USA: Ein Jahr “Six Strikes” – CCI legt ersten Bericht vor

Das US-amerikanische “Center for Copyright Information“ (CCI) hat einen ersten Ergebnis-Bericht über das amerikanische Warnhinweissystem in Tauschbörsen veröffentlicht. Er umfasst die letzten 10 Monate in 2013.

Danach wurden den ISPs über 2. Mio. Verstöße gemeldet. Daraus wurden 1,3 Mio. Warnhinweise erstellt. Diese betrafen 723.000 Personen. Mehr als 70 % der „Erwischten“ wurden nur einmal angeschrieben. 5 % erhielten aber auch die letzte Warnung: USA: Ein Jahr “Six Strikes” – CCI legt ersten Bericht vor weiterlesen

Google: So geht das Recht auf Vergessen

Ab sofort kann man auf einer Seite von Google die Löschung von Links beantragen. Dieses Verfahren wurde in Folge des EUGH-Urteils zu personenbezogenen Daten in Suchmaschinen eingeführt.

Jeder Löschungswunsch muss für jeden Link gesondert begründet werden. Um Missbrauch vorzubeugen muss eine Kopie des Ausweises hochgeladen werden.

https://support.google.com/legal/contact/lr_eudpa?product=websearch#

Nachtrag 2.6.2014:

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar weist darauf hin, dass eine automatisierte Speicherung des Personalausweises nicht erlaubt ist. www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschuetzer-kritisiert-Google-Verfahren-zum-Loeschen-von-Links-2211800.html

Wissen Sie, was Ihr Kind gerade im Internet sieht?

Das Thema „Kindgerechter Umgang mit dem Internet“ wird von vielen Eltern leider immer noch auf die leichte Schulter genommen. Die Kinder- und Jugendschutzorganisation Innocence in Danger, Berlin, und die Kommunikationsagentur Publicis Germany wollen das gemeinsam ändern und Eltern wachrütteln.
Mittels Plakaten, Flyern, Anzeigen, Internet und Social Media wird der Zielgruppe auf eingängige Weise gezeigt, wie es sich für Kinder anfühlt, wenn sie im Internet auf verstörende Inhalte stoßen. Die Idee dabei ist so simpel wie eindringlich: Die Augen der Kinder schreien sprichwörtlich heraus, was sie gerade sehen!

Kampagne: Wissen Sie, was Ihr Kind gerade im Internet sieht?

www.publicis.de/wp-content/uploads/2014/05/120528_Pub_PM_Innocence_in_Danger_final.pdf

www.innocenceindanger.de/

Erpressung die Zweite ?

Nach Vorwürfen des Börsenvereins, das Amazon Buchverlage durch Lieferverzögerungen zu höheren Rabatten bei E-Books zwingen wolle, wurde nun ein weiterer Fall des Machtmissbrauchs bekannt:

Das Netzwerk der Indie-Labels, Worldwide Independent Network (WIN) beschuldigt YouTube, die Labels zu einem Vertragsabschluss zu zwingen, der eine Bezahlung vorsieht, die weit unter der von Rdio, Deezer, Spotify und anderen Streamingservices liegt.
Sie würden die Indies nahezu erpressen, zu unterschreiben. Wenn sie diesen Vertrag nämlich nicht unterschreiben, so sagt WIN, drohe Youtube damit, alle Videos des Labels zu blockieren. YouTube habe sich direkt mit Briefen an die einzelnen Labels gewendet.

www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/streit-um-rabatte-deutscher-buchhandel-wirft-amazon-erpressung-vor-a-970633.html

www.wecab.info/3390-youtube-droht-indies-mit-dem-sperren-ihrer-inhalte/#more-3390

Netzneutralität – Gebühren für schnelle Leitungen

Über die meist positive Einstellung der Provider zu einem Verkauf von Zusatzleistungen und der damit verbundenen Einschränkung der Netzneutralität berichtet eine Artikel von heise, der auch daraufhin weißt, dass kleine Provider kaum eine Chance haben von Netzentgelten zu profitieren.

In den USA scheinen momentan Microsoft, Google, Facebook und Netflix Sonderentgelte zu zahlen, Apple verhandelt darüber.

www.heise.de/newsticker/meldung/Netzneutralitaet-als-Sache-des-Marktes-Deutsche-Provider-loben-FCC-2195359.html

www.heise.de/mac-and-i/meldung/Bericht-Apple-bezahlt-Provider-fuer-bessere-Datenanbindung-2195220.html

Falsche Hetze gegen Google?

Der Newsdienst Torrentfreak behauptet, dass Google fast alle Links zum Filesharer Rapidgator.net gelöscht hätte und die Betreiber nun Wochen warten müssten, bis legale Links wieder angezeigt würden.

Auf den deutschen Seiten von Google ist diese Behauptung von Torrentfreak nicht nachzuvollziehen. Google gibt an weniger als 50 % der gefunden Links gelöscht zu haben.

Letztendlich stellt sich aber die Frage, wieso der Betreiber eines Filehosters überhaupt weiß, welche der Dateien legal sind und wieso er dann die anderen – also illegalen Dateien – in seinem Angebot belässt? Falsche Hetze gegen Google? weiterlesen

Hilfe bei Cybermobbing gegen Jugendliche

Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat in der letzten Woche eine Petition zur besseren Unterstützung von Opfern von Cybermobbing an das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz überweisen und den Fraktionen des Bundestages zur Kenntnis zu geben.
In der Petition wird gefordert, dass alle Einträge über Personen, die in Suchmaschinen oder Informationsdiensten für die Öffentlichkeit bereitstehen, bei schriftlichem Einspruch mit einem „Button“– – vergleichbar mit einer presserechtlichen Gegendarstellung – –versehen werden müssen, wenn sie denn nicht aufgrund des Einspruchs sofort gelöscht werden. Hilfe bei Cybermobbing gegen Jugendliche weiterlesen

Veranstaltungsberichte

Beim Berliner Pub Talk diskutierten Thomas Robl (Büro Dr. Günter Krings MdB) und Videothekenvertreter Jörg Weinrich (IVD) mit dem Publikum über das Urheberrecht. Den Bericht dazu finden Sie unter:

http://berlinerpubtalk.de/urheberrecht-schuetzen-loeschen-sperren-abmahnen/
oder
www.netzpiloten.de/urheberrecht-schuetzen-loeschen-sperren-

Zum 6. DACH-Forum Urheberrechtsschutz liegt nun der Veranstaltungsbericht vor. Sie finden ihn unter:
www.gvu.de/25_228_6_DACH_Forum_Urheberrechtsschutz_nennt_Loesungen_Austausch_Wissenstransfer_und_Vernetzung_zentrale_Anliegen_der_Veranstaltung.htm

Über diese Veranstaltung berichtet auch Philipp Zimmermann Mitarbeiter bei MdB Herbert Behrens (Die Linke):
www.netzpiloten.de/ein-besuch-auf-dem-dach-urheberrechtsforum/

Buchpiraterie: Bezahlung je Titel

Tarnkappe.info vermutet, dass das Buchpiraterieangebot lul.to nun Provisionen für „verkaufte“ Titel anbietet. Der Preis kann dabei wohl vom Uploader, der auch der Autor sein kann, selber festgelegt werden. Angeblich erhält er die Hälfte des „Verkauf“-Preises. Über bitcoins kann die Auszahlung gefahrlos erfolgen. Allerdings werden Preisvorschläge in Höhe des regulären Verkaufspreises abgelehnt.

http://tarnkappe.info/meinung-buchpiraterie-auf-provisionsbasis/

Bittorrent Tracker sperrt Nutzer aus

Um zu verhindern, das Anti-Pirateriedienste die IP-Adressen, derjenigen erhalten, die Raubkopien im P2P-Bereich verbreiten, sperrt man nun IP-Adressen aus, die man Überwachungsfirmen zuordnet.
Sicherheitshalber werden zusätzlich VPN-Dienste und Proxys ausgesperrt, da auch diese von den Kontrolleuren genutzt werden könnten. Man nimmt dabei in Kauf, dass auch „Kunden“ den Dienst nicht mehr „sicher“ erreichen können.

http://torrentfreak.com/public-bittorrent-trackers-ban-piracy-monitoring-outfits-140523/