USA: Jugendschutz Deckmantel für Urheberrechtsverletzungen?

Verschiedene Filmfirmen haben in den USA eine Einstweilige Verfügung gegen VidAngel erreicht. VidAngel ist ein Internetangebot welches Filme „filtert“ oder zensiert, damit diese dann für Kinder und Jugendliche etc. nicht mehr gefährdend sind.

Allerdings haben die selbsternannten Moralapostel vergessen, dass auch für die Verbreitung der verbliebenen Filmteile immer noch Urheberrechte gelten, die zu beachten sind.

Zur Einstweiligen Verfügung:
http://copyrightalliance.org/ca_post/preliminary-injunction-halts-vidangel-pearly-gates/

Zu VidAngel:
http://www.srf.ch/kultur/film-serien/ende-blut-alles-gut-wie-harte-filme-weich-werden

Snapchat-Börsengang: Urheberrecht als mögliches Risiko

Im Rahmen der Vorbereitung des Börsengangs weist Snapchat ausdrücklich darauf hin, dass eine mögliche Haftung für von Dritten eingestellte unerlaubte Inhalte ein hohes Riskio darstellen kann:

“We rely on a variety of statutory and common-law frameworks for the content we provide our users, including the Digital Millennium Copyright Act, or DMCA, the Communications Decency Act, or CDA, and the fair-use doctrine. The DMCA limits, but does not necessarily eliminate, our potential liability for caching, hosting, listing, or linking to third-party content that may include materials that infringe copyrights or other rights. The CDA further limits our potential liability for content uploaded onto Snapchat by third parties. And the fair-use doctrine (and related doctrines in other countries) limits our potential liability for featuring third-party intellectual property content produced by Snap Inc. for purposes such as reporting, commentary, and parody. However, each of these statutes and doctrines is subject to uncertain judicial interpretation and regulatory and legislative amendments. Moreover, some of them provide protection only or primarily in the United States. If the rules around these doctrines change, if international jurisdictions refuse to apply similar protections, or if a court were to disagree with our application of those rules to our service, we could incur liability and our business could be seriously harmed.”

PROSPECTUS (Subject to Completion) – Dated February 2, 2017, Seite 30:
https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1564408/000119312517029199/d270216ds1.htm#rom270216_2

USA: ISP COX muss 8 Mio. US$ Rechtskosten übernehmen

In dem Verfahren von BMG gegen den Internetprovider Cox Communications hat das Gericht von Virgina entschieden, das Cox Communications zusätzlich zu den 25 Mio. US$ Schadensersatz auch noch mehr als 8 Mio. US$ für die bei BMG angefallenen Rechtskosten zahlen muss.
Cox hatte trotz wiederholter Meldung von Kunden, die BMG-Produkte über dein Internetzugang von Cox im Netz verbreitet hatten, diese nicht von weiteren Urheberrechtsverletzungen abgehalten.

Zur Frage des Schadensersatzes gibt es ein Berufungsverfahren.

http://www.completemusicupdate.com/article/net-firm-cox-ordered-to-pay-8-million-more-to-bmg/

USA: Sperre bei Backbone Provider?

Torrentfreak berichtet, dass wahrscheinlich beim amerikanischen Backbone Betreiber Cogent Communications eine Sperre für verschiedene Piraterieseiten eingerichtet wurde. Die betroffenen Seiten verstecken sich alle hinter CloudFlare.
Die Sperre betrifft auch manche Nutzer aus anderen Staaten.

https://torrentfreak.com/internet-backbone-provider-cogent-blocks-pirate-bay-and-other-pirate-sites-170209/

Nachtrag 20.02.2017:
Die Sperre scheint ein „Fehler“ gewesen zu sein. Cogent hat wohl eine andere Seite sperren müssen, die anscheinend im gleichen IP-Bereich lag, wie die bei Cloudflare verbreiteten Piraterieseiten.

Bestätigt wird damit aber immer noch die Möglichkeit zu effektiven Sperren und die bekannte Tatsache, dass ECO-Mitglied Cloudflare absichtlich mit Piraterieseiten zusammenarbeitet.

https://torrentfreak.com/cogents-broad-pirate-site-block-was-collateral-damage-of-a-court-order-170217/

 

EUGH: Generalanwalt: Sperre von Pirate Bay möglich

In einem Verfahren, in dem die niederländische Anti-Piraterieorganisation BREIN zwei Zugangsprovider zur Sperren von The Pirate Bay verpflichten will, hatte ein niederländisches Gericht mehrere Fragen an den EUGH gerichtet.

Die heute veröffentlichten Schlussanträge von Generalanwalt Szpunar machen deutlich, dass einer Sperre von PirateBay nichts entgegensteht: EUGH: Generalanwalt: Sperre von Pirate Bay möglich weiterlesen

Italien: Maßnahmen gegen Piraterie von Zeitungen und Zeitschriften

Italienische Behörden haben 50 Domains beschlagnahmt, über die Raubkopien von aktuellen Zeitschriften und Zeitungen verbreitet wurden. Ein Gericht aus Rom hatte diese angeordnet, durchgeführt wurde Sie unter dem Namen „Odyssey 2” von einer Einheit der Guardia di Finanza. Die Seiten sollen Millionen von “Nutzern” bedient haben.
https://torrentfreak.com/police-seize-domains-fifty-pirate-newspaper-magazine-sites-170201/

Darknet: Auch Firmengeheimnisse erhältlich

Eine Analyse der Sicherheitsfirmen Redowl und Intsights zeigt, das im Darknet auch Firmengeheimnisse gehandelt werden.
Diese Informationen sind dann beispielsweise beim Insiderhandel an der Börse nutzbar. Die Lieferanten werden mit einer Kommission belohnt.
Ebenso werden Verkäufer von firmeninternen Kreditkartendaten gesucht; Provision 100 Pfund je illegale gekauftes iPhone6.
In anderen Fällen sollen Insider in Banken gesucht worden sein, die dort Malware installieren.

https://www.golem.de/news/insiderhandel-mitarbeiter-verkaufen-firmengeheimnisse-im-darknet-1702-125924.html

Der InternetBlog