LG Wuppertal: Abbildung eines indizierten Videospiels auf eBay

In einem Verfahren vor dem Landgericht Wuppertal wurde darüber gestritten, ob alleine die Abbildung eines indizierten Spiels schon ein Wettbewerbsverstoß ist.
Die Beklagte bot das Spiel „Conflict Denied Ops“ an. Abgebildet war die indizierte EU-Version, im Text stand: „USK-Einstufung: USK ab 18“, „EAN (…)“ und „Sprache: Deutsch, Mehrsprachig“.
Das Landgericht erlies eine einstweilige Verfügungen gegen den Antragssteller. Gegen diese wehrte er sich mit der Behauptung, man habe nicht die indizierte EU-Version, sondern die deutsche Version angeboten. Dies ergebe sich aus der Produktbeschreibung; das Cover der EU-Version habe ein Mitarbeiter irrtümlich einem Amazon-Angebot entnommen. LG Wuppertal: Abbildung eines indizierten Videospiels auf eBay weiterlesen

Niederlande: Gericht verlangt Sperre von The Pirate Bay

Das Den Haager Gericht hat heute per einstweiliger Verfügung entschieden, dass die niederländischen Internet Service Provider Ziggo und XS4ALL The Pirate Bay sperren müssen.
Gesperrt werden müssen vier IP-Adressen und über hundert Domain-Namen. Wenn zukünftig weitere Adressen auf The Pirate Bay verweisen, müssen auch sie von den Providern gesperrt werden.
Sollte die Sperre nicht binnen 10 Tagen erfolge, werden je Tag 2.000 Euro fällig; bis zu einem Maximum von einer Million Euro.

Die Sperre muss mindestens bis zur endgültigen Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in der Hauptsache bestehen bleiben. Damit hat sich die niederländische Anti-Piraterie-Organisation BREIN in dem seit 2012 laufenden Rechtsstreit erst einmal durchgesetzt.

https://stichtingbrein.nl/nieuws.php?id=474

Heimliches Mining bei weitere Piraterieportalen

Test im Auftrag von Tarnkappe zeigen, dass auch beim Besuch der Streamingseiten KinoX.to und Movie4k.to die Prozessorlast um bis zu 43 Prozent steigt. Beide Seiten minen offenbar mittels des JavaScript Miners heimlich die neue Krypto-Währung Monero.

Laut Torrentfreak wird das gleich Script wird bei Alluc eingesetzt.

https://tarnkappe.info/javascript-miner-movie4k-kinox-missbrauchen-heimlich-nutzer-pcs/

https://torrentfreak.com/are-cryptocurrency-miners-the-future-for-pirate-sites-170921/

Neue Webseite von VISION KINO: Wer hat Urheberrecht?

Was geht? Was ist erlaubt? Und wer hat eigentlich Urheberrechte? Die neue Webseite „www.wer-hat-urheberrecht.de“ von VISION KINO vermittelt urheberrechtliche Grundlagen anhand von Unterrichtsmodulen, Hintergrundtexten, Filmausschnitten und Interviews mit Fachexperten/innen und namenhaften Filmschaffenden wie z.B. Regisseur Wolfgang Groos (ROBBI, TOBBI UND DAS FLIEWATÜÜT).
Praxisnahe Fallbeispiele Neue Webseite von VISION KINO: Wer hat Urheberrecht? weiterlesen

BGH: Keine Urheberrechtsverletzung bei der Bildersuche

Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass eine Anzeige von urheberrechtlich geschützten Bildern, die von Suchmaschinen im Internet aufgefunden worden sind, grundsätzlich keine Urheberrechte verletzt.

Dies gilt auch, wenn die angezeigten Bilder unerlaubt auf den jeweiligen Internetseiten gezeigt werden: BGH: Keine Urheberrechtsverletzung bei der Bildersuche weiterlesen

Frankreich: Google zahlt etwas und spart weiter die Überwachung

Mit der Content ID gibt Google Rechteinhabern die Möglichkeit Raubkopien bei YouTube zu vermeiden. Alles worum sich die Rechteinhaber nicht kümmern (können) wird weiterhin gezeigt und monetarisiert.
Für die Plattform ein tolles Geschäft: Kein Geld für Lizenzen und die Kontrollkosten verlagert man auf die Rechteinhaber.

In Frankreich hat man nun vom Staat organisiert mit der Anti-Piraterie-Einheit ALPA vereinbart, dass die Rechteinhaber einen direkteren Zugang zu den Löschmechanismen erhalten und dass Google auch finanzielle Unterstützung und Schulungen anbietet.

https://torrentfreak.com/google-signs-unprecedented-agreement-to-tackle-youtube-piracy-170921/

Studie: Piraterie betrifft ganz besonders Filme

Eine unveröffentlichte EU-Studie bestätigt negative Auswirkungen der Piraterie auf aktuelle Spielfilme: Wenn zehn aktuelle Filme illegal gesehen werden hat dies zur Folge, dass vier Filme weniger legal konsumiert werden.
In anderen Bereichen gibt es keinen solchen sicheren statistischen Nachweis: “That does not necessarily mean that piracy has no effect but only that the statistical analysis does not prove with sufficient reliability that there is an effect.”

“Estimating displacement rates of copyrighted content in the EU“ unter
https://cdn.netzpolitik.org/wp-upload/2017/09/displacement_study.pdf

IFPI: Music Consumer Insight Report

Der aktuelle “Music Consumer Insight Report” der IFPI zeigt, dass Urheberrechtsverletzungen weltweit eine zentrale Herausforderung bleiben:

40 Prozent der Konsumenten hören Musik über nicht-lizenzierte Angebote. In dieser Gruppe enthalten sind auch die 35 Prozent der Internet-Nutzer, die Streamripper verwenden; unter den 16- bis 24-Jährigen ‚rippt‘ weltweit sogar bereits mehr als jeder Zweite (53%).

Deutschland liegt in diesen Bereichen unter dem globalen Schnitt: Hier beschaffen sich 30 Prozent der Nutzer musikalische Inhalte über nicht-lizenzierte Quellen und insgesamt 26 Prozent nutzen Streamripper; auch hierzulande ist Letzteres unter den 16- bis 24-Jährigen besonders verbreitet, liegt aber mit 37 Prozent immer noch 16 Prozentpunkte unter dem weltweiten Mittel.

http://www.musikindustrie.de/news-detail/controller/News/action/detail/news/ifpi-stellt-neuen-music-consumer-insight-report-vor/

Pirate Bay testet Bezahlung per CPU-Leistung

The Pirate Bay hat bei einigen Nutzern deren Rechner ohne Zustimmung zum Mining der Kryptowährung Monero genutzt. Dies fiel auf, weil die Rechnern langsamer wurden. Einzelne Nutzer hatten dadurch wohl eine CPU-Auslastung von 80 Prozent. Dies soll auf einem Tippfehler beruhen, eigentlich wollte man nur 20 bis 30 Prozent.
Mit dem Test wollte man Alternativen zur Werbung prüfen. Ziel ist es wohl langfristig auf Werbung verzichten zu können.

https://torrentfreak.com/the-pirate-bay-website-runs-a-cryptocurrency-miner-170916/

McAfee: Promis als Raubkopie noch gefährlicher

McAfee untersucht jährlich, wie groß die Gefahr ist, bei der Suche nach Prominenten auf bösartigen Websites zu landen. In diesem Jahr ist es am gefährlichsten, wenn man nach der kanadischen Sängerin Avril Lavigne sucht.
Die Chance, bei einer Suche nach Avril Lavigne auf Seiten mit Viren oder anderer Schadsoftware zu landen liegt bei 14,51 Prozent. Fügt man bei der Suche noch „free mp3″ zu, steigt das Risiko auf 22 Prozent.

Unter den ersten 10 Plätzen sind diesmal ausschließlich Musiker: Bruno Mars (Nr. 2), Carly Rae Jepsen (Nr. 3). Zayn Malik (Nr. 4), Celine Dion (Nr. 5), Calvin Harris (Nr. 6), Justin Bieber (Nr. 7), Diddy (Nr. 8), Katy Perry (Nr. 9) und Beyoncé (Nr. 10) mit einen Risiko von immer noch 12,09 Prozent.
Bei Schauspielen ist die Infektionsgefahr am höchsten bei: Anna Kendrick (Nr. 13), Jennifer Lopez (Nr. 20), Hailee Steinfeld (Nr. 23), Will Smith (Nr. 34), Jackie Chan (Nr. 38), Vanessa Hudgens (Nr. 44), Teyana Taylor (Nr. 45), and Zendaya (Nr. 50).

https://www.mcafee.com/au/about/newsroom/press-releases/press-release.aspx?news_id=20170918006525

Rechtsradikale Zielgruppen bei Facebook, Twitter und Google

Nach Recherchen des US-Portals ProPublica kann man bei Facebook gezielt Werbung an Rechtsradikale richten. Dazu wurden wohl Zielgruppen genutzt, die bei ihrem „Arbeitgeber“ entsprechende Angaben gemacht hatten, zum Beispiel „Jew Hater“ mit 2.274, „German Schutzstaffel“ mit 3.149 und „Nazi Party“ mit 2.449 Facebook-Mitgliedern. ProPublica schaltete im Rahmen der Recherchen selbst drei Anzeigen, die sich an Antisemiten richteten. Die Werbeschaltungen seien von Facebook binnen 15 Minuten akzeptiert worden.

Nach Angaben von BuzzFeed konnte man bei Google Werbung bei Suchanfragen wie „Jewish Parasite“, „the evil Jew“ oder „black people ruin everything“ schalten. Zudem gab es von Google Vorschläge für weitere antisemitische und rassistische Suchanfragen, bei denen man Werbung schalten könne.

Auch Twitter lässt zielgerichtete Werbung an Rassisten zu. Die User werden über Suchanfragen wie „Wetback“ oder „Nazi“ klassifiziert.

https://www.internetworld.de/social-media/facebook/facebook-liess-gezielte-werbung-an-judenhasser-zu-1384572.html

http://derstandard.at/2000064156526/Google-und-Twitter-liessen-ebenso-zielgerichtete-Werbung-an-Rassisten-zu

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