Italien: Festnahmen von Streaminganbietern

Im Rahmen einer Operation der Guardia di Finanza gegen ein internationales Netzwerk illegaler Streamingangebote aus den Bereichen Film, Sport und TV wurde 5 Personen festgenommen.
Im Ziel standen 50 verschiedene Seiten, die auf 41 Servern auf drei Kontinenten lagen, davon drei in Italien.
Die genauen Angaben zu den Seiten sind noch nicht veröffentlicht, aber insgesamt sollen sie 340.000 registrierte Nutzer gehabt haben, die jeweils Angebote im Wert von 100 Euros für nur 10 Euro erhielten.

https://torrentfreak.com/police-target-50-streaming-sites-detain-five-suspects-160530/

Schäden durch Musikpiraterie

Eine neue Studie hat festgestellt, dass in 2014 der europäischen Musikwirtschaft durch Piraterie ein Schaden in Höhe 170 Mio. € entstanden ist.

Die überaus niedrige Schadeneinschätzung könnte darauf basieren, dass der Hauptansatzpunkt der Studie die Differenz zwischen Umsatzprognosen und den erzielten Umsätzen war. Da Piraterie aber schon „eingeplant“ ist, könnte nur ein Teil der Piraterie erfasst worden sein.

https://euipo.europa.eu/tunnel-web/secure/webdav/guest/document_library/observatory/resources/research-and-studies/ip_infringement/study7/Music_industry_en.pdf

 

Pakistan: Internetzugang inklusive Raubkopien

Ein pakistanischer Internetprovider bietet nicht nur den günstigen Netzzugang an, sondern wirbt offensive mit der Möglichkeit über seinen Zugang auch illegal angebotene Medienprodukte zu erhalten. Damit dies auch noch reibungslos läuft, betreibt er laut Torrentfreak direkt eine eigene Piraterieseite.

https://torrentfreak.com/isp-runs-huge-pirate-site-especially-for-customers-160521/

Porno über Kirchen WLAN eingeplant

In einem Spiegel-Interview erläutert der Leiter des IT-Referats in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, dass das die Evangelische Landeskirche alle ihre Gotteshäuser mit offenen WLAN-Hotspots ausstatten will und dafür 100.000 Euro eingeplant hat.
Nicht vorgesehen sind Jugendschutzfilter:
„Wir haben in der Kirche oft mit Minderjährigen zu tun. Wir können uns vorstellen, in begründeten Fällen und an bestimmten Standorten einen Jugendfilter einzusetzen, etwa in unseren Schulen und in Jugendbildungsstätten. Aber in Kirchen kann ich mir das nicht vorstellen. Dann gibt es natürlich die Frage: Oh mein Gott, was machen wir denn, wenn die Leute in der Kirche sitzen und sich Pornos angucken?“

Nach Ansicht des Leiters macht dies aber nichts: „Das konnten sie vor hundert Jahren auch schon. Wer wollte, hat sich da Schmuddelheftchen nur eben in Papierform zugeschoben.“

Der kleine Unterschied, dass diesmal die Kirche die Heftchen „liefert“ scheint ihm nicht aufgefallen sein.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/godspot-wlan-in-kirchen-interview-mit-initiator-kraetschmer-a-1093166.html

(Hervorhebung durch WebSchauder)

Rechte Hetze bei Facebook erreicht 2 Mio. Follower

Die Facebookseite „Anonymous.Kollektiv“ hetzte massiv gegen Flüchtlinge und Migranten und hatte 2 Mio. Follower. Nun ist sie weg. Wer für die Abschaltung verantwortlich ist bleibt offen. Ebenso offen bleibt, wieso die ja anscheinend überaus bekannte Hetzseite nicht schon längst abgeschaltet wurde.

www.sueddeutsche.de/digital/hass-im-netz-bekannte-facebook-hetzseite-ist-offline-1.3001797

Bedeutung von Google für die Musik-Piraterie

Music Business Worldwide stellt anhand des bisher unveröffentlichten MUSO „Global Piracy Report“ die Bedeutung von Google für die Verbreitung von illegalen Musikinhalten dar:

Die wichtigsten Quellen für illegale Musikinhalte sind:
28,3% Torrents
35,1% Streaming
17,7% Ripping

Die Bedeutung von Suchmaschinen für das Auffinden dieser Quellen liegen im Durchschnitt bei 37,2%, sind aber je nach Vertriebsart unterschiedlich:
14,2% Torrents
46,3% Streaming
49,8% Ripping

Damit erfolgt die Hälfte aller Besuche von Ripping-Plattformen durch Verlinkung von Suchmaschinen. Wichtigster Ripping-Anbieter ist  YouTube-mp3.org, mit dem Musik von Youtube gerippt wird.

Google´s Marktanteil wird mit 64 % angesetzt. Somit rechnet man Google 8,1 Milliarden Besuche von Piraterieseiten zu.

http://www.musicbusinessworldwide.com/googles-role-music-piracy-much-bigger-first-appears/

Frankreich: Streit um Datenschutz wird nun gerichtlich entschieden

In dem Streit um die Umsetzung des „Recht auf Vergessenwerden“ geht der Streit zwischen der Datenschutzbehörde CNIL und Google vor Gericht.
Zwar hatte Google akzeptiert, dass Links nicht nur aus der Suche des jeweiligen Landes gelöscht werden müssen und blendet inzwischen die Ergebnisse auch bei Abfragen über andere Googleseiten aus, sofern der Suchende im Land der Beschwerde sitzt.
Dies reicht aber der CNIL nicht, da die Blockade umgangen werden kann. Zudem werden die Suchergebnisse angezeigt, wenn nicht nach Namen sondern nach anderen Inhalten gesucht wird.
Google wehrt sich nun vor Gericht gegen die verhängte Strafe von 100.000 €.

http://futurezone.at/netzpolitik/google-zerrt-franzoesische-datenschutz-aufsicht-vor-gericht/199.752.124

 

Preistabelle für Hetze im Netz

Die Stiftung Warentest hat auf einer Facebookseite zusammengestellt, wie teuer der Hass im Netz werden kann. Vielfältige Beispiele zeigen, dass dies schnell zu mehreren tausend Euro Strafe führen kann.
Im Internetauftritt der Stiftung Warentest wird die Aktion beschrieben und gleichzeitig erklärt wie man Hinweise oder Strafanzeigen der Polizei übers Netz melden kann.

https://www.test.de/Hasskommentare-Ein-Facebook-Post-schlaegt-Wellen-5020226-0/

Frankreich: Klage gegen Facebook, Google und Twitter

In Frankreich wurden Facebook, YouTube (Google) und Twitter wegen Verbreitung von Rassismus verklagt.

Die Kläger, zwei gemeinnützige Organisationen, werfen den Unternehmen vor, rassistische, antisemitische, den Holocaust leugnende und homophobe Inhalte trotz Hinweises nicht gelöscht zu haben.
Von den in etwa 4 Wochen gemeldeten 586 Postings löschte Facebook 34 Prozent, Youtube 7 Prozent und Twitter  4 Prozent.

http://www.zdnet.de/88269362/facebook-google-und-twitter-in-frankreich-wegen-verbreitung-von-rassismus-verklagt/

 

Schweden: Endlich Schluss mit schwedischen Piratbayseiten?

Bezüglich der Registrierung der Domains ThePirateBay.se und PirateBay.se hat nun auch das Berufungsgericht entschieden, dass Punkt.se die Seiten an den Staat abzugeben hat. Allerdings bestätigte das Berufungsgericht auch die fehlende Mitschuld von Punkt.se an den Urheberrechtsverletzungen.

Die Übergabe könnte noch verzögert werden, weil Pirate-Bay-Mitgründer Frederik Neij nicht mehr Besitzer der Seite ist und gegen die gerichtlich entschiedene Zuweisung des Besitzes Berufung einlegen will.

http://futurezone.at/digital-life/pirate-bay-muss-domains-abgeben/198.374.088

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