-zur-Geldwaesche.html

Internetpiraterie bei Oscarnominierungen

Die Nominierungen zum Oscar am 15.1.2015 haben zu einem Anstieg der illegalen Downloads bei diesen Filmen geführt, so das Monitoringunternehmen Idreto. Durchschnittlich stiegen die Downloads im P2P-Bereich um 385%, beim Spitzenreiter „Selma“ sogar um 1033%.

Die absolut meisten Dowloads konnte der Film „American Sniper“ verzeichnen, der wie weitere 5 Filme noch gar nicht veröffentlicht wurde.

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Idreto hat außerdem die Quellen des Filmmaterials analysiert: Fast ein Drittel scheint von Screenern zu stammen, also Vorabversionen zur internen Gebrauch oder der Pressenutzung.

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Zusätzlich hat man ausgewertet, in welchen Ländern die Downloads stattfanden. Danach waren die Oskar-Nominees besonders beliebt in Russland, auf Platz 2 und 3 folgen die USA und Italien.

http://irdeto.com/documents/pr_quickread_oscars_piracy_and_BI_feb2015.pdf

 

GB: 3 Festnahmen wegen illegalem Downloadangebot

Am gestrigen Tage wurden in Großbritannien drei junge Männer festgenommen, die im Verdacht stehen eine illegale Website für den Download von Spielfilmen und TV-Shows betrieben zu haben. Das Angebot soll über 70.000 Besucher am Tage gehabt haben und deutlich bedeutender als ein wohlbekannte legales Film-Downloadangebot gewesen sein.
Die Festnahmen erfolgten durch die London Regional Asset Recovery Team (LRART), die digitale Equipment und Finanzunterlagen sicherstellen konnte. Dazu DS Neil Reynolds, LRART: “It can be difficult for people to care about copyright laws being broken but the money made from such sites is often spent on funding other crime. We are looking at how much money was made from advertising on this website and where that money went to.”

www.fact-uk.org.uk/three-men-arrested-on-suspicion-of-conspiracy-to-defraud-for-operating-illegal-website/

Online-Bankraub: Carbanak / Bitcoin

Nach Informationen der Sicherheitsfirma Kaspersky Lab hat eine Online-Bande binnen 2 Jahren 100 Banken um etwa eine Milliarde Dollar beraubt. Das Geld stammt allerdings nicht von Konten der Bankkunden. Wie die Täter vorgegangen sind beschreibt der Spiegel: www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/carbanak-so-gelang-der-milliarden-bankraub-a-1018721.html

Im Vergleich zu diesen erbeuteten Summen ist der Angriff auf die Bitcoin-Handelsplattformen Bter und Exco.in fast zu vernachlässigen. Hier wurden nur 1,5 Millionen Euro erbeutet.
Nicht nur das Verfahren der Raubzugs ist bisher offen, sondern auch in wie weit Kundengelder vom Verlust betroffen sind. Nach den Angriff wurden die Plattformen geschlossen. Wann bzw. ob die Kunden jemals wieder an ihre Gelder kommen steht noch nicht fest.

www.gulli.com/news/25623-bitcoin-plattformen-bter-und-excoin-gehackt-2015-02-16

Umfrage: Deutsche sehr besorgt um Internet-Kriminalität

Nach Angaben des Eurobarometers (Umfrage der EU-Kommission) befürchten 90 Prozent der befragten Deutschen, dass das Risiko, Opfer von Internet-Kriminalität zu werden, ansteigt. Am meisten sorgen sich die Deutschen vor schädlicher Software (61 Prozent) und Internetdiebstahl (60 Prozent), gefolgt von der Befürchtung, Email- oder Social-Media-Konten könnten gehackt werden (54 Prozent).

http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/13073_de.htm