LG München I: Schadensersatz vom Hostprovider

Nach entsprechenden Urteilen in Hamburg und Frankfurt, hat nun auch das Landgericht München 1 entschieden, dass ein Sharehoster als Gehilfe auf Schadensersatz haften kann.

Die Münchener Richter bejahen zudem die Gehilfenhaftung und damit den Schadensersatzanspruch auch für solche Dateien, für die der Sharehoster keine Hinweise von Rechteinhabern erhalten hat. Es kann vielmehr genügen, dass die Links zu den neuen Dateien auf Linksammlungen veröffentlicht wurden, die bereits Gegenstand einer früheren Meldung des Rechteinhabers waren.

Damit stellt das LG München klar, dass Schadensersatzansprüche auch dann in Betracht kommen, wenn Sharehoster die benannten Linksammlungen nicht umfassend und regelmäßig kontrollieren.

[Landgericht München 1, vom 11.07.2014, Az. 21 O 854/13]

www.raschlegal.de/news/lg-muenchen-i-praezisiert-voraussetzungen-einer-schadensersatzhaftung-des-hostproviders/

www.webschauder.de/lg-frankfurt-urteil-zu-schadensersatz-eines-sharehosters-veroeffentrlicht/

Smartphones und Tablets werden besonders selten geschützt

Preisvergleich.de hat in Zusammenarbeit mit der keyfacts Onlineforschung über 2.900 Verbraucher aus ganz Deutschland zum Thema Sicherheit im Internet befragt. Danach sind 19,2 % der Befragten schon einmal selbst Opfer von Internetbetrug, Hackerangriffen oder Datenklau geworden. Ausgerechnet Tablet und Smartphones, auf denen meist viele private Fotos, Adressen und Termine liegen, werden am wenigsten vor solchen Angriffen geschützt. So verfügen nur 39 % der Smartphones und 22 % der Tablets über ein Antivirenprogramm. http://dsl.preisvergleich.de/info/8134/sicherheit-im-internet-umfrage-2015/

Nintendo verlangt Geld für Spiele-Videos

Youtuber erwirtschaften mit Filmen, in denen sie zeigen, wie sie ein Computerspiel spielen, hohen Werbeeinnahmen. Dabei nutzen sie aber die Produkte der Spielehersteller ohne von diesen die Rechte zu einer solchen Weiterverbreitung erhalten zu haben. Nintendo bietet diesen Youtuber nun an, gegen Abgabe von 30 bis 40 % der Werbeeinnahmen, ihnen diese Rechte zu geben. www.gulli.com/news/25549-nintendo-verlangt-geld-fuer-lets-play-videos-2015-01-29

Italien: Sperranordnung für 124 Streamingseiten

Nach einer Beschwerde von Sky und danach durchgeführten Untersuchungen der Staatsanwaltschaft haben italienische Behörden gestern 124 illegale Streamingseiten von den lokalen ISPs sperren lassen. Die illegale Seiten bieten ein breites Medienspektrum, von Film, Musik und Sport an; alles aber ohne jeweils über die notwendigen Rechte zu verfügen

www.ansa.it/sito/notizie/cultura/2015/01/25/pirateria-blitz-gdf-oscurati-124-siti-illegali_3c29e4fe-9926-46d4-ab13-2c955b657f51.html

http://torrentfreak.com/italy-launches-largest-ever-pirate-site-blockade-150126/

Kunstprojekt zum illegalen Filmtausch

Der französische Künstler Nicolas Maigret visualisiert in seinem Projekt „Pirate Cinema“ die illegale Verbreitung von Filmen und Serien über das BitTorrent-Netzwerk. Zu sehen sind Filmausschnitte, die von einem Rechner zum anderen weitergeleitet werden. Angezeigt werden dabei auch die Herkunftsländer der „Tauschbörsen“-Teilnehmer. Nach mehreren Ausstellungen ist das Projekt nun auch – völlig legal – im Netz zu sehen:

http://thepiratecinema.com/online/

www.gulli.com/news/25527-pirate-cinema-kuenstler-visualisiert-illegalen-austausch-von-filmen-und-serien-2015-01-25

Schweden: Erpressung wegen Pornokonsums

Sechs Personen stehen momentan im schwedischen Malmö vor Gericht, da sie Pornographie im Internet angeboten haben und dann 4.000 Nutzer ihrer Seiten erpresst haben. Angeblich hätten die Nutzer die pornographischen Filme illegal heruntegeladen und sollten nun eine Strafe zahlen. Mit dieser Masche sollen die Angeklagten über 200.000 € eingenommen haben. Da sich aber auch 1.000 Betroffene an die Polizei wandten, war dieses Geschäftsmodell nur von begrenzter Dauer.

http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=105&artikel=6072177

http://torrentfreak.com/men-tried-for-extortion-after-porn-download-threats-150124/

 

Internetpiraterie: Registrare stärker im Focus

In der Regel wird eine Internetseite über ihren Namen und nicht über ihre IP-Adresse besucht. Die Anmeldung der Namen der Internetseiten bzw. der Internetadresse (URL) obliegt den Registraren.

Da auch illegale Internetseiten in der Regel über ihre URL besucht werden, ist es nicht verwunderlich, dass Registrare stärker in den Kampf gegen illegale Angebote im Netz einbezogen werden. Internetpiraterie: Registrare stärker im Focus weiterlesen

Abmahnungen wegen Popcorn Time „Streaming“

Popcorn Time streamt Filme, deren Daten aus P2P-Netzen stammen. Jeder Nutzer der „Tauschbörse“ leitet dabei seine bereits empfangenen Daten an andere Nutzer weiter. Insoweit ist er auch Uploader und muss mit Abmahnungen rechnen.

Dies scheint auch immer öfter zu geschehen, wie golem.de heute berichtet. Wundern sollte es niemanden, warnt doch die Seite selber vor Urheberrechtsverletzungen durch ihren Dienst:

popcorn

www.golem.de/news/streaming-anwaelte-verzeichnen-viele-abmahnung-zu-popcorn-time-1501-111793.html