VZ Bayern: Unseriöse Streaming-Dienste ködern mit aktuellen Filmen

Die Verbraucherzentrale Bayern warnt vor Lockangeboten die aktuelle Kinofilme kostenlos zum Streamen anbieten und somit Verbraucher in die Falle locken. Tatjana Halm, Leiterin des Rechtsreferats der Verbraucherzentrale Bayern warnt „Statt sich den gewünschten Film herunterzuladen, schließen ahnungslose Nutzer häufig kostspielige Abonnements ab“.
Die Verbraucherschützer raten, Streaming-Angebote genau zu prüfen und wenn Verbraucher bereits in die Falle getappt sind, sollten sie das Abonnement umgehend kündigen oder von ihrem 14-tägigen Widerrufsrecht Gebrauch machen.

Da keine weiteren Details genannt werden, nachfolgende Ergänzung:
– Solche Fallen gibt es öfter bei YouTube und über Anzeigen auf Piraterieseiten.
– Die Angebote erfolgen in der Regel über Briefkastenfirmen oder anonym.
– Oft werden die Gebühren direkt abgebucht – wenn man Pech hat auch mehrfach. Insoweit dürfte auch Widerspruch und Kündigung wenig helfen.

Richtig ist auf jeden Fall: „Wenn neueste Filme, die momentan im Kino zu sehen sind oder erst in Kürze starten, zum Streamen angeboten werden, kann das nicht legal sein“.

https://www.verbraucherzentrale-bayern.de/unserioese-streaming-dienste-koedern-mit-aktuellen-filmen

Kaspersky Spam-Bericht 2016

Das IT-Security-Unternehmen Kaspersky hat seinen Spam-Bericht 2016 veröffentlicht, der eine Reihe von interessanten Fakten auflistet:
– Der Spam-Anteil betrug 58,31 Prozent, das ist ein um 3,03 Prozentpunkte höherer Wert als im Jahr 2015.
– 62,16 Prozent der versendeten Spam-Mails hatten eine Größe von nicht mehr als zwei KB.
– Die meisten schädlichen E-Mails (14,13 %) waren an Nutzer in Deutschland adressiert.
– 12,08 Prozent des weltweiten Spam-Aufkommens wurden aus den USA verschickt. Auf den Plätzen neun und zehn positionierten sich Frankreich (3,39 %, plus 0,22 Prozentpunkte) respektive Deutschland (3,21 %, minus 1,03 Prozentpunkte). Abgeschlossen werden die Top 10 von der Türkei mit einem Wert von 2,29 Prozent.

https://de.securelist.com/analysis/kaspersky-security-bulletin/72383/kaspersky-security-bulletin-spam-and-phishing-in-2016/

USA: DMCA zu Recht in der Diskussion

Im Rahmen der aktuellen Diskussion um die amerikanischen Haftungsregeln für fremde Inhalte (DMCA) hat die Musikwirtschaft das Copyright Office darum gebeten, die Regeln zu verbessern:
https://www.riaa.com/major-music-organizations-decry-broken-dmca-outline-possible-solutions-new-government-filing/

In Anbetracht der Tatsache, dass ein Richter des Federal Court in California anscheinend auch das Hosting einer Piraterieseite für legal hält, erscheint eine Änderung wahrlich angebracht.
https://torrentfreak.com/court-hosting-a-pirate-site-doesnt-equal-copyright-infringement-170221/

GB: Vorerst läppische Selbstverpflichtung statt Gesetz

Um eine gesetzliche Regelung zu vermeiden, wollen Google und Microsoft in Zukunft die Angabe von Suchergebnissen etwas verändern. Suchergebnisse zu Seiten, die öfter Urheberrechtsverletzungen verbreiten, sollen nicht mehr auf der ersten Seite der Suchergebnisse angezeigt werden.

Die Verpflichtung gilt nur für Großbritannien und wohl nur für die übliche Suche bei der die ersten 10 Suchergebnisse auf der ersten Seite angezeigt werden.
Zudem wird das Auto-Vervollständigung eingeschränkt.

Das Intellectual Property Office (IPO) soll im Sommer die Ergebnisse der Maßnahmen bewerten. Dann soll entschieden werden, ob es doch eine gesetzliche Regelung geben wird.
Rechteinhaber scheinen an der Verpflichtung beteilgt gewesen zu sein.

http://www.telegraph.co.uk/technology/2017/02/20/google-microsoft-agree-anti-piracy-code-crackdown-illegal-downloads/

USA: Jugendschutz Deckmantel für Urheberrechtsverletzungen?

Verschiedene Filmfirmen haben in den USA eine Einstweilige Verfügung gegen VidAngel erreicht. VidAngel ist ein Internetangebot welches Filme „filtert“ oder zensiert, damit diese dann für Kinder und Jugendliche etc. nicht mehr gefährdend sind.

Allerdings haben die selbsternannten Moralapostel vergessen, dass auch für die Verbreitung der verbliebenen Filmteile immer noch Urheberrechte gelten, die zu beachten sind.

Zur Einstweiligen Verfügung:
http://copyrightalliance.org/ca_post/preliminary-injunction-halts-vidangel-pearly-gates/

Zu VidAngel:
http://www.srf.ch/kultur/film-serien/ende-blut-alles-gut-wie-harte-filme-weich-werden

Snapchat-Börsengang: Urheberrecht als mögliches Risiko

Im Rahmen der Vorbereitung des Börsengangs weist Snapchat ausdrücklich darauf hin, dass eine mögliche Haftung für von Dritten eingestellte unerlaubte Inhalte ein hohes Riskio darstellen kann:

“We rely on a variety of statutory and common-law frameworks for the content we provide our users, including the Digital Millennium Copyright Act, or DMCA, the Communications Decency Act, or CDA, and the fair-use doctrine. The DMCA limits, but does not necessarily eliminate, our potential liability for caching, hosting, listing, or linking to third-party content that may include materials that infringe copyrights or other rights. The CDA further limits our potential liability for content uploaded onto Snapchat by third parties. And the fair-use doctrine (and related doctrines in other countries) limits our potential liability for featuring third-party intellectual property content produced by Snap Inc. for purposes such as reporting, commentary, and parody. However, each of these statutes and doctrines is subject to uncertain judicial interpretation and regulatory and legislative amendments. Moreover, some of them provide protection only or primarily in the United States. If the rules around these doctrines change, if international jurisdictions refuse to apply similar protections, or if a court were to disagree with our application of those rules to our service, we could incur liability and our business could be seriously harmed.”

PROSPECTUS (Subject to Completion) – Dated February 2, 2017, Seite 30:
https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1564408/000119312517029199/d270216ds1.htm#rom270216_2

USA: ISP COX muss 8 Mio. US$ Rechtskosten übernehmen

In dem Verfahren von BMG gegen den Internetprovider Cox Communications hat das Gericht von Virgina entschieden, das Cox Communications zusätzlich zu den 25 Mio. US$ Schadensersatz auch noch mehr als 8 Mio. US$ für die bei BMG angefallenen Rechtskosten zahlen muss.
Cox hatte trotz wiederholter Meldung von Kunden, die BMG-Produkte über dein Internetzugang von Cox im Netz verbreitet hatten, diese nicht von weiteren Urheberrechtsverletzungen abgehalten.

Zur Frage des Schadensersatzes gibt es ein Berufungsverfahren.

http://www.completemusicupdate.com/article/net-firm-cox-ordered-to-pay-8-million-more-to-bmg/

USA: Sperre bei Backbone Provider?

Torrentfreak berichtet, dass wahrscheinlich beim amerikanischen Backbone Betreiber Cogent Communications eine Sperre für verschiedene Piraterieseiten eingerichtet wurde. Die betroffenen Seiten verstecken sich alle hinter CloudFlare.
Die Sperre betrifft auch manche Nutzer aus anderen Staaten.

https://torrentfreak.com/internet-backbone-provider-cogent-blocks-pirate-bay-and-other-pirate-sites-170209/

Nachtrag 20.02.2017:
Die Sperre scheint ein „Fehler“ gewesen zu sein. Cogent hat wohl eine andere Seite sperren müssen, die anscheinend im gleichen IP-Bereich lag, wie die bei Cloudflare verbreiteten Piraterieseiten.

Bestätigt wird damit aber immer noch die Möglichkeit zu effektiven Sperren und die bekannte Tatsache, dass ECO-Mitglied Cloudflare absichtlich mit Piraterieseiten zusammenarbeitet.

https://torrentfreak.com/cogents-broad-pirate-site-block-was-collateral-damage-of-a-court-order-170217/

 

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